Botschaft von Arthos

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31.08.2016

Beobachte deinen Verstand

Heute ist ein guter Tag, um Stille zur Entfaltung zu bringen. Stille ist nicht nur die Abwesenheit von Worten - vor allem ist Stille die Anwesenheit von Frieden. Der Frieden der Quelle entfaltet sich aus der Stille, wenn du diese Blume des Lebens in dir findest und sie zum Erblühen bringst. Die Blume des Lebens wurde oftmals missverstanden: Sie ist nicht einfach nur ein esoterisches Konzept über die Entfaltung des Lebens - sie ist der Lotus des Lebens, der sich frei entfaltet, wenn er nicht absichtsvoll in Form gepresst wird, sondern die Freiheit hat, sich bedingungslos eigenständig zu entfalten, um in Liebe erblühen zu können.

Das Leben an sich entfaltet sich wie die Blume aus und in der Stille. Leben wird nicht im Lärm des Alltags und auch nicht im Lärm des Verstandes geboren. Leben ist das, was stattfindet, wenn Worte schweigen, und Leben ist auch das, was stattfindet, wenn der Verstand schweigt. Der Verstand hat keine Ahnung, was Leben ist, aber er versucht immer, ein Konzept darüber zu entwickeln, das seinem Wunsch nach Kontrolle entspricht und das ihm die Macht, die er gerne über das Leben hätte, ermöglicht und aufrecht erhält.

Beobachte deinen Verstand, ohne ihn als Führer anzuerkennen. Hör, was er dir sagt, richte dich aber nicht danach. Dein Ziel ist ein anderes als das deines Verstandes. Wenn du dir von deinem Verstand sagen lässt, was dein Ziel ist, wirst du vielleicht eines Tages sein Ziel erreichen, deines dabei aber mit Sicherheit verfehlen. Dein Ziel liegt auf einer Ebene, die dein Verstand nicht kennt, solange du ihm nicht dieses Ziel vorgibst. Um aber dein wahres Ziel zu erkennen, musst du zuerst alles loslassen, an dem sich dein Verstand festhält. Dann - und nur dann - kannst du in der Stille deines Herzens die Blume finden, deren Erblühen ein Ziel für dich sein könnte.

Der Haken daran: Dieses Erblühen ist nichts, was du tust - und somit kannst du es nicht erreichen, indem du etwas tust. Diese Blume erblüht nur dann, wenn die Voraussetzung für das Erblühen gegeben ist, und die Voraussetzung dafür ist die Freiheit der Stille, die dazu führt, dass sich die Blume des Lebens bedingungslos entfaltet. Nimm diese Worte an, ohne sie zu analysieren. Tauche in die Schwingung dieser Worte ein und erfasse sie mit deinem Herzen. Schalte den Verstand aus - er ist nicht hilfreich dabei, den Frieden zu entwickeln, der benötigt wird, damit sich das Leben frei entfaltet.

Stille ist die Anwesenheit von Frieden. Kannst du die Anwesenheit des inneren Friedens spüren? Du kannst es, wenn du aufhörst, zu denken. Dieser Frieden, von dem ich spreche, liegt in dem Zwischenraum, in dem Raum zwischen den Gedanken. Finde ihn. Betrete ihn. Lass ihn sich entfalten. Frieden ist wie das Leben eine Entfaltung aus dem Inneren. Das Innere entfaltet sich nach Aussen. So entsteht Leben. So erblüht der Lotus. So entsteht auch Frieden.

Mit jedem Wort, das du sagst, und mit jedem Gedanken, den du denkst, wirkst du der Stille und dem Frieden entgegen. Somit sind die vielen Worte, die gesprochen werden, um scheinbar und angeblich Frieden zu ermöglichen, kontraproduktiv, denn sie sind Teil der Trennung und erhalten die Trennung aufrecht. Worte sind niemals das, was Einheit ist, denn Worte grenzen ab, teilen die Einheit und beseitigen den Frieden, der wäre, wenn die Worte nicht gesprochen würden. Stille ist Frieden und Frieden ist Stille.

Wenn du also möchtest, dass sich Frieden auf der Welt entfaltet, dann erzeuge den Frieden in dir. Alles geht von Innen nach Aussen. Wenn du den Frieden in dir findest, dann breitet sich die Schwingung des Friedens aus. Wenn du hingegen all den Gedanken und Worten folgst, die gedacht und gesprochen werden, entfernst du dich vom Frieden. Das heisst nicht, dass du nie wieder sprechen oder denken sollst, aber du musst wissen, dass - wenn du denkst oder sprichst - du nicht im Frieden bist und dass du weder mit Denken noch mit Sprechen Frieden finden oder gar erzeugen kannst. Denken und Sprechen sind Werkzeuge deines Verstandes, und entweder folgst du deinem Verstand, indem du denkst oder sprichst, oder du folgst dem Herzen, indem du schweigst und fühlst. Wenn du schweigst und fühlst, dann weisst du. Wenn du sprichst und denkst, dann glaubst du.

Die Dualität benötigt Worte und Gedanken, denn die Dualität benötigt Trennung. Das Einheitsbewusstsein kennt ebenfalls Worte und Gedanken, allerdings kommen diese nicht aus dem Verstand, und das Einheitsbewusstsein wird auch nicht durch Worte und Gedanken erzeugt. Die Dualität hingegen schon. Du kannst also die Trennung aufrechterhalten und somit die Dualität festigen, indem du den Worten und Gedanken folgst, die vom Verstand erzeugt werden. Oder du gehst in das Einheitsbewusstsein, indem du alles erkennst, annimmst, loslässt und integrierst, was Teil der Trennung und somit Bestandteil der Dualität ist und war und vereinheitlichst es durch deine Liebe. In Liebe erkennst du die Einheit aller Erfahrungen, und in Liebe hüllst du alle Bestandteile aller Erfahrungen in das einheitliche Licht der Liebe.

Das Licht der Liebe enthält alles, was ist, so, wie die Farbe Weiss alle anderen Farben enthält. So ist die Liebe die Einheit von allem, was ist, und wenn du den Weg in das Einheitsbewusstsein gehst, dann gehst du den Weg der Liebe. Dieser Weg beginnt mit dem Erkennen, Annehmen, Loslassen und führt über das Integrieren in die Liebe. In dieser Liebe ist Stille. In dieser Liebe ist Frieden. Liebe ist Stille und Frieden, und zwar die Art von Stille und Frieden, die alles enthält und die für alles sorgt. Somit ist Liebe nicht die Abwesenheit von allem, was nicht Liebe ist, sondern der Zustand, der alles, was nicht Liebe ist, integriert hat - und es somit liebt. Das ist die Stille, die nicht nur Frieden ist, sondern die Stille, aus und in der sich das Leben bedingungslos entfalten kann und wird. Zum höchsten Wohle für alles, was ist.

Heute ist ein guter Tag.

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