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Wo ist Gott wenn du ihn brauchst?

Diese Frage hat sich bestimmt jeder schon einmal gestellt. Ich auch. Vor allem in Zeiten, in denen alles aus den Fugen zu geraten scheint. So auch in dieser Zeit… Gibt es eine Antwort? Ja, die gibt es. Gott ist da! Wo? Hier. Schau dich um. Gott ist überall. Und dann schliesse einfach die Augen und vergiss, was du gesehen hast. Denn alles, was du gesehen hast, ist ohne wahre Bedeutung. Aber das, was übrigt bleibt, ist Gott. Und zwar in seiner Essenz. Gott ist nicht der Schein – obwohl er auch darin steckt. Gott ist das Sein. Das wahre Sein, das sich hinter allem Schein befindet. Gott ist: Kein Substantiv sondern ein Verb. Gott ist!

Klingt esoterisch? Nein, ist es nicht. Allerdings spielt uns unser Denken, unser Verstand und unser Ego einen Streich nach dem anderen. Wir nehmen die Welt nicht so wahr, wie sie wirklich ist, sondern wir nehmen sie so war, wie wir es wollen. Wie wir es gelernt haben. Und wie wir es glauben. Ob bewusst oder unbewusst.

Das, was wir denken und sehen ist nicht das, was ist. Es ist das, was wir denken und glauben, was ist. Und hat das etwas mit der Wirklichkeit zu tun? Ja, weil das, was wir glauben, unsere Wirklichkeit ist bzw. wird. Und nein, weil das, was wir glauben, einzig und allein das ist, was wir glauben. Gott ist anders. Gott glaubt nicht, Gott ist.

Was also ist Gott, und wo ist Gott, und warum haben wir das Gefühl, von ihm getrennt zu sein?

Wo ist Gott, wenn wir ihn brauchen?

Als erstes sollte klargestellt werden, dass wir Gott nicht brauchen, da wir Teil Gottes sind. Gott ist in uns. Allerdings gibt es einen inneren Widersacher, der uns Gott abstreitig macht: das Ego. Da, wo das Ego die erste Geige spielt, spielt Gott keine aktive Rolle, sondern schaut bzw. hört zu. Unser Ego hat keine Bedeutung wenn Gott anwesend ist, denn da, wo Liebe ist, ist Gott. Aber da, wo Angriff und Zweifel sind, ist Gott zwar auch, allerdings schreit das Ego so laut, dass Gottes sanfte Stimme übertönt und überschattet wird. Unser Ego tut alles in seiner Macht stehende, um uns von Gott zu trennen, denn wenn wir nicht von ihm getrennt sind oder uns nicht von ihm getrennt fühlen, unterliegt das Ego und wird machtlos, sinnlos. Und dann sind wir von diesem getrennt, und das Ego stirbt. Und das will es um jeden Preis verhindern.

Also wo ist Gott, wenn wir ihn brauchen? Er ist da. Immer. Und wenn wir das endlose Gebrabbel unseres Egos zum Schweigen bringen, taucht er plötzlich auf. So, wie er schon immer da war. Und dann ist alles gut. Dann gibt es keine Verurteilung sondern Vergebung. Keinen Hass sondern Liebe. Keinen Schein sondern Wahrheit. Keine Dunkelheit sondern Licht.

Alles, was ist, ist Gott. Und alles, was wir sind, ist auch Gott. Aber nur, wenn es uns gelingt, das Ego auszuschalten. Den Verhinderer. Das Ego will, aber Gott ist. Der Ermöglicher.

Und der Ermöglicher ist immer da, wenn wir ihn brauchen.


Unsere ganz persönliche individuelle Wirklichkeit

Die wörtliche Bedeutung des Begriffes Realität ist Wirklichkeit. Aber was ist wirklich? Wirklich kommt von wirken, und somit ist die Realität das Ergebnis vorheriger Ursachen. Gleichzeitig ist Realität immer nur eine momentane – das heisst in genau diesem Moment bestehende – Bestandsaufnahme dessen, was uns umgibt und dessen, was wir subjektiv wahrnehmen. Die Quantenphysik hat aufgezeigt, dass Bewusstsein nötig ist, um Realität zu bewirken. Somit ist Realität eine vom individuellen Bewusstsein wahrgenommene Möglichkeit.

