Gedanken Blogbeitrag

26.02.2019

Über die Wahrhaftigkeit

Blogbeitrag über die Wahrheit der natürlichen Ordnung und den Weg in die Wahrhaftigkeit der Liebe.
Bildquelle: Pixabay / Myriams-Fotos / CC0 Creative Commons

Heute ist ein guter Tag, um einmal ein Thema anzusprechen, das im alltäglichen Leben für jeden von uns eine wichtige Rolle spielt: Wahrhaftigkeit. Natürlich ist es essentiell, wahrhaftig zu sein, denn wann immer wir nicht wahrhaftig sind, belügen wir uns selbst. Mit jeder Selbstlüge verstärken wir eine Illusion, fallen in sie hinein und haben später grosse Mühe, dort wieder herauszukommen. Im Laufe unseres Lebens haben wir uns aus verschiedensten Gründen immer wieder selbst belogen. Es ist notwendig, diese Lügen zu identifizieren und aufzulösen, denn wenn wir das nicht tun, kleben wir in unserem eigenen Spinnennetz und sind darin gefangen. Lügen sind nicht wahrhaftig.

Was aber ist Wahrhaftigkeit? Erst einmal wird jeder sagen, wenn ich meine Wahrheit vertrete, bin ich wahrhaftig. Das ist verständlich, entspricht aber nicht der Wahrheit - zumindest nicht der Wahrheit, die jenseits aller Einseitigkeiten als absolute Wahrheit bezeichnet werden kann und die immer in der Einheit der Ganzheit liegt. Wenn meine Wahrheit auf einem persönlichen Irrtum beruht, und ich diese und somit den Irrtum vertrete, bin ich nicht wahrhaftig, sondern stur. Und hochmütig.

Das bedeutet in der Folge, dass Wahrhaftigkeit mit Demut beginnt. Die absolute Wahrheit muss mich demütig machen, denn wie könnte ich mich über eine Wahrheit erheben, die so gross und so grossartig ist, dass ich mich nur in Demut in sie einfügen kann? Das Gegenteil von Demut ist Hochmut, und der führt früher oder später zum Fall. Wenn von gefallenen Engeln oder gefallenen Seelen gesprochen wird, dann geht es genau darum: Aufgrund des freien Willens wurde die Entscheidung getroffen, dem Hochmut zu folgen und den Zustand der Demut zu verlassen.

Doch kommen wir zur Wahrhaftigkeit und somit zu dem zurück, was die Wahrheit jenseits aller Einseitigkeiten ist. Um zu verstehen, worum es geht, müssen wir die Perspektive wechseln und uns auf die Ebene der natürlichen Ordnung begeben - die Ebene der Ganzheit. Das Wichtigste dazu vorweg: Die natürliche Ordnung ist nicht menschengemacht! Sie stellt den raumlosen Raum der Göttlichen Gesetze und Prinzipien dar und bildet somit den Rahmen für die Entwicklung allen Lebens.

Die natürliche Ordnung benötigt keine Menschen, um zu sein, aber sie ermöglicht dem Menschen wie allem anderen individuelles Sein. Die natürliche Ordnung ist sozusagen der geistige Ozean, in dem sich Leben entwickeln und ausdrücken kann, wenn sich der Geist (Ozean) in Form einer Idee (Welle) bis in die Dichte der Materie hinein involviert, also einrollt und somit hineingeht. Die natürliche Ordnung ist die höhere Dualität der Göttlichen Schöpfung, in der es das Absolute und das Relative gibt, den Schöpfer und das von ihm Geschaffene.

Die natürliche Ordnung kennt jedoch kein Gut und Böse und liegt somit über der niederen Dualität, die das Ergebnis der Verleugnung der natürlichen Ordnung und der Abspaltung von ihr ist. Die niedere Dualität ist also künstlich und wird ausschliesslich von Menschen erzeugt, die nicht wahrhaftig sind, da sie die Wahrheit entweder nicht erkannt haben oder sie bewusst verleugnen.

Diese niedere, künstliche Dualität ist das Ergebnis einer spaltenden Energie, deren Anliegen nicht die Erhaltung und Erweiterung des Ganzen, sondern dessen Teilung und Beschränkung ist. Sie ermöglicht nicht die Entfaltung des Individuellen, des Relativen, das vom Absoluten abhängig ist, sondern verhindert die Entfaltung dessen, was nicht der eigenen Sichtweise entspricht. Das führt dazu, dass zwei Seiten einer Medaille entstehen, die nicht das Ganze, sondern die Verleugnung des Ganzen repräsentiert und somit eine Illusion darstellt. Es ist die Illusion der Nichtliebe.

