Botschaft von Arthos

291
21.03.2020

Das Gold des Herzens

Arthos über den Sturm und wie du diese Zeit am Besten nutzt. Lebensrichtige Botschaft 291.
Bild von Enrique Meseguer auf Pixabay

Heute ist ein guter Tag, um die Zeit der äusseren Krise sinnvoll zu nutzen. Die beste Art, wie du diese Zeit nutzen kannst, ist, aus ihr auszusteigen. Aus der Zeit auszusteigen bedeutet, in den Moment einzutauchen. Wenn du im Jetzt bist, spielen all die Dinge, die in der Vergangenheit stattgefunden haben und die in der Zukunft stattfinden könnten, keine Rolle. Das Jetzt ist der einzig wirkliche Moment, der sich immer genau in der Mitte zwischen Vergangenheit und Zukunft befindet. Sobald du dich in die Vergangenheit oder Zukunft begibst, weil du dich damit beschäftigst, fällst du aus dem Jetzt und der Mitte in den Sog der Zeit, der dich mit vergangenen oder zukünftig möglichen Erfahrungen verstrickt.

Das bedeutet nicht, dass es nicht auch wichtig wäre, dich mit der Vergangenheit und der Zukunft auseinanderzusetzen. Allerdings macht das erst Sinn, wenn du im Jetzt fest verankert bist, denn ansonsten verlierst du dich in illusorischen Zeitgefilden, in Spekulationen, Meinungen, Wünschen, Ängsten, Sorgen und Zweifeln. Und davon lauern derzeit ganze Armeen an jeder Ecke. Das Beste, was du tun kannst, um deren Angriffen zu entkommen, ist genau das, was dir derzeit nicht nur empfohlen, sondern sogar befohlen wird: Halte dich raus und bleibe zuhause.

Es wäre eine gute Idee, das wörtlich zu nehmen und dir eine wahrhaftige Auszeit zu gönnen. Was geschieht, geschieht ohnehin, und zwar egal, ob du dich damit beschäftigst und dich damit auseinandersetzt, was geschieht oder geschehen könnte. Die Dinge nehmen ihren Lauf - mit dir und ohne dich. Kontrollieren kannst du es ohnehin nicht. Und: Die Dinge sind anders, als du denkst und nicht so, wie es gesagt wird. Also wozu jede Meinung, jede Spekulation, jede Nachricht, jede Selbstbeweihräucherung und jede Propaganda auf- und annehmen? Das macht dich nur wahnsinnig.

Wenn du nicht wahnsinnig werden willst, empfehle ich dir - soweit es dir aufgrund von Kindern, Arbeit und Familie möglich ist - auf Tauchstation zu gehen. Tauche ab. Tauche unter. Tauche ein.

Das Abtauchen bezieht sich auf die chaotische und täuschende äussere Welt, sowie die schier unvorstellbare Menge an sich widersprechenden oder auch unsinnigen Informationen. Solange du dich im Strudel dieser Informationen befindest, findest du keinen Halt, wirst hin und her gerissen, angegriffen und verunreinigt.

Das Untertauchen bezieht sich darauf, die Zeit zu nutzen, um tiefer zu tauchen. Verlasse die schäumende Oberfläche des gewohnten Lebens und finde die Wahrheit heraus: deine Wahrheit, die Wahrheit der Seele und die absolute Wahrheit Gottes. Jetzt ist eine gute Zeit, dich mit der Natur des Absoluten zu beschäftigen. Dabei gilt es, alles Relative zu hinterfragen, als relativ zu erkennen und vom Absoluten unterscheiden zu lernen.

Das Eintauchen bezieht sich auf die innere Welt des Friedens. Der Friede ist da, du musst ihn nur wieder entdecken, und du entdeckst ihn, indem du dich vom Unfrieden befreist. Der Frieden war bedeckt vom Unfrieden der äusseren Welt, anderer und von deiner eigenen Verirrung in einer Welt, die stärker ist als du. Du kommst nicht gegen diese Welt an. Die materielle Natur hat dich im Griff.

Aber tief in dir ist Frieden. Der Frieden befindet sich da, wo die Stille ist, also könntest du jetzt damit beginnen, die Stille zu suchen. Suche sie, indem du dich bequem aber aufrecht hinsetzt, die Augen schliesst und dich nach innen wendest. Ich meine das Innen, wo das Aussen keinen Zugang mehr hat.

