Heilung und Widerstand
4. Januar 2010 von Andreas | 7 Kommentare
Wenn es Bereiche in unserem Leben gibt, in denen wir Heilung erfahren wollen, dann können wir diese Heilung nur aus uns selbst hervorbringen. Heilung ist ein geistiger Prozess, der das Vollkommene in uns zum Vorschein bringt. Um Heilung zu erfahren, müssen wir lernen, das, was ist, anzunehmen und jeglichen Widerstand loszulassen. Wenn wir das, was ist, nicht wollen, bauen wir Widerstand auf, der einzig und allein dazu führt, dass das, was ist, stärker wird und wächst.
Aber wie können wir den Widerstand abbauen und somit die Voraussetzung für die ersehnte Heilung schaffen? Der erste Schritt liegt in der Erkenntnis, dass das, was ist, nur die Bedeutung hat, die wir dieser Situation oder dieser Sache verleihen. Nichts hat eine Bedeutung an sich. Wir geben allem seine Bedeutung. Und wenn wir erkennen, das jegliche Bedeutung von uns erschaffen wurde, können wir uns unserer Macht und unserer Verantwortung bewusst werden.
Der zweite Schritt liegt im Annehmen dessen was ist. In dem Moment, in dem wir es annehmen, haben wir die Illusion der Vergangenheit und die Illusion der Zukunft gleichermaßen entlarvt und befinden uns im einzig wahren Jetzt. In diesem Jetzt akzeptieren wir das, was ist. Wir geben ihm keine Bedeutung, wir akzeptieren es einfach, als das, was es ist: das, was ist.
Der dritte Schritt ist das Loslassen. Indem wir loslassen, befreien wir uns von unseren selbst auferlegten Beschränkungen. Wir sind nicht mehr das Opfer – wir sind der Beobachter. Wenn es uns gelingt, das, was wir beobachten, einfach nur zu beobachten ohne eine Bedeutung hinein zu interpretieren, dann sind wir zwar noch immer mit allem, was ist verbunden, haften ihm aber nicht mehr an und stärken es somit auch nicht durch unser Ego und/oder unsere Emotionen. Wir haben losgelassen.
Natürlich ist es nicht einfach – ganz im Gegenteil: es ist meist sogar sehr schmerzhaft, aber der Schmerz gehört zu dem Prozess dazu. Der Schmerz gehört zum Erkennen, zum Annehmen und zum Loslassen gleichermaßen. Der Schmerz ist Teil des Wachstums. Aber er schmerzt nur, wenn wir ihm Bedeutung verleihen, wenn wir ihn nicht annehmen und nicht loslassen können. Wenn es uns aber doch gelingt, dies zu meistern, dann haben wir den Heilungsprozess eingeleitet und dann werden wir Heilung erfahren, da wir uns selbst vergeben.
Und da wir uns selbst vergeben haben, können wir auch allem oder allen anderen vergeben und somit in den göttlichen Strahl der Liebe eintauchen. Darin liegt die Kraft des Jetzt.





















1. Chris
Kommentar vom 17. Februar 2010 um 15:10
Wenn man jetzt zum Beispiel im Irak lebt, wo die Atemluft mit abgereichertem Uran verseucht ist und deshalb fast keine gesunden Kinder mehr zur Welt kommen -
Mit welchen Übungen genau kann man dann erreichen, wieder gesunde Kinder zu bekommen?
2. Chris
Kommentar vom 2. März 2010 um 10:56
Hier hilft keine Meditation oder Selbstmanipulation.
In der Welt begegnen uns Fiesigkeiten und Ungerechtigkeiten, die wir nicht unter Schmerzen akzeptieren müssen.
Das ist grundfalsch.
Hier ist Courage angesagt.
Machmal müssen wir für unsere Überzeugungen und eine Zukunft, die wir uns erst einmal aufbauen müssen mit unseren Taten einstehen.
Erst durch unsere Taten nehmen wir am Leben aktiv teil.