In der niederen Dualität wird aus dem Mangel an Liebe heraus immer Einseitigkeit geschaffen, was dazu führt, dass das Gegensätzliche bekämpft wird. Das ist nicht im Sinne der natürlichen Ordnung, die im Gegensatz zur spaltenden niederen Dualität die Einheit der Polarität und die Ganzheit der höheren Dualität darstellt. Die niedere Dualität entstand durch den Fall von der Demut in den Hochmut, und sie reisst alles, was nicht wahrhaftig ist, mit sich in die von ihr erzeugte Dunkelheit, die Maya des Intellekts, der sich von der natürlichen Ordnung nicht nur entfernt, sondern abgespalten hat.

Intellekt ist nicht mit Intelligenz gleichzusetzen, obwohl der Intellekt ein intelligentes Werkzeug ist. Wie jedes Werkzeug kann auch der Intellekt sinnvoll benutzt oder missbraucht werden. Ganz einfach ausgedrückt: Wenn ich demütig bin, ermögliche ich der Weisheit durch meinen Intellekt zu wirken. Wenn ich hochmütig bin, glaube ich, intelligenter zu sein als die Weisheit, die nicht im Kopf sitzt, sondern im Herz. Intelligenz ohne die Weisheit des Herzens ist technisch, kalt und künstlich. Aus ihr ist die künstliche Matrix hervorgegangen, in der die Menschen nun gefangen sind, wie die Fliegen im Netz der Spinne.

Die künstliche Intelligenz, die das Netz der Spinne webt, ist Werkzeug der spaltenden Energie, die innerhalb der Göttlichen Matrix der natürlichen Ordnung die Blase der niederen Dualität erzeugt hat: eine Matrix innerhalb der Matrix. Diese Blase wird von den Menschen, die nicht wahrhaftig sind, nicht nur aufrecht erhalten, sondern sogar ausgedehnt, weil deren Energie in die Illusion fliesst und somit diese durch Trennung von der Wahrheit stärkt. Das, was die künstliche Intelligenz mit der künstlichen Matrix verbindet, ist die Abwesenheit von Weisheit. Weisheit ist die Wahrheit jenseits der Einseitigkeiten der Illusionen des Hochmuts, die Wahrheit Gottes, die auf Liebe beruht und die ausschliesslich Liebe ausdrückt.

Diese Wahrheit ist die Grundlage für Wahrhaftigkeit. Wahrhaftig zu sein bedeutet also nicht, einfach nur eine Meinung zu vertreten, sondern die Wahrheit der natürlichen Ordnung anzuerkennen, zu vertreten und für sie einzustehen. Das führt dazu, dass all jene, die nicht in der natürlichen Ordnung leben, sondern in der Illusion der künstlichen Matrix verhaftet sind, dich angreifen. Als Vertreter der Wahrhaftigkeit bist du ein Störfaktor, der bekämpft und beseitigt werden muss, da die Illusion mit deiner Wahrhaftigkeit nicht aufrechterhalten werden kann.

Die Armee der künstlichen Matrix besteht aus von der Weisheit getrennten Egos. Jeder Mensch, der sich für sein falsches, da nur körperliches und vom Ganzen getrenntes Selbst hält, tritt als Soldat dieser Armee bei, ohne sich dessen bewusst zu sein und zieht in den Krieg gegen die Wahrhaftigkeit. Die Waffe, die von den Soldaten benutzt wird, um die Dunkelheit zu verteidigen und ihre Herrschaft auszubauen, ist der herzlose und kalte Intellekt. Weisheit würde diesen Krieg verhindern, anstatt ihn auszuführen, denn die Weisheit der Liebe vereint, anstatt zu trennen. Sie ermöglicht Leben, anstatt es zu vernichten.

Gott ist die Quelle der Liebe wie der Weisheit. Liebe und Weisheit sind die wesentlichen Aspekte der Wahrheit Gottes, aus der die natürliche Ordnung, Seine Schöpfung, hervorgegangen ist. Die natürliche Ordnung ist Ausdruck der Wahrheit Gottes, und wahrhaftig zu sein bedeutet, diese Wahrheit, die das Licht ist, dem die künstliche Ordnung entgegenwirkt, zu erkennen und zu leben. Jeder, der die Göttliche Wahrheit vorlebt, ist ein Sendbote Gottes, ein Vertreter des Lichts der Liebe, der Demut praktiziert.