Tief in dir gibt es einen goldenen Ort, der ist voller Frieden, voller Liebe und voller Licht. Begebe dich an diesen Ort, indem du dein Bewusstsein dorthin und auf seinen Glanz ausrichtest. Und dann beobachte, wie du ausatmest, und beobachte, wie du einatmest.

Der Strom des Atems beruhigt die Wellen, die du und andere in deinem Bewusstsein erzeugt haben, indem du dich allen möglichen Dingen, Situationen, Lebewesen, Gedanken, Gefühlen und Handlungen hingegeben hast. Alles davon erzeugt Wellen, und alle Wellen müssen sich erst beruhigen, wenn du Frieden finden willst.

Folge nur dem Atem, aber folge den Gedanken und Gefühlen nicht, sondern lasse sie wie Wolken am Himmel deines Bewusstseins vorüberziehen. Konzentriere dich auf die Lücken zwischen den Gedanken. Bleibe bei dir, in deiner Mitte. Folge dem Atem, indem du ihn beobachtest.

Und dann beobachte den, der den Atem beobachtet. Wer ist es, der beobachtet und wer ist es, der atmet? Spüre das Wesen, das sich in deinem Körper befindet, denn das ist das Wesentliche. Das Wesentliche ist nicht der Körper, sondern der, der ihn besitzt und bewohnt. Wer ist es, dem der Körper gehört? Wer befindet sich in deinem Körper? Sei still, und beobachte den Beobachter.

Der Beobachter ist im Frieden, da er alles nur beobachtet, aber nicht teilnimmt oder einsteigt. Der Beobachter ist das Bewusstsein der Seele, die wiederum selber beobachtet wird. Die ewige Seele und der ewige Beobachter der Seele gehören nicht zur Welt des Unfriedens. Sie gehören zum ewigen Frieden. Die Seele und ihr Beobachter sind qualitativ eins, quantitativ jedoch verschieden. Ein Dichter würde sagen: Sie sind das Gold deines Herzens. Sie sind die Mine und der Nugget.

Wenn die Welt des Unfriedens das Spielfeld ist, ist der Körper die Spielfigur. Du aber bist der Spieler - nicht die Figur, die auf dem Spielfeld bewegt wird. Atme weiter, und versuche dich mit dem Spieler zu identifizieren.

Der Spieler ist kein Mensch. Das ist der Irrtum, dem du dein ganzes bisheriges Leben unterlegen bist. Die Spielfigur ist ein Mensch, der Spieler aber ist die Seele, die in den Körper eingezogen ist, ihn mit Bewusstsein ausfüllt und den Menschen belebt. Du bist das Leben im Körper des Menschen, für den du dich hältst. Dieses Leben ist Bewusstsein. Lebendiges Bewusstsein wird Lebewesen genannt.

Es wäre sinnvoll, wenn du dein Weltbild hinterfragst und erneuerst, indem du alle hinderlichen Glaubenssätze sprengst und mit förderlichen ersetzt. Denke dabei seelisch - nicht menschlich.

Nichts ist, wie es scheint, und auch du bist nicht das, was du zu sein scheinst. Du hast dir bisher immer nur geglaubt, und du hast anderen geglaubt. Den Glauben hast du als Wahrheit bezeichnet. Jetzt ist es an der Zeit, die wirkliche Wahrheit herauszufinden.

Die Wahrheit ist nicht das, was du dir ausdenkst oder was sich andere ausdenken und was du dann einfach übernimmst. Die Wahrheit ist das, was wirklich ist, und das, was wirklich ist, bildet den Hintergrund für die Illusionen, die unwirklich aber real sind. Dein Leben ist eine dieser Illusionen. Das Leben an sich ist zwar real, aber du hast dich nicht mit dem Leben, das du bist, identifiziert, sondern mit dem, der das Leben erlebt.

Die Wirklichkeit befindet sich auf einer anderen Ebene als das Spielfeld der Realität, auf dem sich die Spielfigur bewegt, für die du dich hältst. Die Wirklichkeit befindet sich jenseits der Realität und ist somit transzendental zu dem, was du als Spielfigur auf dem Spielfeld erlebst. Die Wirklichkeit ist ewig, die Realität vergeht.