Gibt es eine Realität ohne einen Beobachter der Realität? Ohne ein Bewußtsein, das die Realität zu dem macht, was sie ist? Wenn wir davon ausgehen, das wir uns als Menschen in einem starren Umfeld bewegen – der angeblichen Realität – was ist dann unsere Aufgabe? Uns den Dingen und Umständen zu fügen, uns damit abzufinden, dass die Welt halt so ist, wie uns weißgemacht wurde? Nein! Wir sind schöpferische Wesen mit der Macht und der Fähigkeit, unsere Realität zu gestalten.

Und genau das tun wir – ob bewusst oder unbewusst. Es gibt nicht eine uns umgebende starre Realität. Wir sind im Zentrum – im Mittelpunkt – der von uns selbst erschaffenen Wirklichkeit. Wir haben die Wahl: Realität als etwas hinzunehmen, mit dem wir uns abfinden müssen oder Realität zu bewirken. Dies geschieht durch unser Denken und Fühlen. Wenn wir uns darauf besinnen, dass wir spirituelle Wesen sind, Teil von Allem-was-ist, dann kommen wir zu der Erkenntnis, dass unsere Realität immer nur das Ergebnis unseres Geistes, Denkens, Fühlens und Bewusstseins ist.

Realität ist eine Auswirkung und keine Ursache. Realität ist das Ergebnis schöpferischer Kräfte. Natürlich gibt es Dinge, die uns umgeben. Dinge, die starr sind (bzw. scheinen), und an denen wir uns unser Schienbein stossen können. Diese Dinge sind Teil der Realität aber nicht Realität an sich. Realität ist das, was wir wahrnehmen und das, dem wir aus den unbegrenzten Möglichkeiten, die Alles-was-ist beinhaltet, unsere Aufmerksamkeit schenken. Realität ist das, was wir – ob bewußt oder unbewußt – entstehen lassen.

Realität ist unsere ganz persönliche individuelle Wirklichkeit.


Die Macht des Glaubens

glaubeDie lebensrichtige Gestaltung basiert auf der Macht des Glaubens. Das bedeutet nicht, einfach nur irgendwie positiv zu denken. Um die Macht des Glaubens zu verstehen müssen wir sie nutzen. Indem wir sie nutzen entwickeln wir sie. Glaube und Denken können trainert werden. Je mehr wir trainieren desto mächtiger werden wir.

Tief in uns befindet sich das grösste aller Geheimnisse, die stärkste aller Kräfte. Das, was wir Ich nennen ist der Geist, der auch in allem anderen steckt. Die Macht, die dieses Universum erschaffen hat. Das schöpferische Element.

Wenn wir denken verwandeln wir statische Energie in dynamische Energie. Wenn wir statische Energie in dynamische Energie umwandeln entsteht Realität. Energie, Bewusstsein, Manifestation

Die Macht des Glaubens ist ein Geschenk das wir behutsam annehmen und weise anwenden sollten.


Lebensrichtige Gesellschaft

Was wäre wenn unsere Gesellschaft sich tatsächlich zu einer lebensrichtigen Gesellschaft entwickeln würde? Zum höchsten Wohle für alle Beteiligten… Wir könnten aufatmen. Wir würden aufblühen. Wenn eine gesunde Portion Egoismus zurückkehrt und die Menschen anfangen, das zu tun und zu denken, was sie glücklich macht, dann wären wir diesem Ziel schon einen gehörigen Schritt nähergekommen.

Ist doch eigentlich erst einmal nichts Schlechtes, oder? Man stelle sich das vor: Eine Gesellschaft, in der ein jeder den Nächsten so behandelt, wie er selbst behandelt werden möchte. In der ein jeder über den Nächsten so denkt, wie andere über ihn denken sollen. Hilfsbereitschaft, Liebe, Freundlichkeit, Ehrlichkeit – vier kleine Schritte auf dem Weg zur großen Veränderung.