Demütig zu sein bedeutet nicht, keinen Standpunkt mehr zu vertreten, sondern den eigenen Standpunkt in die natürliche Ordnung zu verlagern, indem der Intellekt der Weisheit und somit der Göttlichen Intelligenz unterstellt wird. Dies erzeugt bei denen, die nicht die Göttliche Wahrheit, sondern nur ihre eigene vertreten, Widerstand, und Widerstand erzeugt Unmut und Groll, der dann gegen die Wahrhaftigkeit gerichtet wird, da sie Licht auf die eigene Illusion wirft. Demut würde das Licht zulassen, Hochmut hingegen wehrt sich dagegen, denn der würde beseitigt werden, wenn das Licht länger darauf scheint.

Jesus hat dies am eigenen Leib erfahren, aber da er wusste, dass er nicht sein Leib ist, hat er das Leid mit Liebe überwunden, denn er wusste auch, dass die hochmütigen Egos nur nicht wissen, was sie tun. Er hat die Menschen Demut gelehrt und die Wahrhaftigkeit der Liebe vorgelebt, und das in einer Art und Weise, die immer noch Bestand hat. Gott selbst hat durch Jesus sein Göttliches Beispiel gegeben, das so wahrhaftig ist, dass es die Zeit und die von Menschen verdrehten Religionen überdauert hat. Er hat das Bewusstsein der Liebe als Same in die künstliche Matrix gelegt: ein Same, der jetzt aufgeht, wenn wir die Wahrhaftigkeit wieder entdecken.

Es gibt keine Wahrheit, die ohne Liebe ist. Wenn dir also etwas begegnet, das ohne Liebe ist, ist es kein Ausdruck der Wahrheit, sondern ein Ausdruck der Lüge. Das unterscheiden zu lernen, ist Teil des Weges in die Wahrhaftigkeit. Dieser Weg beinhaltet Prüfungen, und jede Konfrontation mit einer Lüge ist eine Prüfung.

Die Lüge möchte dich einlullen, spricht nur deinen Intellekt an und ist ein künstliches Licht, das du als Wahrheit anerkennen sollst. In Wirklichkeit ist sie jedoch das, was sich vor das Licht stellt und dadurch Dunkelheit erzeugt; sie zieht dich in die niedere Dualität hinein.

Wenn du die Lüge zu deiner Wahrheit machst, hast du die Prüfung nicht bestanden und dich in die Dunkelheit der niederen Dualität begeben. Du hast sie auch nicht bestanden, wenn du sie mit einer Gegenlüge bekämpfst. Du bestehst sie, wenn du dich in Liebe von ihr abgrenzt, sie als das erkennst, was sie ist (ein Instrument der spaltenden Energie, die Wahrheit verleugnet) und wenn du dem Menschen vergibst, der dich mit Lüge konfrontiert, da du weisst, dass er nicht weiss, was er tut.

Und wenn du dafür ans Kreuz genagelt wirst, dann wisse, dass deine Wahrhaftigkeit grösser und stärker ist als jede Lüge, denn sie ist Ausdruck des ewigen Lebens, das der Wahrheit Gottes entspringt. Seine Wahrheit ist Liebe, und Liebe ist das, was dich als Geistseele hervorgebracht hat und wohin du als Geistseele zurückkehren wirst.

Die natürliche Ordnung der Liebe ist dein wahres Zuhause, und wenn du Wahrhaftigkeit lebst, führt dich der physische Tod auf der geistigen Leiter eine Stufe weiter auf dem Weg in deine wirkliche Heimat. Die Geistseele stirbt dabei nicht. Sie verlässt nur den Körper, der für sie eine vorübergehende physische Heimat dargestellt hat und steigt auf in die Wahrhaftigkeit des ewigen Göttlichen Lebens, wohingegen die, die dich ans Kreuz nageln, weiter absteigen in eine Dunkelheit, die ohne Liebe ist.

Also lerne, zu unterscheiden und gehe den wahrhaftigen Weg, den goldenen Mittelweg, der durch die Spaltung, die künstliche niedere Dualität zurück in die Einheit der Liebe Gottes, zurück in die höhere Dualität des Schöpfers und seiner Schöpfung führt. Nimm deine Prüfungen an und widerstehe den Lügen, die dich in die Dunkelheit der Illusion der Spaltung hineinziehen wollen.

So entwickelst, veredelst und vervollkommnest du dich als Geistseele, und das ist es, was wirklich zählt. Suche das Licht der Wahrheit in dir und grenze dich von der Dunkelheit der Unwahrheit anderer ab. Dieses Leben ist dir nicht gegeben, um dem Hochmut zu verfallen, sondern damit du lernst, in die Demut zurückzukehren, Liebe zu empfangen und Liebe zu geben. Das ist wahrhaftig - alles andere ist nur eine Illusion des Intellekts ohne Weisheit - eine falsche Verlockung der spaltenden Energie niederer Dualität.

 

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