3. Andreas
Kommentar vom 14. März 2010 um 13:40
Ich habe niemals behauptet, dass sich alle Probleme dieser Welt durch Meditation oder sonstige Übungen lösen lassen.
Ich sage auch nicht, dass es darum geht, sich selbst derart zu manipulieren, dass man das Schlechte nicht mehr wahrnimmt und alle Übel einfach verdrängt.
Ich kann aber für diejenigen, die leiden beten. Ich kann meine Vorstellungskraft und meinen Glauben für eine bessere Welt einsetzen. Ich kann helfen, wo ich helfen kann.
Ich jedem Fall muss ich aber erst einmal bei mir selber ansetzen. An der eigenen Heilung arbeiten, um geheilt zu werden. Erst dann kann ich anderen helfen, sie in ihrer Heilung zu unterstützen.
4. Chris
Kommentar vom 15. März 2010 um 14:46
Prima, so geht es.
5. Chris
Kommentar vom 16. März 2010 um 10:05
Aber dann geht es weiter. Taten müssen folgen.
Ein Beispiel: Eine Kindergärtnerin ist hervorragend ausgebildet in Pädagigik. Sie ist herzensgut und arbeitet mit Freude.
Nun wird sie überlastet. Nachdem die Kollegin weg ist, wird deren Stelle nicht ersetzt. Zusätzlich bekommt sie jetzt noch Kleinkinder und Grundschulkinder während der Ferien. Durch die Überbelastung verliert sie ihre innere Ruhe und hastet, um den Tag zu überleben. Zusätzlich zeigt sich, dass die Heizung kaputt ist und die Wände schimmeln.
Die Gemeinde weigert sich, die Heizung zu reparieren, den Schimmel zu bekämpfen und eine weitere Kraft einzustellen.
Was würdest du in dieser Situation zun?
6. Andreas
Kommentar vom 16. März 2010 um 10:51
Eine typische Situation in einer von Überlastung geprägten Zeit. Ich kenne dies – wenn auch auf andere Art und Weise. Das Wichtigste in dieser Situation ist, trotz allem ruhig, gelassen und geerdet zu bleiben und nicht aufzugeben. So schwierig es ist: Durchhalten ist angesagt. Mut ist gefordert. Entscheidend dabei ist das Denken und die Fokussierung. Diese darf nicht auf den Problemen liegen, also auf dem Ist-Zustand, sondern muss auf den gewünschten Zustand gerichtet sein. Gedanken sind Schwingungen und ziehen das an, was der Schwingung entspricht. Auch hier: Innere Ruhe, Zuversicht, Glaube und Liebe ebnen den Weg für die Lösung der Probleme. Auch wenn der gerade bestehende Zustand aussichtslos erscheint: er ist eine persönliche Herausforderung, die am Ende zu persönlichem Wachstum führt. Und wie gesagt: das Wichtigste ist, die Aufmerksamkeit auf den gewünschten Zustand zu legen und somit aus der Rolle des Beobachters dessen, was gerade ist, herauszukommen. Solange die Aufmerksamkeit auf den Schwierigkeiten liegt, werden diese gestärkt und somit größer. In dem Moment, in dem die Aufmerksamkeit auf den gewünschten Zustand gerichtet wird, wird dieser gestärkt. Angesehen davon würde ich – wenn die Gemeinde nicht bereit ist, die Probleme zu beheben, die Gemeindemitglieder mit ins Boot holen, angefangen bei den Eltern der Kinder. Vielleicht gibt es jemanden darunter, der fähig und bereit ist, den Schimmel zu bekämpfen und die Heizung zu reparieren. Vielleicht kann aber auch Geld gesammelt werden. Und wenn alles nichts hilft, hilft vielleicht die Öffentlichkeit (so z.B. durch einen Zeitungsartikel)… Ich bin überzeugt davon, dass – wenn die Schwingung positiv ist, auch Positives angezogen wird. Also auch hier eine Frage der Aufmerksamkeit…
7. Chris
Kommentar vom 17. März 2010 um 12:49
Was unternimmst du, um deine Ideale zu erreichen?