Lebensrichtige Gesellschaft
2. November 2009 von Andreas | 2 Kommentare
Was wäre wenn unsere Gesellschaft sich tatsächlich zu einer lebensrichtigen Gesellschaft entwickeln würde? Zum höchsten Wohle für alle Beteiligten… Wir könnten aufatmen. Wir würden aufblühen. Wenn eine gesunde Portion Egoismus zurückkehrt und die Menschen anfangen, das zu tun und zu denken, was sie glücklich macht, dann wären wir diesem Ziel schon einen gehörigen Schritt nähergekommen.
Ist doch eigentlich erst einmal nichts Schlechtes, oder? Man stelle sich das vor: Eine Gesellschaft, in der ein jeder den Nächsten so behandelt, wie er selbst behandelt werden möchte. In der ein jeder über den Nächsten so denkt, wie andere über ihn denken sollen. Hilfsbereitschaft, Liebe, Freundlichkeit, Ehrlichkeit – vier kleine Schritte auf dem Weg zur großen Veränderung.
Und doch scheinen wir momentan meilenweit davon entfernt zu sein. Aber die Betonung liegt auf “scheinen”. Denn immer mehr Menschen fangen an, sich über die essentiellen Dinge des Lebens Gedanken zu machen. Wie funktioniert Realität? Welche Macht hat das Denken? Was will ich ganz persönlich? Je mehr Menschen sich diese Fragen stellen, und je mehr individuelle Antworten sie darauf finden, desto mehr wandelt sich nicht nur das Bewußtsein des Einzelnen sondern auch das der Gesellschaft. Die Schwingung verändert sich. Wir sind auf dem Weg.
Unabdinglich für diese Veränderung hin zum Licht ist die Beseitigung der Dunkelheit. Und wie beseitigt man Dunkelheit? Ganz einfach: Man schaltet das Licht an. Also schalten wir doch das Licht an. Aber wo ist der Schalter? Wir finden ihn nicht, weil wir im Außen suchen. Weil wir Auswirkungen mit Auswirkungen bekämpfen wollen. Der Blick nach Innen zeigt erst einmal nichts und dann alles! Es ist wie immer und überall: Damit etwas wachsen kann, muß es gesät werden. So einfach.
Schon Emerson sagte “Der Mensch ist, was er den ganzen Tag lang denkt”. Und genau darin liegt das Geheimnis. Wir haben unsere Macht abgegeben. Wir opfern unser Leben für das, was andere wollen. Wir denken, was sie wollen, wir haben ausreichend Angst, und wir lassen unsere Geheimwaffe verkümmern. Wenn wir unser Leben ändern wollen, müssen wir unser Denken ändern. Wenn wir unsere Gesellschaft ändern wollen, müssen wir unser Denken ändern. Wir lassen uns treiben von unserem Verstand und den von außen auferlegten Denkstrukturen. Bewegen uns als Marionetten in einem Spiel, das wir nicht verstehen.
Wir spielen den aufopferungswilligen Statisten für andere. Wir nehmen einfach hin, dass das Leben halt so funktioniert, wie uns weißgemacht wurde. Wir arbeiten bis zum umfallen, haben immer weniger davon und fragen uns irgendwann ob das alles gewesen sei und vor allem: wofür? Und diese Frage ist berechtigt. Wofür zahle ich pro Liter Benzin fast 90 Cent an den Staat, wenn dieser das Geld nicht lebensrichtig verwendet? Wofür opfere ich mich auf, rackere mich ab? Damit andere hinterher ihr Geld zählen und meins ohne Rücksicht auf Verluste einfach verblasen?
Wir nähern uns dem Kern. Der Frage aller Fragen. Was will ich? Wenn ich mich in meinem Denken auf das konzentriere, was ich will, und das zum höchsten Wohle für alle Beteiligten, dann nähern wir uns alle einer lebensrichtigen Gesellschaft. Eine Gesellschaft, in der ein jeder seinen willkommenen Platz hat. In der ein jeder willkommen ist. Eine Gesellschaft des Miteinander, des Füreinander.
Eine Gesellschaft, die so ist, wie eine Gesellschaft sein sollte: Heimat für alle Individuen. Natürlich muß und wird es Regeln geben, aber Regeln, die allen und nicht nur einigen dienen. Unsere Gesellschaft ist das Umfeld aller Individuen. Und als Individuum wollen und müssen wir uns individuell erfahren. Dies ist der Plan Gottes. Und somit auch unser Plan.
Also beginnt die lebensrichtige Gesellschaft mit der Veränderung des Einzelnen. Wir alle müssen uns und unser Leben überdenken. Uns fragen, warum wir hier sind und was wir wirklich wollen. Und wenn wir diesen Fragen ernsthaft nachgehen, werden wir uns verändern, wird sich die Gesellschaft verändern.
Und zwar zum höchsten Wohle für jeden Einzelnen und alle Beteiligten.


