Gedanken Blogbeitrag

29.01.2020

Die hohe Schule des Einfädelns

Lebensrichtiger Blogbeitrag über die Transformation, den Aufstieg und das Goldene Zeitalter.
Bild von beate bachmann auf Pixabay

Wir bewegen uns auf etwas zu, das ich in diesem Artikel einfach das Nadelöhr nennen möchte. Der Begriff Nadelöhr beschreibt am besten, um was es sich dabei handelt: ein Ereignis, das uns bevor steht und auf das wir uns vorbereiten sollten. In diesem Artikel geht es um das, was ist, das, was kommt, das, was danach kommt und darum, was wir tun können, um durch das Nadelöhr hindurch zu gelangen. Das Nadelöhr ist dadurch gekennzeichnet, das es nur einen sehr kleinen und äusserst schmalen Durchgang bietet, hinter dem sich etwas Neues und Großes offenbart. Um hindurch zu gelangen müssen wir uns einfädeln. Was das alles genau und vor allem in der Praxis bedeutet, möchte ich im folgenden Beitrag erläutern.

Seit Jahren hören wir von einem bevorstehenden Event. Die Menschen versuchen, sich alles Mögliche darunter vorzustellen. Doch all diese Vorstellungen sind schwammig, unvollkommen und unklar; vor allem erscheinen die meisten davon sinnlos. Die Menschen hoffen, dass etwas geschieht, das alles gut macht - seien es Ausserirdische, die in ihren Raumschiffen landen, um uns zu retten, seien es aufgestiegene Meister, die uns mit einem Fingerschnipp aus unserem selbsterzeugten Schlamassel befreien, sei es ein Finanzcrash, aus dem wie durch Zauberhand eine neue Gesellschaft aufersteht oder ein Systemwechsel, durch den das Schlechte in mysteriösen Schubladen verschwindet und das Gute plötzlich zur schon lange sehnsüchtig erwarteten allgemeinen Wirklichkeit wird.

Ich kann die Sehnsucht dahinter und den Wunsch nach einer schönen neuen Welt nachvollziehen, und nicht nur das: Auch Selina und ich haben uns schon des Öfteren in die Reihe derer, die auf derartige Wunder warten und hoffen, dass sie endlich geschehen mögen, eingereiht. Auch wir sind unseren Weg gegangen, und der war wirklich lang. Wenn du dich im Dunklen befindest, dann beginnt nun einmal der Weg ins Licht in der Dunkelheit. Wenn du nichts sehen kannst, machst du Fehler, da du vielen Irrtümern unterliegst. Das ist ganz normal und sollte nicht verurteilt werden. Auch wir verurteilen das nicht, denn wir wissen: Jeder hat seinen eigenen Weg, jeder hat sein eigenes Tempo, seinen eigenen Wissensstand, seine eigenen Erfahrungen und sein eigenes Karma.

Die Individualität jedes Einzelnen muss also bei diesen Überlegungen berücksichtigt werden. Und, um das vorwegzunehmen: Es geht auf keinen Fall darum, die Individualität in ein gleichförmiges Einheitsdenken hineinzupressen. Das kann und wird auch nicht funktionieren, es sei denn, man plant eine Schöne Neue Welt, die einer schrecklich Schönen Neuen Weltordnung bedarf. Einige wirklich böse Menschen versuchen das seit geraumer Zeit, und sie scheinen fast erfolgreich damit zu sein, da immer noch viele Menschen schlafen und nicht merken, wie ihnen der Boden der Freiheit unter den Füssen weg gerissen wird.

Doch nun findet ein grosses Erwachen statt, und deshalb werden deren Pläne scheitern. Auf das grosse Erwachen werde ich in einem weiteren Artikel noch näher eingehen. Hier soll es aber erst einmal um die Wiederentdeckung der Ganzheit gehen, in der alles Individuelle harmonisch und in Frieden miteinander existiert und sich perfekt ergänzt. Soviel schon einmal zu dem, was uns hinter dem Nadelöhr erwartet.

Das es dazu nicht kommen wird, wenn sich nicht jeder Einzelne darauf vorbereitet, liegt eigentlich auf der Hand. Der Faden muss durchs Nadelöhr, ansonsten tut sich gar nichts. Doch nicht nur das: Wir müssen uns nicht einfach nur irgendwie - oder noch besser richtig gut - darauf vorbereiten, sondern wir müssen vor allem zu denen werden, die das Wissen nicht nur kennen, sondern auch leben. Das sind die, auf die wir die ganze Zeit gewartet haben. Eigentlich ganz logisch, oder?

Wie sollen wir auch in Frieden miteinander leben, wenn wir keinen Frieden in uns haben? Wie wollen wir Harmonie schaffen, wenn wir keine Harmonie kennen und leben? Und woher soll Liebe kommen, wenn nicht aus unseren Herzen?

All die Menschen, die glauben, dass ein Wandel stattfindet, ohne dass sie sich selber wandeln, müssen wir enttäuschen: Der Wandel kommt nicht von außen, sondern von innen. Wir sind diejenigen, die den Raum hinter dem Nadelöhr gestalteten, und um ihn zu gestalten, müssen wir uns einfädeln, indem wir zu dem werden, was wir uns wünschen. Und dafür stellt uns Gott ein Nadelöhr zur Verfügung, und wir sind der Faden.

Wenn ich mich nach Frieden sehne, muss ich ihn in mir finden. Wenn ich in einer harmonischen Welt leben möchte, muss ich Harmonie in mir schaffen. Wenn ich geliebt werden will, muss ich selber lieben. Dabei sollte ich jedoch wissen, dass Liebe nichts ist, was ich tue, um etwas zu bekommen. Das ist keine Liebe, sondern Bestechung. Nicht nur die Amerikaner nennen das Quid pro quo, und dieser Begriff, der für dies für das steht, ist gerade in aller Munde, da es angeblich das ist, was Trump getan hat und weswegen er nun (völlig ungerechtfertigterweise) des Amtes enthoben werden soll - was uns gewissermassen zeigt, wie wichtig der Einfädelungsprozess ist.

Apropos Trump: Er ist ein wichtiger Wegbereiter auf dem Weg zum Nadelöhr, und auch oder gerade weil die halbe Welt der Meinung ist, er sei der Böse, ist er doch derjenige, der seine Versprechen hält (und das hat absoluten Seltenheitswert unter Politikern). Er bereinigt den Sumpf, indem er ihn aufzeigt und trockenlegt. Zur Erinnerung: Trump hat vor der Wahl gesagt, was los ist, und was er nach der Wahl tun wird.

Der Sumpf ist ein vor Falschheit, Boshaftigkeit und knallhartem Egoismus triefendes menschlich-morphogenetisches Feld, und diejenigen, die diesen Sumpf gestalten, also zum Triefen bringen, sind auf dieser Seite des Nadelöhrs für all die Dinge verantwortlich und zuständig, von denen wir hoffen, dass es sie auf der anderen Seite nicht mehr geben wird. Indem wir sie gewähren lassen, tragen wir zum Sumpf bei. Wir Menschen geben den Dämonen die Macht, die sie benötigen um uns für ihre Zwecke zu benutzen. Und wenn sie uns benutzen, werden auch wir dämonisch.