Der einzig wahrhaftige Sinn und Zweck des Spiels, in das die Spielfigur verwickelt ist, ist es, festzustellen, dass die reale Illusion nicht die Wirklichkeit ist. Die reale Illusion ist das, was die materielle Energie mit der Spielfigur macht. Sie bewegt sie auf dem Spielfeld hin und her und lässt sie erfahren, was sie glaubt, was sie ist und was sie tut, und das alles im Glauben, sie selber sei der Spieler. In Wirklichkeit aber spielt die materielle Natur die Spielfigur, doch da du dich in die Figur hineinbegeben hast, bist du gewissermassen der mitspielende Gespielte.

Du bist am Spiel des Lebens beteiligt, und du kannst wählen. Du kannst denken, fühlen, wollen und handeln. Und du hast immer die Wahl. Es ist es aber nicht so, dass du bestimmst, was dir geschieht. Manches, was dir geschieht, geschieht, weil du es willst, manches ist prädestiniert aufgrund deines Karmas, und manches geschieht, da du mit anderen Lebewesen interagierst, die wie du einen freien Willen besitzen. Auch ihr Geist befähigt sie zum Denken, Fühlen, Wollen und Handeln.

Und so geschehen Dinge, die du nicht gewollt hast, Situationen, für die du nicht verantwortlich bist, da du sie nicht ausgelöst hast, mit denen du aber auf die eine oder andere Art in Resonanz bist. Freier Wille bedeutet nicht, dass du entscheidest, was dir geschieht. Es bedeutet, dass du entscheidest, wie du mit dem, was dir geschieht, umgehst. Du entscheidest, wie du reagierst. Immer.

Jede Reaktion ist wiederum eine Aktion, die eine weitere Reaktion auslöst. Das ist eine der wesentlichen Regeln des Spiels, und du kannst diese Regel nicht umgehen oder aushebeln.

Und jetzt bist du also hier, in diesem Moment. Aussen herrscht Chaos. Du atmest und beobachtest.

Die innere Welt ist eine vollkommen andere, als die äussere Welt, obwohl beide Welten den selben Ausgangspunkt haben. Das, wovon diese gegensätzlichen und unterschiedlichen Welten ausgehen, ist die eine absolute Wahrheit. Auch sie hat einen Ursprung und eine Ursache - die Ursache aller Ursachen: Gott.

Um etwas zu verursachen, braucht es einen Willen, denn ohne willentlichen Akt, kann nicht alles nachfolgende verursacht werden. Somit ist Gott eine Persönlichkeit: die Höchste Persönlichkeit. Du bist ein winziges Teilchen dieser Persönlichkeit, die kein Mensch ist, aber auch du bist ja kein Mensch, sondern eine Seele. Die Seele ist ein winziges Teilchen der Überseele. Sie ist sozusagen ein Stück vom Alles.

Und jetzt kommen wir zum entscheidenden Punkt: Das Alles ist das, worum es geht. Es ging immer um Alles, es wird immer um Alles gehen, und es geht auch Jetzt um Alles.

Es mag zwar den Anschein haben, als drehe sich die Welt um dich, doch dem ist nicht so. Wenn du das glaubst, verfällst du dem Hochmut, und Hochmut ist es, was dich als Seele zu Fall gebracht hat, zu Fall bringt und immer zu Fall bringen wird. Hochmut ist keine Eigenschaft der Seele, sondern eine Eigenschaft dessen, was die Seele an ihrer Bestimmung hindert.

Die Bestimmung der Seele ist nur in Demut zu erlangen, denn nur der Demütige wird erhoben werden, denn er dient nicht dem falschen Ego, sondern dem wahren Selbst, das ein demütiger Diener des Höchsten ist.

Erhebung ist das, was jetzt nötig ist, um aus der aktuellen Situation als Sieger hervorzugehen. Die Menschheit steht an einem Scheideweg, und an diesem Punkt trennt sich die Spreu vom Weizen. Das Gute trennt sich vom Bösen, und das Wahre vom Falschen. Der eine Weg ist der der Liebe, der andere der der Nichtliebe. Der eine Weg führt ins Licht, der andere in die Dunkelheit. Der eine Weg ist der Weg der Seele, der andere der des falschen Egos.

Der eine Weg führt zu Gott, indem er für Gott gegangen wird, der andere führt in die Gottlosigkeit, indem er für das falsche Ego gegangen wird. Der eine Weg steht für das Goldene Zeitalter, der andere für Zerstörung.

Du befindest dich gerade an diesem Punkt der Weggabelung, atmest und beobachtest. Aus dieser Position heraus kannst du wählen, mit wem du dich identifizierst: mit dem, der sich in Liebe Gott hingibt oder mit dem, der einfach nur haben will.