Und doch scheinen wir momentan meilenweit davon entfernt zu sein. Aber die Betonung liegt auf “scheinen”. Denn immer mehr Menschen fangen an, sich über die essentiellen Dinge des Lebens Gedanken zu machen. Wie funktioniert Realität? Welche Macht hat das Denken? Was will ich ganz persönlich? Je mehr Menschen sich diese Fragen stellen, und je mehr individuelle Antworten sie darauf finden, desto mehr wandelt sich nicht nur das Bewußtsein des Einzelnen sondern auch das der Gesellschaft. Die Schwingung verändert sich. Wir sind auf dem Weg.

Unabdinglich für diese Veränderung hin zum Licht ist die Beseitigung der Dunkelheit. Und wie beseitigt man Dunkelheit? Ganz einfach: Man schaltet das Licht an. Also schalten wir doch das Licht an. Aber wo ist der Schalter? Wir finden ihn nicht, weil wir im Außen suchen. Weil wir Auswirkungen mit Auswirkungen bekämpfen wollen. Der Blick nach Innen zeigt erst einmal nichts und dann alles! Es ist wie immer und überall: Damit etwas wachsen kann, muß es gesät werden. So einfach.

Schon Emerson sagte “Der Mensch ist, was er den ganzen Tag lang denkt”. Und genau darin liegt das Geheimnis. Wir haben unsere Macht abgegeben. Wir opfern unser Leben für das, was andere wollen. Wir denken, was sie wollen, wir haben ausreichend Angst, und wir lassen unsere Geheimwaffe verkümmern. Wenn wir unser Leben ändern wollen, müssen wir unser Denken ändern. Wenn wir unsere Gesellschaft ändern wollen, müssen wir unser Denken ändern. Wir lassen uns treiben von unserem Verstand und den von außen auferlegten Denkstrukturen. Bewegen uns als Marionetten in einem Spiel, das wir nicht verstehen.

Wir spielen den aufopferungswilligen Statisten für andere. Wir nehmen einfach hin, dass das Leben halt so funktioniert, wie uns weißgemacht wurde. Wir arbeiten bis zum umfallen, haben immer weniger davon und fragen uns irgendwann ob das alles gewesen sei und vor allem: wofür? Und diese Frage ist berechtigt. Wofür zahle ich pro Liter Benzin fast 90 Cent an den Staat, wenn dieser das Geld nicht lebensrichtig verwendet? Wofür opfere ich mich auf, rackere mich ab? Damit andere hinterher ihr Geld zählen und meins ohne Rücksicht auf Verluste einfach verblasen?

Wir nähern uns dem Kern. Der Frage aller Fragen. Was will ich? Wenn ich mich in meinem Denken auf das konzentriere, was ich will, und das zum höchsten Wohle für alle Beteiligten, dann nähern wir uns alle einer lebensrichtigen Gesellschaft. Eine Gesellschaft, in der ein jeder seinen willkommenen Platz hat. In der ein jeder willkommen ist. Eine Gesellschaft des Miteinander, des Füreinander.

Eine Gesellschaft, die so ist, wie eine Gesellschaft sein sollte: Heimat für alle Individuen. Natürlich muß und wird es Regeln geben, aber Regeln, die allen und nicht nur einigen dienen. Unsere Gesellschaft ist das Umfeld aller Individuen. Und als Individuum wollen und müssen wir uns individuell erfahren. Dies ist der Plan Gottes. Und somit auch unser Plan.

Also beginnt die lebensrichtige Gesellschaft mit der Veränderung des Einzelnen. Wir alle müssen uns und unser Leben überdenken. Uns fragen, warum wir hier sind und was wir wirklich wollen. Und wenn wir diesen Fragen ernsthaft nachgehen, werden wir uns verändern, wird sich die Gesellschaft verändern.

Und zwar zum höchsten Wohle für jeden Einzelnen und alle Beteiligten.