Der Sumpf ist unvorstellbar gross, tief und triefend, und das nicht nur in den USA, sondern weltweit. Die Bereinigung des Sumpfes ist jedoch nicht Inhalt dieses Artikels, sondern eines nächsten, und der Kampf gegen die tiefe Sumpfstaatlichkeit und die äusseren Dämonen ist auch nicht der Weg durch das Nadelöhr. Es ist nur der allgemeine und vor allem äußere Teil des Weges dorthin, der unter dem Motto Das grosse Erwachen steht.

Der wichtigere Teil, um den es in diesem Artikel geht, findet in uns selber statt. In jedem einzelnen Menschen. Wir sind jetzt nicht nur die News, wie Q so schön sagt, sondern wir sind auch und vor allem die Wegbereiter: WWG1WGA. Wo einer hingeht, gehen wir alle hin, oder, mit etwas mehr Schmackes: Einer für Alle, Alle für Einen.

Das ist es, worum es jetzt geht - für dich, mich, uns, alle: Wir müssen wieder Verantwortung übernehmen; Verantwortung für unser Leben, für unsere Gedanken, für unsere Gefühle und für unsere Handlungen. Verantwortung zu übernehmen bedeutet, den Wandel nicht länger auf andere zu schieben und nicht länger darauf zu warten, dass er einfach so stattfindet, ohne dass wir etwas dafür tun. Verantwortung zu übernehmen, setzt zweierlei voraus: Wissen und Wahrheit. Beides zusammen führt in die Wahrhaftigkeit, und nur wenn ich wahrhaftig bin, kann und werde ich auch verantworten, was ich denke, fühle und tue.

Damit das mit dem Verantwortung übernehmen auch funktioniert, möchte ich zunächst einige Begriffe in diesem für unsere gemeinsame Zukunft so wichtigen Zusammenhang durchleuchten und meine Sicht darauf erläutern. Dadurch wird dieser Artikel zwar etwas umfangreicher, aber erstens kann dies helfen, die Zusammenhänge besser zu verstehen, zweitens unterstützt es die Vorbereitung auf das Nadelöhr, also das Einfädeln, und drittens beginnen wir so bereits jetzt mit der Manifestation dessen, was hinter dem Nadelöhr kommt. Wir sind es nämlich, die die andere Seite erschaffen. Wir sind der Event. Wir sind diejenigen, auf die wir gewartet haben. Wir sind der Same, aus dem die Zukunft erwächst.

Wissen

Der Begriff Wissen hat vielerlei Bedeutung, doch wahrhaftiges Wissen ergibt immer einen Sinn für das Ganze, steht mit dem Ganzen in Zusammenhang und nutzt dem Ganzen. Wahrhaftiges Wissen handelt nicht nur vom Relativen, sondern setzt es in einen Zusammenhang mit dem Absoluten. Dieses Wissen benötigen wir, wenn wir die Dinge und vor allem uns selbst wirklich ändern wollen.

Dabei geht es nicht um Expertentum, sondern um ganzheitliches Wissen. Der Experte kann sein ganzes Leben damit verbringen, nach Details zu forschen, doch wenn er am Ende seines Lebens nichts Grosses herausgefunden hat, nämlich dass er die Seele und nicht der Körper ist, hat er trotz aller Forschung sein Leben vergeudet und den Zweck des Daseins weder verstanden noch umgesetzt.

Insofern handelt es sich bei dem Wissen, das wir erlangen sollten, um uns einzufädeln, um das Wissen von der ganzheitlichen Wirklichkeit. Harmonie, Liebe und Frieden sind nicht in der materiellen Illusion zu finden, in der wir leben und die uns alle umgibt, weil wir sie tagein, tagaus miterschaffen und aufrechterhalten, anstatt sie zu zerstören.

Wirklichkeit

Die Wirklichkeit ist nicht das, was sichtbar ausgedrückt, geformt und manifestiert wurde, sondern die Wirklichkeit ist das, was wirkt, und das, was wirkt, ist unsichtbar. Das Sichtbare ist nur die manifestierte Realität, und die ist immer nur vorübergehend. Sie ist wandelbar, und sie wandelt sich auch - ständig, fortwährend, immer. Sie ist vergänglich, und alles Vergängliche ist gewissermassen und aus höherer Perspektive Illusion.

Wirklichkeit ist diese höhere Perspektive der Nicht-Illusion. Es ist die Ebene jenseits der vergänglichen Illusionen, die zwar real sein können und auch real sind, die aber immer vergehen. Das Wirkliche hingegen bleibt. Das Wirkliche ist unwandelbar und somit ewig. Die Ewigkeit liegt jenseits der Zeit, ist also nicht unendlich lang, sondern ewig zeitlos.

Wir müssen wissen, dass es mehr gibt als die uns bekannte Realität, dass es ein materielles Diesseits und ein spirituelles Jenseits gibt, dass das Diesseits vergeht und das Jenseits ewig ist. Die diesseitige Realität ist nur ein verzerrtes und daher unvollkommenes Spiegelbild der jenseitigen Wirklichkeit. Das macht die Realität nicht irreal oder unbedeutend - ganz im Gegenteil. Es macht sie zu etwas ungeheuer Wertvollem: Zur Ebene der erfahrbaren Erfahrungen, die uns in die Erkenntnis führen - sofern wir dies zulassen und bereit dafür sind. Ja: Wir erfahren das, was wir erfahren, damit wir etwas erkennen können.

Wenn ich das weiß, dann weiß ich, dass ich einen anderen Sinn finden muss, als ständig nur einem Glück hinterherzujagen, das hier im Diesseits nicht zu finden ist. Das gibt dem Leben einen neuen und wahrhaftigen Sinn, denn dann vergeude ich nicht länger meine wertvolle Zeit und Lebenskraft, um Illusionen zu erschaffen und aufrechtzuerhalten. Wenn ich den Sinn des Lebens kenne und entsprechend lebe, indem ich entsprechend handle, zerstöre ich stattdessen alle meine Illusionen, da sinnvoll zu leben Wahrhaftigkeit voraussetzt, und in der Wahrhaftigkeit haben Illusionen keinen Raum.

