Interview mit Gott
2. November 2009 von Andreas | 10 Kommentare
F: Wie geht es Ihnen heute?
Gott: Danke der Nachfrage. Mir geht es blendend. Ich wachse und gedeihe, breite mich aus und bin. Und selbst?
F: Hm. Ich fürchte, ich ruhe nicht ganz so in mir wie Sie. Vor allem bin ich etwas durcheinander.
Gott: Das ist menschlich. Ein typisch menschliches Problem. Was ist denn los?
F: Ich fühle mich manchmal etwas überfordert. Vor allem jetzt, da ich endlich all die Fragen stellen kann, die mir schon so lange auf dem Herzen liegen. Es gibt so vieles, was ich wissen will, und jetzt weiß ich gar nicht so recht, wo ich anfangen soll…
Gott: Wie wär’s denn damit: Wer bist du – und wer bin ich?
F: Danke, ja, das bringt eigentlich schon den wesentlichen Teil meiner Fragen auf den Punkt. Also gut – fangen wir damit an: Wer sind Sie?
Gott: Ich bin das Namenlose, dem ihr Menschen einen Namen gegeben habt. Ich bin Alles-was-war, Alles-was-ist und Alles-was-sein-wird. Ich bin. Ich bin die Substanz, aus der alles entsteht und das, was entsteht. Ich bin der Schöpfer und die Schöpfung. Ich bin Wachstum und Entwicklung, ich bin Kraft, Liebe und Freude. Ich bin alles, und alles ist in mir.
F: Und wer bin ich?
Gott: Du bist ein ganz individueller Teil von mir. Eine einzigartige Ausprägung. Du bist meine und deine Chance, dem Großen und Ganzen eine weitere Besonderheit zu geben. Weißt du, ich will mich entfalten und wachsen. Ich will die Freude spüren – die Freude des Wachstums, der Entwicklung, der Entfaltung, das Glück des schöpferischen Moments. Du kannst mir dabei helfen. Und gleichzeitig hilfst du dir damit selbst, indem du meinem Dasein eine neue Ausprägung schenkst – und deinem Leben einen Sinn gibst.
F: Das klingt so einfach, so leicht. Ich habe schon mein ganzes Leben nach dem Sinn gesucht – aber irgendwie habe ich ihn noch nicht gefunden.
Gott: Weil du falsch denkst. Falsch siehst. Falsch empfindest. Ich habe den Eindruck, dass du vor lauter Suchen das Finden vergessen hast. Vielleicht solltest du damit anfangen, das Dauergewitter in deinem Kopf abzuschalten. Kein Wunder, dass du durcheinander bist. Seit deiner Geburt hast du so viele Eindrücke gesammelt, so viele Erfahrungen gemacht und so viele Lehren und Meinungen gehört, das für das Wesentliche kein Platz mehr ist. Also: schalte einfach mal den Strom ab. Den Strom unbändiger Gedanken, Bilder, Gefühle.
F: Und wie kann ich das?
Gott: Indem du dir bewußt wirst, dass ein Großteil der Gedanken, die dir durch den Kopf schießen, Illusionen sind. Das Bild, dass du von deiner Welt hast, ist eine Illusion: Die Erde ist nicht flach, die Sonne kreist nicht um die Erde und Materie ist nicht fest. Ängste und Sorgen sind Illusionen: Nichts weiter als kleine (oder große) Blitze, die durch dein Gehirn schießen und dir (dein in Wirklichkeit anerzogenes) fehlendes Sebstbewußtsein vorgaukeln. Du bist wie ich, aber leider hast du das vergessen, und so verbringst du deine wertvolle Zeit damit, durch dein eigenes illusorisches Labyrinth zu tappen in der Hoffnung irgendwann einen Ausweg zu finden. Alles quatsch. Stell den Film ab. Mach das Licht aus. Sei still. Und höre nach Innen.
F: Meinen Sie Meditation?
Gott: Nenn es wie du willst. Es geht nicht um irgendwelche dogmatischen geistigen Verrenkungen. Die betreibst du schon dein ganzes Leben lang. Es geht darum, den Strom der oberflächlichen Gedanken abzustellen, damit du in die Tiefe vordringen kannst. In die Tiefe des Seins. In die Tiefe des Augenblicks. In die Tiefe deines Inneren. Dort – und nur dort – findest du dein wahres Wesen. Dein wahres Leben. Deine wahre Verbundenheit und deine wahre Einzigartigkeit.
F: Na ja, theoretisch klingt das sehr schön – aber wie stelle ich das praktisch an? Ich kann doch nicht einfach meine Gedanken abstellen.
Gott: Doch, das kannst du. Du kannst sein, haben und tun was auch immer du willst. Du kannst also auch deine Gedanken kontrollieren. Du kannst dich entscheiden: Du kannst dich von dem Spiel spielen lassen oder das Zepter in die Hand nehmen und selber spielen. Oder, um mal ein etwas anderes Bild zu verwenden: Beim Essen stopfst du dir doch auch nicht nonstop den Mund voll und immer voller, oder? Wenn du Hunger hast nimmst du einen Bissen, kaust, schluckst ihn herunter. Und wenn du satt bist lässt du es gut sein und verdaust das Essen.
