Botschaft von Arthos

197
16.12.2017

Das Haus eines Meisters

Arthos über eine nötige Hausreinigung, den Staub, der deinen Glanz verbirgt, Wunder und Meisterschaft, Glaubenssätze und Vergebung sowie den höchsten Gast, für den sich alle Mühe lohnt. Lebensrichtige Botschaft 197.

Heute ist ein guter Tag, um dein Haus zu putzen. Dein Haus, das ist der Raum, in dem sich all deine Gedanken, deine Gefühle, deine Muster, Programme, Glaubenssätze und Sichtweisen befinden. Wenn du einen hohen Gast erwartest, wirst du sicherlich auch die Fenster putzen, den Boden wischen, den Dreck wegräumen und die Betten machen. Was, wenn der hohe Gast, den du erwartest, Gott in dir ist? Bist du bereit, dafür eine Zeit der Reinigung aufzubringen? Glaubst du, dass Gott in dich einziehen kann, wenn alles vollsteht? Nein. Solange du nicht ordentlich in dir aufgeräumt hast, kann das Höchste nicht in dich einziehen. Das Aufräumen allerdings ist kein leichtes Unterfangen. Es fordert dich heraus, Gründlichkeit an den Tag zu legen. Gott sieht es, wenn du einfach alles unters Bett kehrst und nur halbherzig Staub wischt. Gott erwartet deine Bereitschaft, dich zu ändern. Das zu erkennen, was seinem Einzug im Weg steht. Das anzunehmen, was du wahrhaftig bist. Das loszulassen, was dir nicht mehr dienlich ist. Das zu integrieren, was du bisher immer erfolgreich verdrängt hast. Nur dann bist du in der Lage, wahrhaft zu lieben. Liebe ist kein Konzept, das du dir so zurechtbiegen kannst, wie es dir gerade passt. Liebe ist auch nicht immer nett. Liebe ist wahrhaftig. Liebe ist das, was Gott ist, wenn er in dich eingezogen ist.

Nun sagst du vielleicht, dass das ja alles nicht stimmt. Ja, das kannst du so sehen, und es zeigt dir, wo du genauer hinsehen solltest. Es zeigt dir den Staub, der den Glanz, der in dir ist, verbirgt. Du sagst du liebst, und du hast schon alles verstanden. Ich sage nein, das hast du nicht. Denn wenn du alles verstanden hättest, wärst du nicht mehr hier. Wenn du alles verstanden hättest, wärst du in deiner Schwingung so hoch, dass du dieses Theater auf der Bühne, die du als Leben kennst, nicht mehr mitspielen würdest. Wenn du alles wahrhaft verstanden hättest, gäbe es nichts mehr zum annehmen, loslassen und integrieren. Du bist es gewohnt, dich selber zu belügen, und solange du dich selber belügst, gibt es definitiv eine Menge zu tun. Es gibt viel zu putzen. Magst du den Versuch wagen? Bist du bereit, dich aufzugeben, damit ER einziehen kann?

ER ist das, was du bist, wenn du alles aus dem Weg geräumt hast, was ihm den Zugang verwehrt. ER ist das, was du bist, wenn du allen Staub, der dein Denken vernebelt, entfernt hast. ER ist das, was du bist, wenn du dich nicht mehr für deine Gefühle hältst. ER ist das, was du in dir immer verleugnet hast. ER ist das Wunder, das du bist.

Glaubst du an Wunder? Und wenn du an Wunder glaubst, glaubst du, dass du die Wunder ermöglichst? Wenn du ein Heiler bist, bist du dann Derjenige, der heilt? Wenn du ein Seher bist, bist du Derjenige, der sieht? Wenn du ein Musiker bist, bist du Derjenige, der musiziert? Wenn du ein Autor bist, bist du Derjenige, der schreibt? Wenn du ein Künstler bist, bist du Derjenige, der malt? Wenn du Wunder offenbarst, sind es deine Wunder? Wenn du liebst, ist es deine Liebe?

So viele Menschen reden und schreiben über bedingungslose Liebe. Aber kann ein Mensch bedingungslos lieben, solange sein Haus nicht blitzblank ist? Der Mensch kann nicht bedingungslos lieben, aber er kann sich soweit reinigen, dass die bedingungslose Liebe durch ihn hindurchfliessen kann. Wenn das geschieht, dann sieht er die Welt mit anderen Augen - dann sieht er die Welt mit den Augen Gottes. Dann hört er mit Seinen Ohren, dann denkt er Seine Gedanken, dann tut er Seine Taten. Wie viele Menschen kennst du, die das tun? Es gibt Viele, die von sich behaupten, sie wüssten genau Bescheid, sie wüssten alles, sie hätten schon alles geputzt und alles weggeräumt. Aber noch einmal: Wenn dem so wäre, dann wären diese Menschen nicht mehr auf dieser Ebene. Ein Meister sagt nicht, dass er Meister ist. Er handelt danach, wenn es nötig ist. Ein Meister weiss, was wahre Meisterschaft bedeutet: Sich selber zu meistern. Das Haus eines Meisters ist sauber und leer.