Wahrheit

Der Sinn des Lebens liegt in der Wahrheit. Was ich mit Wahrheit meine, ist nicht eine relative Wahrheit, sondern die absolute Wahrheit, die uns alle zum wahren Sinn des Lebens führt. Wenn du mich jetzt fragen würdest, was die absolute Wahrheit ist und wieso ausgerechnet ich sie kennen sollte, dann würde meine Antwort lauten:

Die Frage ist falsch! Die absolute Wahrheit ist keine Sache. Sie ist kein Objekt, sondern ein Subjekt. Die absolute Wahrheit ist keine Theorie, sondern die Ursache für Alles. Es geht nicht um ein was?, sondern um das wer?! Die absolute Wahrheit ist eine Persönlichkeit mit Intelligenz und Wille. Eine vollkommene Persönlichkeit, von der alles ausgeht und die von niemandem übertroffen werden kann. Diese Persönlichkeit ist somit die Höchste Persönlichkeit.

Diese vollkommene Persönlichkeit war vor allem anderen, und sie wird sein, wenn alles andere vorbei ist. Aus dieser Persönlichkeit geht die kosmische Manifestation hervor, von ihr wird sie erhalten, und sie wird sie vernichten.

Alles was ist, ist eine Erweiterung dieser urersten und ewigen Persönlichkeit, gewissermassen so auch du, ich und alle anderen, und doch ist sie nicht alles. Aber alles, was ist, geht aus ihren Energien hervor. Sie ist die absolute Wahrheit, und diese Wahrheit ist Gott, die liebende Quelle - nicht der strafende Gott der Religionen. Wir werden wieder zum Teil dieser Wahrheit, wenn wir uns ihr wieder zuwenden.

Ich weiss das, weil Gott selbst das Wissen offenbart hat und immer wieder aufs Neue offenbart, wenn es in Vergessenheit gerät. Sein Wissen ist das Wissen hinter allen heiligen Schriften: das Wissen der Veden, der Bibel und des Koran. Auf seinem absoluten Wissen beruht jedes relative Wissen aller Zeitalter, aller Mysterienschulen und aller Religionen. Und ich weiss es, weil Gott als Überseele in mir weilt, und weil ein Aspekt von Ihm mich als Überselbst begleitet, wohin auch immer ich gehe. Ich kann mit Ihm reden, und ich rede mit Ihm, weil ich weiss, das Er mein Freund ist, und ich schätze Seine Freundschaft über alles.

Wenn Sein absolutes Wissen von der absoluten Wahrheit nicht von Menschen falsch interpretiert und somit verfälscht wird, ist es die reine Wahrheit, die dich freimacht. Alles andere ist Werkzeug der maya, Seiner illusionierenden äusseren materiellen Energie, die als Tugend, Leidenschaft und Unwissenheit erscheint und den Geist verunreinigt, sofern er nicht auf die transzendentale Spiritualität ausgerichtet ist.

Der verunreinigte Geist weiss nichts, sondern er spekuliert. Alle Spekulationen beruhen auf dem jeweils individuellen relativen Wissen, das derjenige zuvor in seinem Leben gelernt hat. Es ist das Wissen des Diesseits, der vorübergehenden Realität - nicht das Wissen des Jenseits, der ewigen Wirklichkeit. Wenn ich nur das materielle Diesseits kenne und nichts von der spirituellen Wirklichkeit weiss, dann kann und werde ich keine Verantwortung übernehmen.

Verantwortung

Verantwortung zu übernehmen bedeutet, Antworten auf die wesentlichen Fragen geben zu können, wie: Wer bin ich?, Was bin ich?, Wo bin ich?, Warum bin ich hier?, Was denke ich?, Was glaube ich? und Warum tue ich das, was ich tue?

Wenn ich diese Fragen nicht nur wahrheitsgemäss beantworten kann, sondern meine Antwort auch einen Bezug zur Wirklichkeit hat und mein Handeln nicht nur mir, sondern dem Ganzen dient, dann übernehme ich als Teil des Ganzen Verantwortung für mich als Teil und für das Ganze. Und das Übernehmen unserer Verantwortung ist unsere Aufgabe; eine Verantwortung, die wir alle tragen müssen.

Nun ist das Ganze aber nicht nur die Summe seiner Teile. Das Ganze ist mehr als das. Es ist die Ganzheit, die auf Wissen und Wahrheit beruht, und die Frieden, Harmonie und Liebe ausdrückt, weil das ihre innere Essenz ist.

Zur Erinnerung: Gott ist eine Persönlichkeit, und diese Persönlichkeit ist ewig und somit unzerstörbar. Das bedeutet, dass das Wesen dieser Persönlichkeit Frieden, Harmonie und Liebe ist. Wenn dem nicht so wäre, würde sich die Persönlichkeit bereits selber schon längst zerstört haben, was aber nicht der Fall ist, denn Gott ist ewig, und sein Körper ist sac-cid-ananda-vigraha: ewiges glückseliges Wissen.

Frieden

Frieden bedeutet, alle Einseitigkeiten zu überwinden und Brücken zu bauen. Jede Einseitigkeit steht im Widerspruch zu allem, was nicht mit ihr übereinstimmt. Dadurch werden Konflikte erzeugt, die dazu führen, dass sich Gegenseiten bekämpfen. Einseitigkeiten bilden kein ausgeglichenes Ganzes, sondern wollen und müssen das einzig Wahre und Richtige sein.

Die einzige Wahrheit, die einzige Religion, die einzig richtige Meinung, die einzige Partei: Sie alle wollen und müssen als Sieger aus dem Spiel der Dualität hervorgehen, die keinen Sieger kennt. Wer in diesem Meinungskampf gewinnt, gewinnt immer nur vorübergehend, wer die anderen oder das andere besiegt, muss seine Vormachtstellung bald wieder abgeben, da jeder derartige Sieg nicht der Wahrheit entspringt, sondern der Illusion. So ein Sieg beruht nicht auf Liebe, sondern auf Nichtliebe, und daher muss es zerfallen.

Frieden bedeutet, keine Konflikte auszutragen, um als Sieger aus dem Kampf um die Vorherrschaft hervorzugehen, indem der Gegner vernichtet wird. Frieden entsteht, wenn das Gegeneinander durch harmonisches Miteinander ersetzt wird. Frieden entsteht, wenn ich mir nicht wichtiger bin als die anderen, wenn das Wohl der anderen genauso wichtig ist, wie mein eigenes Wohl. Frieden entsteht, wenn ich mich als liebende Seele erkenne, die Teil eines harmonischen Ganzen ist. Frieden entsteht, wenn ich Verantwortung übernehme: für mein Wohl, für das Wohl des anderen und für das Wohl des Ganzen. Frieden entsteht durch jeden einzelnen Menschen.

Frieden wird herrschen, wenn die Menschen Frieden in sich finden, indem sie sich von der Illusion ab- und der Wirklichkeit zuwenden und dann diesen Frieden ausstrahlen. Die Wirklichkeit ist Gott, und so wird Frieden herrschen, wenn die Menschheit gottesbewusst geworden ist. Gottesbewusstsein ist die Voraussetzung für ein friedliches Miteinander. Jesus hat das bereits vor 2000 Jahren gelehrt und vorgelebt. Christusbewusstsein ist keine nette und vielversprechende Idee, sondern gelebte Wahrheit, und nur gelebte Wahrheit führt zu Harmonie, da die absolute Wahrheit Harmonie ist. Nur im Gottesbewusstsein kann ich die spirituelle Wirklichkeit in der materiellen Welt ausdrücken.