F: Stimmt. Auf das Denken bezogen stopfe ich mich ununterbrochen voll, wenn ich ehrlich bin. Gut, ich werde es mit Meditation probieren – auch wenn ich immer noch nicht genau weiß, wie…
Gott: Setz dich einfach bequem hin. Schließe deine Augen. Konzentrier dich auf deinen Atem oder auf deine Nasenspitze. Lass die Gedanken, wenn sie kommen, einfach ziehen wie Wolken, die am Himmel vorüberziehen. Lass los. Entspanne deine Muskeln, deine Nerven, deinen Geist. Fang einfach an, aber mach es jeden Tag. Von nichts kommt nichts, sagt ihr doch immer so schön, oder?
F: Ok. Eine andere Frage: Stimmt es, dass ich tatsächlich der Schöpfer meines eigenen Lebens bin? Dass ich meine Erfahrungen erschaffe?
Gott: Ja natürlich stimmt das. Ich sagte ja schon: Du bist wie ich. Und du bist auf dieser Welt, weil du es wolltest. Weil du deine Erfahrungen machen wolltest. Und nicht, weil du mal sehen wolltest, was andere für Erfahrungen für dich auf Lager haben. Oder wie irgendwelche Lose oder Würfel darüber entschieden haben, wie dein Leben aussehen soll.
F: Heißt das ich habe mich bewußt für dieses Leben entschieden? Und wenn ja, in welcher Dimension habe ich mich da befunden?
Gott: Ja, du hast dich ganz bewußt für dieses Leben entschieden. Übrigens nicht nur für dieses. Du bist ein Teil von mir – und unser Sein ist nicht auf irdisches Leben beschränkt. Auch nicht auf eine rationale Dimension. Dein und mein wahres Sein ist dimensionslos. Wir sind einfach. Wir baden im Meer der Unendlichkeit. Tanzen den Tanz der Strahlen des göttlichen Seins. Aber ich will dich nicht noch weiter verwirren. Lass uns zurückkehren zu deinem irdischen Dasein. Zu deinem Leben. Zu deiner Schöpfung.
F: Ist denn mein Leben meine Schöpfung?
Gott: Ja, und zwar ausschließlich. Du allein bist für alles verantwortlich, was dir geschieht. Auch wenn du das nicht glaubst. Auch wenn du das nicht hören willst. Auch wenn du das nicht verstehst.
F: Ich verstehe tatsächlich nicht…
Gott: Es ist ja auch einfacher, die Schuld für das, was dir geschieht, anderen in die Schuhe zu schieben. Und es ist einfacher, so zu tun, als wäre alles, was dich umgibt, einfach da. Starr und vorbestimmt. Und du bist einfach nur ein Spielball, den das Schicksal nach gutdünken hin und her schlägt. Einfach aber falsch. Einfach falsch. Du bist ein Schwingungswesen, und deine Schwingung zieht Erfahrungen und Umstände an wie ein Magnet. Du bist ein Sender, der Schwingungen aussendet, und das Gesetz der Anziehung, das stärkste aller universellen Gesetze, sorgt dafür, dass du bekommst, was du ausstrahlst.
F: Und wie kann ich lernen, richtig zu schwingen? Was kann oder muss ich tun, um ausschliesslich das zu erschaffen, was ich will?
Gott: Als erstes musst du dir darüber klar werden, was du willst. Dann musst du dich darauf konzentrieren. Richte den Fokus auf das, was du willst und nicht auf das, was du nicht willst. Aufmerksamkeit und Emotion: das sind die Schlüssel um die Tür zum bewußten Erschaffen zu öffnen. Das Gesetz der Anziehung wirkt immer und ist immer tätig. Du erschaffst also auch immer – meisten allerdings eher unbewußt. Achte auf deine Gedanken und Gefühle – sie erschaffen deine Zukunft.
F: Das heißt, ich sollte mir meiner Gedanken und Gefühle immer bewußt sein?
Gott: Ja, aber nicht nur das: Du mußt lernen, so klar zu denken und zu fühlen, dass deine Gedanken und Gefühle dein Unterbewußtsein prägen. Du musst sein, bevor du bekommst, was du willst. Und du bekommst, was du bist. So einfach ist das.
F: Das ist eine Menge Futter. Ich werde darüber nachdenken und danke für dieses Gespräch.
Gott: Gerne. Und vergiss nicht: Du bist Teil von mir!
Die digitale Welt ist ein Spiegel der Gedanken der Menschen. Und lebensrichtig.de ist ein Spiegel meiner Gedanken. Allerdings soll dies nicht ausschliesslich so bleiben – richtig lebendig wird diese Website erst, wenn sich auch deine Gedanken darin spiegeln. Und dies geschieht, indem du, lieber User, mitmachst.
Wenn wir im Einklang mit dem Universum sind, nutzen wir die Kraft des Jetzt. Dann sind wir im Flow. Schwingen harmonisch in der großen Symphonie der Schwingungen. Das Jetzt ist der Ort der Kraft. Dort begegnen wir unserem höheren Selbst.
Also Schluss mit Ellenbogen ausfahren, mit anderen beherrschen und manipulieren. Schluss mit Angst, Unsicherheit, Hass, Konkurrenzdenken und Krankheit. Klar, die Lobby wird sich wehren. Die Kirche wird sich wehren. Die Wirtschaft wird sich wehren. Die Politik wird sich wehren. Die Medien werden sich wehren.