Der, der haben will, hält sich für den Herrn, ist hochmütig, süchtig nach Anerkennung und gierig auf Reichtum und Besitz. Er ist selbstverliebt, stolz, unnachgiebig, neidisch, zornig, und ängstlich. Er ist voller Lust und setzt alles daran, die materiellen Sinne mit materiellem Genuss zu befriedigen.

Der andere will geben, und das Beste, was er zu geben hat, ist er selbst. So gibt er nicht nur alles, was er hat, sondern auch sich selbst hin, demütig, voller Liebe, Barmherzigkeit und Mitgefühl. Er versteht sich nicht als das Ganze, sondern als ein winziges Teilchen, das dem Ganzen dient. Er verwendet die Freudenkraft Gottes, um Gott Freude zu bereiten.

Wenn du die Zeit jetzt, die Ruhe vor dem Sturm, richtig nutzen willst, solltest du dich auf den Sturm vorbereiten. Der Sturm ist bereits aufgezogen, und er wird alles verändern. Er wird aber nicht alles für alle gleich machen. Nach dem Sturm kommt Frieden, doch Frieden ist nur für die, die auch im Frieden sind. Das bedeutet, dass du dich für Frieden entscheiden und entsprechend verändern musst, sofern noch Unfrieden in dir ist.

Du hast die Wahl: Du kannst wählen, Verfechter oder Verhinderer des Friedens zu sein, der jedoch vom Sturm der Liebe besiegt werden wird. Wenn du dich für das Gute entscheidest, wirst du den Sturm überstehen und das Gute erleben. Wenn du auf das Gold des Herzens ausgerichtet bist, wirst du das Gold des Herzens erfahren. Das Gold kommt aus der Mine, die Gott ist.

Das Böse jedoch, das das Gold des Herzens nicht anerkennt, es sogar verweigert, wird den Sturm nicht überstehen, denn der Sturm kommt, um das Böse zu vernichten. Der Sturm ist die Schmelze, aus der dann Barren, Münzen und Schmuckstücke hervorgehen. In anderen Worten: Der Sturm ist das Göttliche Feuer.

Nun ist die Grenze zwischen gut und böse ein weites Feld. Es gibt viele Abstufungen von gut und von böse. Wesentlich ist deine Entscheidung, die Bereitschaft, nicht nur wissen zu wollen, sondern das Wissen auch zu leben und vor allem die Bereitschaft dich mit dem Guten zu identifizieren und den Weg des Guten zu beschreiten. Wesentlich ist daher die Frage: Wendest du dich Gott wieder zu oder weiterhin von Ihm ab?

Wenn du Wissen von der absoluten Wahrheit Gottes hast, lebst du die Liebe zu Gott, denn das ist das Resultat des Wissens. Dann lebst du ein spirituelles Leben, und das ist die Art von Leben, die im Goldenen Zeitalter gelebt wird. Wenn du glaubst, das Goldene Zeitalter wäre etwas, das genauso ist wie das Jetzt, nur besser und du könntest es einfach so erleben, ohne das Bewusstsein zu reinigen, in die Liebe zurückzukehren und das falsche Ego zu überwinden, dann irrst du. Es gibt kein Goldenes Zeitalter, ohne dass das Gold des Herzens erkannt, wertgeschätzt und gelebt wird. Du lebst das Gold deines Herzens, indem du durchs reinigende Schmelzfeuer gehst und durch selber zu Gold wirst.

Die Mine, der das Gold des Herzens entspringt, ist Gott, der als Überseele in deinem Herzen weilt und die Seele, die ebenfalls im Herzen sitzt, liebevoll beobachtet. Wenn die Seele die Überseele liebt, strahlt das Gold der Gottesliebe weit über das Herz hinaus, und diese Strahlung ist es, die das Goldene Zeitalter auslöst. Du kannst sie aber nicht hervorbringen, du kannst sie nur zulassen.

Es mag im Aussen geschehen und kommen, was will: Gut wird es nur dann, wenn auch das Innen gut wird. Damit das Innen gut wird, musst du die Zeit nutzen, um dich von allen Schlacken, von allem Falschen und von allen Verunreinigungen zu befreien, die absolute Wahrheit herausfinden und dich wieder mit der Seele, die du in Wirklichkeit bist, verbinden und identifizieren.