Harmonie

Harmonie ist ein Zustand der Ausgeglichenheit. Dieser herrscht nur in der Polarität, in der sich die gegensätzlichen Pole gegenseitig bedingen und somit ergänzen, nicht aber in der Dualität, in der sich die Gegenseiten bekämpfen und vernichten.

Verursacher dieses ständigen Kampfes um den Sieg durch Vernichtung ist das, was auch jede Gegnerschaft erzeugt, indem es Trennung erzeugt und alles spaltet: das falsche Ego. Dieses Ego, das falsche Ich, ist nicht das harmonische Selbst, sondern sein Gegenspieler. Es drückt nicht Liebe aus, sondern Nichtliebe. Es handelt nicht selbstlos, sondern immer selbstsüchtig.

Jedes Lebewesen ist eine spirituelle Seele, doch das falsche Ego als Herrscher über die fein- und grobstoffliche Welt, bringt das inkarnierte Lebewesen, die Seele, dazu, sich mit der Stofflichkeit zu identifizieren. Dadurch fällt es aus der ausgeglichenen Polarität der Ganzheit in die unausgeglichene Dualität der Trennung.

In der Polarität der Ganzheit herrscht Harmonie zwischen den individuellen und unterschiedlichen Polen. Diese bilden gemeinsam ein Ganzes, so wie eine Medaille zwei unterschiedliche Seiten hat, jede mit ihrer eigenen Individualität und Selbständigkeit, aber keine der beiden Seiten ist wichtiger, und keine der beiden Seiten behauptet, die einzig richtige oder die wichtigere zu sein. Keine der beiden Seiten kämpft bis zu ihrem Tod, um die andere Seite zu vernichten, damit es keine Gegenseite mehr gibt. Keine der beiden Seiten glaubt, selber die ganze Medaille zu sein.

Harmonie bedeutet, Vielfalt nicht nur zu akzeptieren, sondern auch alles Gegenteilige oder Andersartige nicht nur zuzulassen, sondern anzuerkennen und sogar zu fördern - sofern es nicht dem Ganzen Schaden zufügt. Zerstörung hat in der Ganzheit keinen Platz, und wir sollten ihr auch keinen Raum einräumen. Harmonie ist ein Ausdruck der Liebe. Wann immer Liebe gelebt wird, herrscht Harmonie. Wann immer Liebe nicht zugelassen oder verhindert wird, entsteht Unausgeglichenheit, die Unfrieden und somit Disharmonie erzeugt, und Disharmonie führt in die Dualität und stärkt sie. Jede Stärkung der Dualität führt zu einer Schwächung der Polarität und unterwandert die natürliche Ordnung.

Liebe

Liebe ist die Tätigkeit der absoluten Wahrheit. Wenn die absolute Wahrheit nicht länger nur in sich selber ruht, sondern sich ausdrücken möchte und somit aktiv wird, dann erweitert sie sich, indem sie sich hingibt. Hingabe bedeutet, die eigene Kraft zu geben, um Neues zu erschaffen, Bestehendes zu fördern und das Geliebte mit Liebe zu nähren.

Wenn das eigensinnig geschieht, dann ist es keine Liebe, sondern Berechnung. Wenn du dich hingibst, um für dich etwas zu erreichen, dann bist du dir selber wichtiger als das, dem du dich scheinbar hingibst. Somit gibst du dich dann nur dir selber hin, und das ist keine Liebe. Das ist nicht einmal Selbstliebe.

Selbstliebe bedeutet nicht, dass du dich dir selber hingibst. Das wäre ein recht narzisstischer und egoistischer Akt - eine Handlung des falschen Egos. Selbstliebe bedeutet, dass du nicht an dir zweifelst, dich nicht hasst und verabscheust, sondern dich so annimmst und vor allem wertschätzt, wie du bist. Selbstliebe bedeutet, ehrlich zu dir zu sein und wahrhaftig zu dir und deiner Wahrhaftigkeit zu stehen.

Dafür musst du dich jedoch kennen, und das bedeutet zu erkennen, was dein wahres Selbst und was das falsche Selbst ist. Wenn du dein falsches Selbst liebst, dann hat es dich unter Kontrolle. Dann benutzt es dich, und du wirst tun, was es von dir verlangt. Dann ist deine Liebe nicht selbstlos, sondern selbstbezogen, und das ist keine wahre Liebe. Somit gibst du nicht, was du hast - nämlich dich - sondern nimmst dir, was das falsche Ich braucht. Dann hältst du dich für das falsche Selbst.

Das wahre Selbst nimmt nicht, sondern gibt. Sein Wesen ist Hingabe, und seine Liebe ist bedingungslos. Wenn du keine Bedingungen für deine Handlungen stellst, erzeugst du auch kein Karma. So kannst du dich aus dem Kreislauf der Wiedergeburt befreien. Selbstlose Liebe ist der Schlüssel, und das Höchste Ziel der selbstlosen Liebe ist die Höchste Persönlichkeit Gottes.

Energien

Von der Höchsten Persönlichkeit Gottes gehen alle Energien aus, die es gibt. Es gibt vielfältige Energien, doch drei davon sind für uns wesentlich. Die innere, die äußere und die marginale Energie. Die Höchste Persönlichkeit Gottes ist die Quelle der Energien, wird von ihnen aber nicht beeinflusst.

Die innere Energie ist die spirituelle Energie, aus der die spirituelle Wirklichkeit hervorgeht. Sie ist sozusagen der Kern der absoluten Wahrheit. Sie bildet die Substanz des Königreichs Gottes, das ewig jenseits der Vergänglichkeit existiert.

Die äußere Energie ist die materielle Energie, aus der die vergängliche materielle Natur hervorgeht. Diese Natur wird erschaffen, erhalten und in immer wiederkehrenden Zyklen vernichtet. Die Erscheinungsweise des Erschaffens ist die Tugend, die des Erhaltens die Leidenschaft und die des Vernichtens die Unwissenheit.

Die marginale Energie ist im Grunde spirituell. Aus ihr gehen die Lebewesen hervor, bzw. sind Teil von ihr. Jede Seele ist somit ein spirituelles Gottesteilchen. Allerdings ist die Seele mit einem freien Willen ausgestattet, und so kann das Lebewesen wählen, ob es als spirituelles Teilchen agiert und in Liebe dem Ganzen und dem spirituellen Körper und Reich Gottes individuell dient, oder ob es sich davon löst und seine geringfügige Unabhängigkeit missbraucht, um sich und somit sein falsches Selbst zum getrennten Ganzen - zum Pseudogott - zu erklären.