Solange dein Haus nicht sauber und leer ist, solange kannst du denken, was du willst, sagen, was du willst, schreiben, was du willst. Du belügst dich und die Anderen. Hör auf damit, dich und Andere zu belügen. Hör auf damit, dir und Anderen etwas vorzumachen. Das bringt weder dir noch den Anderen etwas. Das Einzige, was du tun kannst, um dich weiterzuentwickeln, ist dein Haus zu reinigen.

Fange mit deinen Glaubenssätzen an. Erkunde sie, erforsche, was die Grundlage deiner Welt ist. Und dann entferne sie und ersetze sie durch Visionen der Liebe und Freude. Kommt das, was du denkst, aus der Liebe und aus der Freude? Wenn nein, dann hast du einiges an Arbeit vor dir. Du kannst diese Arbeit natürlich aufschieben, aber du kommst nicht drum herum, sie zu erledigen. Wenn nicht jetzt, dann in einem anderen Leben. Du kannst dich drehen und wenden, wie du willst, du kannst dir einreden, was du willst und du kannst sagen, was du willst. Aber solange du den Fussboden nicht gewischt hast, solange wird er nicht glänzen. Deine Glaubenssätze sind der Boden, auf dem deine Welt steht.

Die nächste Stufe ist die Vergebung. Hast du Allen vergeben, die dich jemals verletzt haben? Hast du allen vergeben, die dir jemals etwas gespiegelt haben, was du nicht sehen wolltest? Hast du allen vergeben, die dich misshandelt, missbraucht, benutzt, verleumdet und gedemütigt haben? Wenn nein, dann solltest du dich schleunigst an die Arbeit machen, denn in jeder Misshandlung, in jedem Missbrauch, in jeder Benutzung, in jeder Verleumdung und in jeder Demütigung steckt noch Energie von dir, die dir zur Ganzheit fehlt. In allen traumatischen Situationen die du jemals - ob in diesem oder in anderen Leben - erlebt hast, stecken Seelenfragmente, die dir fehlen, um ganz zu sein. Hole dir deine Energie zurück. Hole dir deine Seelenfragmente zurück. Vergebe dir und allen Menschen, denn erst dann kannst du wieder ganz werden. So schwer es dir auch fallen mag, aber ohne die vollständige Vergebung kannst du dich niemals von dem Schmutz, der dein Haus unrein macht, befreien. Es liegt an dir, die Arbeit zu tun oder es zu lassen. Aber beschwer dich nicht, wenn der Gast nicht kommt, solange du deine Arbeit nicht getan hast.

Alles, was dir in deinem Leben geschieht, hat mit dir zu tun. Alles, was du erlebst, zeigt dir, was in dir ist. Dies gilt zwar gleichzeitig auch für alle anderen Menschen, aber um fremde Häuser solltest du dich nicht sorgen, solange deines noch schmutzig ist. Der hohe Gast wartet nur darauf, dass du ihm den Weg bereitest. Er wartet darauf, dass du die Fenster putzt, damit er schon mal einen Blick ins Innere werfen kann. Er wartet darauf, dass du deine Arbeit erledigst, und wenn du deine Arbeit erledigt hast, bist du Derjenige, der anklopft. Der hohe Gast klopft nicht an, denn du bist es, der sich für ihn vorbereiten muss. Du musst bereit sein. Der hohe Gast ist es schon längst, aber ohne deine Bemühung, dich und dein Haus zu meistern, kann und wird er nicht in dich einziehen.

Und wenn du glaubst, alles gereinigt zu haben: Befinden sich noch fremde Gäste in deinem Haus? Feiert noch irgendwer eine Party? Lungert da noch versteckt ein Fremder herum? Dein Haus ist dein Haus, und der hohe Gast kann und wird nur einziehen, wenn dieses Haus leer ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob sich die Anderen in deinem Haus gerade wohl fühlen oder nicht. Es ist dein Haus, und in deinem Haus musst du dich wohlfühlen. Und solange du dich selber nicht in deinem Haus wohlfühlst, weil noch Andere ihren Spass darin haben oder auch nur, weil sie vielleicht noch einige ihrer Sachen dagelassen haben, solange wird der hohe Gast nicht kommen, denn alles, was nicht deins ist, liegt im Weg und versperrt ihm den Zutritt.

Und bevor jetzt Missverständnisse aufkommen: Der hohe Gast kommt nicht von draussen. Die Fassade ist ihm egal. Er kommt von Innen, und Innen muss es sauber sein. Bist du bereit, dein Inneres so weit aufzuräumen, dass du dich vor niemandem mehr schämen musst? Bist du bereit, vollkommen ehrlich zu dir zu sein? Bist du bereit, alles loszulassen, was dir und ihm nicht dienlich ist? Bist du bereit, dich selber so zu lieben, dass auch ER dich lieben kann? Du kannst dich erst vollkommen lieben, wenn du so oft durch den Prozess von Erkennen, Annehmen, Loslassen und Integrieren gegangen bist, dass nur noch Liebe übrig bleibt. Seine Liebe. Und diese Liebe ist vollkommen. Ist das nicht all der Mühe wert?

Heute ist ein guter Tag.

 

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