Das ist der Weg der Liebe, und auf dem Weg der Liebe brauchst du keine Angst zu haben. Gib einfach alle Religionen auf und gib dich ganz Gott hin, von dem du ohnehin ein Teilchen bist. Er wird dich von allen sündhaften Reaktionen befreien. Fürchte dich nicht. (siehe Bhagavad-gītā 18.66)

Mit Religionen sind nicht nur die religiösen Dogmen gemeint, sondern auch alle menschlichen Spekulationen und Versuche, Herr über die materielle Welt zu werden, um sie zu kontrollieren und zu geniessen. Das wird niemals gelingen, und dafür ist die materielle Welt auch nicht gemacht. Sie ist dafür gemacht, dass du als rebellierende Seele die Illusion, selber Herr zu sein, erfahren kannst. Du erlebst jedoch kein andauerndes Glück, sondern vorwiegend Leid.

Um das Leid zu beenden und den Kreislauf von Geburt und Tod zu verlassen, bist du hier. Das gelingt jedoch nur, wenn du die absolute Wahrheit erkennst. Die absolute Wahrheit erkennst du nur, wenn du dich Gott hingibst. Wenn du das zum Ziel deines Tauchgangs machst, wirst du nicht nur gestärkt, sondern wie neugeboren aus dem Tauchgang und der aktuellen Phase hervorgehen.

Das kann nur gelingen, wenn du dich von allem fern hältst, was dich davon ablenkt und abhält, die Wahrheit zu finden und wahrhaftig zu leben. Es gibt viele Fallen dort draussen, und vor allem stehen sie wie eine Armee von Verführern am Wegesrand des spirituellen Weges. Lass dich nicht verführen, während du der Wahrheit folgst, sondern gehe bewusst und achtsam den Weg der Mitte.

Folge nicht den Verlockungen, die den Verstand kapern, indem sie sich auf seine Neugier stürzen. Du musst nicht ständig über alles informiert sein, was vor sich geht, und du musst auch nicht über alles informiert sein, was andere denken, glauben oder wünschen. All das ist Spekulation, die dich auf deinem Weg nicht voranbringt. Was wirklich wichtig ist, wirst du ohnehin erfahren. Und das Allerwichtigste erfährst du ohnehin nicht durch Spekulation.

Momentan ist es nicht deine Aufgabe, die Welt zu retten, sondern deine Aufgabe ist es, dich selber zu retten. Nur dann kannst du auch anderen helfen. Rette dich, indem du dich auf die absolute Wahrheit ausrichtest, dich fest in ihr verankerst und du in jeder Hinsicht wahrhaftig lebst und liebst. Das bereitet den Boden für das Goldene Zeitalter, und dafür wirst du gebraucht.

Wahrhaftigkeit ist in der Wahrheit Gottes verankert, und Seine Wahrheit ist gut, voller Liebe und Glückseligkeit. Du entspringst dieser Wahrheit, und so bist du das, worauf du die ganze Zeit gewartet hast. Es ist nun an der Zeit, dass dein wahres Selbst das Spielfeld deines Lebens betritt und die Wahrheit ausdrückt.

Konzentriere dich auf das Gold in dir. Es ist das Gold, das du bist. Verankere dich in diesem Gold, das aus der Mine Gottes stammt. Sei stark und wahrhaftig und betrachte den Sturm als deinen Freund. Der Sturm erneuert, indem er das Alte, das falsch war, bereinigt und das Böse zerstört. Dem Gold des Herzens wird er nichts antun, denn er formt und stärkt das Gute, da er selber dem Guten entspringt.

Vertraue und glaube. Es hilft, es heilt die Göttliche Kraft. (Bruno Gröning)

 

Diese Botschaft ist an Selina und mich gerichtet. Wir nehmen sie für uns an, richten uns danach und geben sie hiermit auch an all diejenigen weiter, die ebenfalls bereit sind, an sich zu arbeiten, um sich spirituell zu entwickeln. Spirituelle Entwicklung, das Ziel des Lebens, gipfelt in der Hingabe an Gott. Diese Hingabe setzt die Überwindung des falschen Egos voraus. Damit einher geht die Erkenntnis, nicht der Körper, sondern die Seele zu sein, die ein winziges Teilchen Gottes ist. Philosophische Grundlage dieser Botschaften ist das vedische Wissen von der absoluten Wahrheit Gottes wie es u.a. in der Bhagavad-gītā und im Śrīmad-Bhāgavatam verkündet wird.