Jede Energie - diese drei wie auch alle anderen - hat eine Quelle, und die Quelle ist Gott. Somit sind auch die sogenannten kosmischen Energien, die sich derzeit ungemein verstärken, Göttliche Energien. Sie strömen ein, um unseren Aufstieg zu unterstützen. Man könnte auch sagen: Gott ruft seine Seelen zur Vernunft, fordert sie auf, sich zu erinnern und das Königreich der Liebe im Diesseits zu errichten, bevor sie zu Ihm, der ihr Zuhause ist, zurückkehren.

Aufstieg

Der Aufstieg ist ein Aufstieg des Bewusstseins und kein physischer Aufstieg des Körpers. Du kannst dich nicht einfach aus der dreidimensionalen Dualität in eine höhere Ebene der Multidimensionalität versetzen oder dorthin versetzt werden. Das würde weder dein Körper noch dein Geist verkraften. Somit kann und wird es auch keine plötzliche Verschiebung in eine andere Dimension geben. Aber was es gibt, ist eine Reinigung und Anhebung des Bewusstseins.

Diese Reinigung und Anhebung des Bewusstseins ist dein Transformationsprozess. Je mehr du dich transformierst, und zwar aus der Unwissenheit, indem du die Leidenschaft überwindest, in die Tugend und über sie in die reine Liebe hinaus, desto selbstloser wirst du, desto höher schwingst du und desto schneller geht der Fahrstuhl, der dich nach oben bringt. Dieser Fahrstuhl ist kein Ding, sondern dein Bewusstsein, das - je mehr es gereinigt wird - umso höher schwingt. Dieser Aufstieg des Bewusstseins ist kein linearer, sondern ein exponentieller Prozess.

Du als Seele bist Bewusstsein, das derzeit in einen Körper eingezogen ist, um eine materielle Erfahrung zu machen. Der Grund, warum du jetzt in diesem Körper bist, ist nicht, dass du dadurch besser geniessen kannst, sondern weil deine Handlungen dich genau an diesen Punkt gebracht haben, an dem du bist. Dein Licht hat sich in die Materie und deine Seele somit auf eine Wanderung begeben, bei der du eine Evolution durch unvorstellbar viele Leben und Körper durchlaufen hast, die mit Involution begann. Du hast jetzt die Chance, dein Dasein nicht nur zu erleben, sondern bewusst zu erheben, und das bedeutet, dich zu verändern, indem du dich wieder dem Licht zuwendest.

Diese Veränderung führt über die Selbsterkenntnis zur Selbstverwirklichung. Das ist der Grund, warum du hier bist: Um dein wahres Selbst zu verwirklichen. Wenn du das erkennst und beginnst, es zu tun, also dein Licht zu leben, dann bereinigst du dein Bewusstsein von allem, was dich daran hindert. Du erkennst deine Schatten und beseitigst sie, indem du hinsiehst, dir und anderen vergibst und dich mehr und mehr mit dem identifizierst, was du wirklich bist: eine strahlende Seele, deren Leuchtkraft durch die illusionierende materielle Energie gedimmt wurde.

Aufstieg bedeutet, von der Dunkelheit der Unwissenheit ins Licht der Wahrheit aufzusteigen. Dieser Aufstieg ist die Erhöhung der eigenen Schwingung, und das setzt die Bereinigung des Bewusstseins von allem Niederen voraus. Somit kann der Aufstieg nur durch deine Eigenarbeit geschehen.

Karma

Karma ist das Gesetz von Aktion und Reaktion, von Ursache und Wirkung. Jede Handlung ist eine Ursache, und jede Erfahrung ist eine Wirkung. Dass du jetzt in diesem Körper bist, ist die Wirkung auf das, was du zuvor verursacht hast, und das ist eine Chance - keine Strafe!

Die menschliche Erfahrung ist das Tor zu höherem Bewusstsein. Als Mensch hast du die Möglichkeit, zu erkennen und zu wählen. Du kannst dich höher entwickeln, auf dem Stand bleiben, auf dem du bist oder du kannst im Bewusstsein absinken. Die Erde ist dafür der perfekte Ort, da dieser Planet genau in der Mitte zwischen Licht und Dunkelheit steht und somit die Schnittstelle bzw. das Tor in die niederen und in die höheren Welten darstellt. Du entscheidest dich für Licht oder Dunkelheit, für Aufstieg oder Abstieg. Oder du entscheidest dich für die Leidenschaft, die Leiden schafft. Dann bleibst du, wo du bist und erfährst immer wieder die Dualität, suchst das Glück und findest doch nur Leid.

Die Entscheidung findet nicht nur willentlich durch deinen Entschluss statt, sondern auch und vor allem durch deine Handlungen. Jede Handlung beginnt mit einem Gedanken, und so sind deine Gedanken sozusagen die Grundlage deines Karmas. Wenn deine Gedanken selbstbezogen sind, erzeugst du Karma. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie negativ oder positiv sind. Negative Gedanken erzeugen negatives Karma, positive Gedanken erzeugen positives Karma. Somit führen positive Affirmationen bestenfalls zu besseren Umständen, nicht aber zur wahrhaftigen Befreiung aus dem Leid.

Nur wenn du selbstlos denkst und aus diesen selbstlosen Gedanken selbstlose Handlungen und liebevolle Gefühle hervorgehen, erzeugst du kein Karma mehr. So kannst du aus dem Rad der Wiedergeburt aussteigen, sofern es auch Gottes Wille entspricht. Dein Wille geschehe nicht nur zu sagen, sondern auch zu denken, zu fühlen und danach zu leben, ist eine gute, wenn nicht sogar die beste Voraussetzung, um das Karma zu beenden.

Das Karma beenden bedeutet, nach Hause zurückzukehren, und dein Zuhause ist Gott. Deine wahre Heimat ist das Königreich Gottes, in dem du Gott in individueller Hingabe und Liebe dienst. Diese individuelle Hingabe und Liebe kannst du bereits hier in der materiellen Welt leben. Das ist gelebter Gottesdienst, und dieser Gottesdienst ist deine ursprüngliche Position und deine wahre Bestimmung. Wenn du dieses Bewusstsein erlangst, dann bist du im Christus- bzw. Gottesbewusstsein.

Leid

Um selbstlos zu denken und selbstlos zu handeln, dich somit voll und ganz in Liebe hinzugeben, musst du dein Bewusstsein reinigen. Dein Bewusstsein wurde durch die illusionierende materielle Energie und all ihre Auswirkungen verschmutzt. Das Leben in der materiellen Welt ist in erster Linie die Erfahrung von Leid.

Vom Leid gibt es vielfache Formen. Körper und Geist erzeugen Leid, dein Umfeld und andere Lebewesen erzeugen Leid und die materielle Natur erzeugt Leid in Form von Naturereignissen und Katastrophen. Darüber hinaus gibt es das grundsätzliche und unumgängliche Leid in Form von Geburt, Alter, Krankheit und Tod.

Leid erzeugt Schatten, und diese Schatten zu erkennen, zu verstehen und zu bereinigen ist ein wesentlicher Teil des Aufstiegsprozesses. Der Aufstieg ist innere Arbeit und kein äusseres Ereignis. Die Arbeit besteht darin, hinzusehen, dich und dein wahres Selbst zu erkennen und dieses zu verwirklichen. Bestandteil der Selbstverwirklichung ist auch die Gottesverwirklichung, denn Gott ist in einem Seiner Aspekte auch dein Überselbst, und solange du Gott nicht in deinem Bewusstsein verwirklichst, Er also nicht Bestandteil deines Bewusstseins ist, solange bist du dir Gottes nicht bewusst. Gottesbewusstsein ist aber die Voraussetzung, um den Aufstiegsprozess zu vollenden. Die Vollendung gipfelt in so etwas wie einem Event.

Event

Der Aufstiegsprozess gipfelt in einem ekstatischen Moment wahrhaftiger Erkenntnis, deren Folge wahrhaftige selbstlose Liebe ist. Das ist der Moment, in dem du in die Wirklichkeit eintauchst und wieder mit deiner Seele verschmilzt, ohne dass das Ego dazwischenfunkt. Es ist der Moment, in dem du aufgrund selbstloser Liebe das falsche Ego überwindest und transformiert hast, und diese Transformation krönt und beendet deine eigene Transformation.

Aus der Raupe wird dann sozusagen der Schmetterling. Er hat sich selbst aus dem Kokon befreit, der aus der materiellen Energie gesponnen wurde. An der Luft der Illusion ist die aus dem Ego austretende Geistflüssigkeit zu Fäden erstarrt, die sich verfestigt und Dunkelheit erzeugt haben.

Die Dunkelheit war notwendig, damit der Same der Wahrhaftigkeit in Ruhe in dir keimen konnte. Sobald die selbstlose Hingabe geboren wird, häutet sich das falsche Selbst, und hervor tritt die Seele, der wahrhaftige Gottesfunke, der sich zu einem Feuer entfacht hat, das nun als Schmetterling in die Freiheit der Liebe fliegt.

Das ist die zugegebenermassen sehr poetische Beschreibung des Höhepunkts der Transformation. Auf diesen Punkt steuern wir zu, und damit es so vielen Menschen wie möglich möglich wird, ihn zu erfahren, verstärkt die Quelle ihre spirituelle Liebesenergie.

Kosmische Einflüsse

Diese Energie kommt in Form von kosmischen Wellen, die die Stofflichkeit inklusive der fein- und grobstofflichen Körper durchfluten, durchdringen und durchlichten. Dies bewirkt geistige Entwicklungsschübe und Erkenntnissprünge, die nicht nur psychische, sondern auch starke körperliche Auswirkungen haben können. Wunder dich also nicht, wenn es dir mal nicht so gut dabei geht. Der Körper wird mit verwandelt, durchlichtet, gereinigt und geheilt, und das kann sich durchaus in unangenehmen Symptomen äussern. Das ganze System wird durchgerüttelt, aufgeweckt, gereinigt und angeregt, alle Illusionen zu erkennen, um in die Wirklichkeit zurückzukehren. Das ist ein wesentlicher Teil des Reinigungsprozesses, der sich im Moment, in dem er stattfindet, sehr unangenehm anfühlen kann.

Die Rückkehr in die Wirklichkeit ist kein plötzlicher Schritt, sondern ein langsamer und sich immer mehr intensivierender Prozess. Er beginnt mit dem Erwachen erst eines einzelnen Menschen und führt dann zum Erwachen der Menschheit. Zumindest zum Erwachen aller Menschen, die bereit dafür sind, und die auch erwachen wollen. Das bedeutet also nicht, dass jeder Mensch auch notwendigerweise erwacht, denn das eigene Erwachen ist immer noch eine individuelle Entscheidung, die auf dem freien Willen basiert. Diese Entscheidung wird aber durch die einströmenden kosmischen Energien unterstützt und gefördert.

Entrückung

Ein Event wird irgendwann in irgendeiner Form eintreten. Wann und wie genau, weiss niemand ausser Gott. Aber da Gott als Überseele in jedem Wesen weilt, kann Er auch von innen heraus zu uns sprechen und uns etwas darüber mitteilen. Eine durchaus vorstellbare Möglichkeit, die bereits in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts prophezeit wurde, ist eine Entrückung der Menschen. Diese Entrückung wäre so etwas wie ein Schubs in einen Moment ausserhalb der Zeit, in dem ein Lebensfilm abläuft, der dazu führt, dass die eigenen Fehler und Irrtümer gesehen und erkannt werden - ähnlich einer Nahtoderfahrung.

Fehler und Irrtum ist das, was ohne Liebe ist, und in diesem entrückten Moment ausserhalb der Zeit besteht die Möglichkeit, all das nicht nur zu erkennen, sondern auch zu verstehen und zu bereuen und dadurch einen inneren Wandel zu vollziehen, der von der Nichtliebe in die Liebe und von der Dunkelheit ins Licht führt. Das wäre ein Event, der zur einer tatsächlichen Umkehr der Menschen führt, und der dazu beitragen würde, das Bewusstsein zu reinigen, Erkenntnis zu erlangen und aufgrund von Erkenntnis ein neues Bewusstsein auch zu leben.

Dieses mögliche Ereignis wurde im nordspanischen Garabandal prophezeit, und erscheint mir doch um einiges realistischer da sinnvoller, als der plötzliche Wandel durch den Eingriff angeblicher aufgestiegener Meister oder Ausserirdischer. Auch dies kann theoretisch zwar geschehen, doch solltest du dich dann fragen, ob diese Wesen in wahrhaftiger und somit selbstloser Liebe kommen und wirklich dir und dem Ganzen dienen, oder ob auch sie wieder nur eine eigene Agenda verfolgen, die nicht dem Licht, sondern der Dunkelheit entspringt und die nicht der gesamten Menschheit, sondern nur einigen wenigen - zu denen du sicherlich nicht zählen wirst - wirklich dient. Und jeder sollte sich fragen, was so etwas bringt, wenn sich das Bewusstsein nicht nachhaltig ändert, da es gereinigt und erhöht wird.

Das Licht ist die absolute Wahrheit Gottes. Die Dunkelheit ist der Eigenwille dämonischer Kräfte, die Gott verleugnen und die Kontrolle über die Menschheit und den Planeten erlangen wollen. Es gilt also, achtsam und aufmerksam zu sein und auch zu bleiben und bewusst das zu tun, was getan werden muss, um durch das Nadelöhr zu gelangen: In Liebe die Feinde besiegen.

Feinde

Ähnlich wie bei der Frage nach der absoluten Wahrheit, werden die meisten Menschen aufgrund der Verwirrung durch die illusionierende materielle Energie auch dazu neigen, falsch an die Frage nach den Feinden heranzugehen. Die wahren Feinde, die besiegt werden müssen, wenn wir das Nadelöhr durchschreiten wollen, sind nicht die anderen. Wir wollen doch die Dualität, in der immer die anderen, die eine andere Meinung haben, die Schuldigen sind, überwinden und in die Harmonie des Friedens gelebter Liebe und Harmonie zurückkehren.

Die Feinde sind nicht die anderen, sondern die Feinde sind in uns. In jedem von uns. Es sind nicht wirklich unsere Feinde im herkömmlichen Sinne, sondern es sind die Feinde des Gottesbewusstseins. Es sind Eigenschaften der Gottlosigkeit, der Nichtliebe und des falschen Egos. Sie sind sozusagen unsere Schatteneigenschaften. Es sind die Eigenschaften, die uns davon abhalten, wahrhaftig zu sein und selbstlos zu lieben.

Die wahren Feinde sind unsere Anhaftungen, negativen Emotionen, selbstsüchtigen Gedanken und lieblosen Triebe. Zu den Feinden zählen Gier, Neid und Missgunst, Sorge und Furcht, Feindseligkeit und Hass, aber auch falsches Geltungsbewusstsein, Hochmut, Stolz und der Drang, Fehler bei anderen zu finden. Auch Völlerei, Genusssucht, Lust, Traurigkeit und Trägheit müssen wir zu den Feinden zählen, die besiegt werden müssen. Die Feinde sind unsere dämonischen Eigenschaften, die uns selber zu Dämonen machen, wenn wir sie nicht besiegen. Sie erscheinen in der Form von Unwissenheit und Leidenschaft und manchmal sogar in der Form von Tugend. Sie verunreinigen uns, machen uns träge und halten uns in der Illusion, selber Gott zu sein.

Wir müssen unsere Feinde bekämpfen, und das sollten wir in und mit Liebe tun. Das bedeutet, das Schwert der Wahrheit zu zücken und mit ihm alles zu durchtrennen, was uns an diese inneren Feinde bindet. Zu lieben bedeutet nicht, einfach nur nett zu allem und jedem zu sein. Das ist keine Liebe, sondern Dummheit. Wir können in Liebe kämpfen, wenn wir den Kampf für Gott und für unsere Seele führen, und wir können in und mit Liebe unsere Feinde besiegen. Der Liebesakt, der zur Bereinigung des Bewusstseins und zum Sieg über unsere inneren Feinde führt, beginnt mit Vergebung.

Vergebung

Bei der Vergebung geht es nicht darum, einige gut und schön klingende Worte zu sprechen, sondern darum, die inneren dunklen Löcher mit Licht zu füllen, emotionale Wunden zu heilen und schlechte Gedanken auszulöschen. Vergebung hat dann stattgefunden, wenn die Erinnerung daran, dass es da mal eine Verletzung gab, gelöscht ist. Erst dann haben die vier berühmten Sätze des Ho’oponopono (Es tut mir leid. Bitte verzeih mir. Ich liebe dich. Ich danke dir.) ihr Ziel erreicht.

Das Ziel ist es, die bitteren Früchte vergangener Handlungen - ob von uns oder von anderen - aufzusammeln und zu entsorgen. Dies geschieht durch Erkenntnis und in Liebe. Die Erkenntnis bringt das ins Licht, was hinter den Handlungen stand und somit zu ihnen geführt hat, und die Entsorgung geschieht durch das liebevolle Verständnis, dass uns das gar nicht verletzen konnte. Nichts und niemand ist in der Lage, die Seele zu zerstören.

Das, was verletzt wurde, war immer nur das falsche Selbst, das sich leicht verletzen lässt, und das jede Verletzung, anstatt sie zu heilen, rächen will. Es verlangt Gerechtigkeit, sieht aber nicht, dass ohnehin Gerechtigkeit herrscht, denn die Naturgesetze sind vollkommen gerecht. Sie sorgen dafür, dass jeder das erhält, was er verdient, und dass jeder die Früchte erntet, die er sät. Die Menschen glauben, dass sie die Handelnden sind, doch in Wahrheit handelt die Natur durch sie.

Und so verletzt sich das falsche Selbst selber, und es verletzt andere, da es die inneren Feinde nicht besiegt hat. Das, was verletzt, ist niemals die Seele, sondern es sind die oben aufgeführten dämonischen Eigenschaften, die wir überwinden müssen, und wir überwinden sie, indem wir uns und den anderen zuallererst vergeben - voll und ganz vergeben, und das bedeutet: aus ganzem Herzen. Das ist keine leichte Aufgabe und stellt gewissermassen einen wesentlichen Teil der Meisterprüfung im Aufstieg dar: Hasse die Sünde, aber liebe den Sünder.

Das ist die Form von Liebe, die wirklich heilt, und zwar uns selbst, wie auch die anderen. Damit wir die Prüfung bestehen, müssen wir jedoch nicht nur vergeben, sondern wir müssen auch unterscheiden lernen.

Unterscheidungsvermögen

Solange wir nicht in der Lage sind, das Eine vom Anderen zu unterscheiden, solange werden wir immer wieder in die an jeder Ecke lauernden Fallen des Menschseins hineingeraten, und zwar meist, ohne es in dem Moment zu merken. Es ist bei weitem nicht alles Liebe, bei weitem nicht alles Licht, bei weitem nicht alles Rechtens und es ist bei weitem nicht alles echt. Wir müssen lernen zu erkennen, was was ist. Das ist eine der wichtigsten Aufgaben, wenn wir uns dafür vorbereiten, das Nadelöhr zu passieren.

Die Schwierigkeit besteht darin, dass wir in dieser materiellen Welt geblendet sind. Wir werden von künstlichem Licht geblendet. Jede Illusion strahlt künstliches Licht aus, denn sonst könnten wir von Illusionen nicht geblendet werden. Das erste, was wir lernen müssen zu unterscheiden, ist also das Licht. Welches Licht ist echt und welches ist künstlich? Um das zu verdeutlichen, werde ich einen ganz kurzen Blick auf die Esoterikszene werfen, denn hier vermischt sich echtes mit künstlichem Licht auf ganz subtile und somit sehr gefährliche Art und Weise.

Künstliches Licht lässt z.B. einen erhofften Event so real erscheinen, dass die Menschen Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat und Jahr für Jahr nicht nur daran glauben, sondern ihn auch jeden Moment erwarten. Dabei merken sie nicht, dass mittlerweile bereits Jahre vergangen sind, seit das Ereignis angekündigt wurde. Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat und Jahr für Jahr werden die Lügen wiederholt, und dadurch werden sie für diejenigen, die sie ständig hören, und die daran glauben wollen, immer mehr zur Wahrheit.

Diese relative Wahrheit hat jedoch keine Substanz. Hätte sie Substanz, dann hätte sie bereits etwas bewirkt. Aber nichts ist geschehen, und trotzdem hoffen die Menschen weiter, glauben weiter und warten weiter, dass die von ihnen ersehnte Wahrheit endlich Wirklichkeit wird. Was das so gefährlich macht, ist die Tatsache, dass diese Menschen in der Zeit, in der sie auf das Eintreten ihrer Wahrheit warten, davon abgehalten werden, etwas zu tun - das zu tun, was nötig ist, damit genau das, worauf sie warten und was die angebliche Wahrheit verspricht, eintritt.

Der Wandel ist ein innerer Wandel - kein äusserer. Natürlich wandelt sich die äussere Welt und das Geschehen auf der Weitenbühne ständig - sonst wäre es nicht Teil des Lebens. Aber der äussere Wandel verwandelt die Menschen nur in seltenen und sehr schwerwiegenden Fällen. Wenn sich die Menschen jedoch nicht verwandeln, wie soll ein äusserer Wandel dann zu einer wahrhaftigen Wende führen? Diese Wende tritt nur ein, wenn die Menschen erkennen, und je mehr sie erkennen, desto mehr werden sie unterscheiden.

Es ist nicht alles eins. Ich habe schon oft darauf hingewiesen und wiederhole es hier an dieser Stelle, weil das im Aufstiegsprozess, der ja ein Bewusstseinswandel ist, wesentlich ist. Das Wesen der wahren Einheit, die eine Ganzheit ist, ist die Unterschiedlichkeit: Einheit in Vielfalt. Und wenn es Unterschiede gibt, müssen wir diese auch erkennen können. Es ist auch nicht alles Gott, und es ist auch nicht alles gut. Das werden wir aber nur erkennen, wenn wir lernen, das Eine vom Anderen zu unterscheiden. Wir müssen lernen, Gutes vom Bösen zu unterscheiden, Licht von künstlichem Licht und von Dunkelheit, richtig von falsch, echt von künstlich und Wahrheit von Lüge. Die Ganzheit kann nur heilen, wenn das Böse verschwindet. Solange es noch herrscht, kann und wird kein Goldenes Zeitalter eintreten. Aber wenn wir dem Bösen die Macht entziehen und das Gute Überhand nimmt, läuten wir das Goldene Zeitalter des Friedens, der Harmonie und der Liebe ein.

Einfädelungsprozess

Je mehr wir lernen zu unterscheiden, umso bewusster werden wir unsere Entscheidungen treffen. Wir werden Schritt für Schritt unseren Weg gehen und uns aus der Dunkelheit zurück ins Licht vorarbeiten. Dieser Weg ist wahrhaftig, da er auf Wahrheit beruht, die Wirklichkeit anerkennt und Frieden, Harmonie und Liebe zum Ziel hat.

Um das Ziel zu erreichen, müssen wir uns von dem befreien, was uns vom Ziel abhält, und genau das sind auch die Dinge bzw. Eigenschaften, die uns zu gross für das Nadelöhr machen. Es bedarf der Bescheidenheit und nicht des Grössenwahns. Wir müssen in die Demut zurückkehren und den Pfad des Hochmuts verlassen. Wir müssen wieder geistig schlank und rein werden. Ansonsten kommen wir nicht durch das Nadelöhr.

Der Einfädelungsprozesss besteht aus der hier beschriebenen Transformation, und diese zu durchlaufen, ist Voraussetzung für den äusseren Wandel. Sie ist es, die den inneren Wandel herbeiführt, der zum äusseren Wandel führt. Mit anderen Worten: Wer diesen Transformationsprozess nicht durchläuft und sich nicht entsprechend einfädelt, indem er sich vor den inneren Veränderungen drückt, kommt nicht durch das Nadelöhr und bleibt auf der Strecke.

Wir stehen als Menschheit vor einem Goldenen Zeitalter, und sei es auch nur ein kleines, also wieder vorübergehendes. Die Veden sagen voraus, dass es etwa 10.000 Jahre dauern wird - im Gegensatz zum Satya-yuga, dem grossen Goldenen Zeitalter, das 1.728.000 Jahre andauert. Dieses nun anstehende kleine Goldene Zeitalter können wir erleben, wenn wir die Eigenschaften ablegen, die verhindern, dass wir es erleben. Das zu verstehen ist essentiell!

Es wird nicht alles gut werden, ohne dass alles gut ist. Das bedeutet: Solange wir noch dämonische Eigenschaften und Tendenzen in uns haben, können wir das Goldene Zeitalter - die andere Seite des Nadelöhrs - nicht erleben, denn dort findet all das keinen Raum mehr und somit auch nicht mehr statt. Wir müssen also unsere Schwächen überwinden und unsere Feinde besiegen - dann können und werden wir bereit sein, das, was in uns ist, auch im Aussen zu erfahren.

Der Einfädelungsprozess, der es uns ermöglicht, durch das Nadelöhr in das neue Goldene Zeitalter zu gelangen, besteht aus unserer eigenen Transformation, und diese Transformation ist letztendlich die Transformation des Egos. Solange wir die vielen dämonischen Schichten des falschen Selbst in und um uns tragen, passen wir nicht durch das Nadelöhr. Nur wenn wir sie ablegen, sind wir rein und klein genug, um hindurch zu gehen.

Wahre Grösse zeigt sich also nicht in Überheblichkeit und Selbstüberschätzung. Wahre Grösse zeigt sich auch nicht in Dingen, die wir besitzen oder an der Anzahl Menschen, über die wir herrschen oder die uns folgen. Wahre Grösse zeigt sich an der Reinheit des Herzens. Das Herz ist der Sitz der Seele (des wahren Selbst) und der Sitz der Überseele (Gott in uns), und solange das Herz durch ein verunreinigtes Bewusstsein getrübt ist, sind auch die Reinheit und Kraft der Seele und der Überseele für uns getrübt. Je klarer das Herz aber wird, desto stärker wird auch die Anbindung an die Seele und die Überseele.

Die Krönung der Anbindung an die Seele und die Überseele, das Selbst und das Überselbst, ist selbstlose Liebe. Selbstlose Liebe ist der Passierschein für das Nadelöhr, denn nur, wenn wir selbstlose Liebe sind, werden wir auch selbstlose Liebe erfahren können, und das ist es, was das Goldene Zeitalter so golden macht: wahrhaftige Liebe. Das ist der Spiegel der Wirklichkeit, der im Zeitalter der Liebe ungetrübt ist und somit die Wirklichkeit des spirituellen Königreichs in die materielle Welt hineinspiegelt.

Das Einfädeln besteht für uns darin, alle Verunreinigungen, Eintrübungen und Verschmutzungen in uns zu erkennen und zu entfernen, damit wir so klar und rein werden, das nichts Unwahrhaftiges mehr in uns ist und von uns ausgeht - und nichts dämonisches mehr in uns ist, das uns am Passieren des Nadelöhrs hindert. Das zu verstehen ist entscheidend. Wir sind diejenigen, auf die wir gewartet haben. WWG1WGA! Gemeinsam können und werden wir es schaffen. Du solltest also wissen: Du bist nicht allein!

In Liebe
Arthos

 

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