Botschaft von Arthos

236
02.08.2018

Das Gute und das Böse

Arthos über dein individuelles Stück Gott, die gegensätzlichen Pole in dir und deren Bedeutung auf deinem Einweihungsweg. Lebensrichtige Botschaft 236.
Bildquelle: Pixabay / Comfreak / CC0 Creative Commons

Heute ist ein guter Tag, um zu erkennen, dass du zwei grundsätzliche und vollkommen gegensätzliche Anteile in dir hast. Hiermit meine ich nicht die Göttlichen Kräfte des Männlichen und des Weiblichen, sondern deine eigenen Aspekte der Dualität. Auf der einen Seite ist der Anteil von dir, der in der vollkommenen Liebe ist. Er ist verbunden mit der Quelle und strahlt das Licht der Liebe aus. Auf der anderen Seite befindet sich der Anteil, der ohne Liebe ist. Er hat sich von der Quelle abgewendet und verleugnet sie. Dein Bewusstsein befindet sich dazwischen, und du hast immer die Wahl, auf welche Seite du dich begibst. Du hast immer die Wahl, dich für oder gegen das Göttliche in dir zu entscheiden. Das Göttliche ist dein individuelles Stück Gott in dir. Es ist nicht nur ein Teil Gottes, denn Gott ist nicht teilbar, sondern es ist dein individuelles Stück vom Ganzen. Auf der anderen Seite befindet sich der Verführer. Er mag von Liebe reden, drückt aber nur die Sehnsucht nach Liebe aus, denn er kennt keine Liebe. Das ist die dunkle Seite des Lichts.

Es ist essentiell, den Unterschied zu erkennen und zu verstehen. Ich nenne das eine das Gute und das andere das Böse. Damit meine ich keine menschliche Bewertung, sondern zwei energetische Pole, die sich gegenseitig abstossen und ausschliessen. Der eine kämpft, der andere liebt. Der eine befindet sich in der Wirklichkeit und hebt dein Bewusstsein in die Wirklichkeit empor, der andere befindet sich in der Illusion und zieht dich in die Illusion hinab. Das Gute ist die Liebe der Einheit, das Böse die Angst der Trennung. Das Gute erkennt, fördert, belebt und erweitert das Ganze in und mit seiner Liebe. Das Böse erkennt, fördert, belebt und begrenzt den Teil, den es selber darstellt in und mit seiner Angst. Hier ist es wichtig zu verstehen, dass nicht beide Teil des Ganzen sind, sondern das eine ist die Anwesenheit im Ganzen, das andere die Trennung vom Ganzen.

Das Böse ist nicht immer offensichtlich böse. Es kann sehr lichtvoll erscheinen, und es kann sogar von Liebe reden. Aber du wirst diese Liebe nur hören, niemals fühlen, denn das Böse ist Geist, der die Liebe verleugnet und meint, ohne sie auskommen zu können. Luzifer hat sich von Gott getrennt und somit aus der natürlichen Ordnung begeben in der Überzeugung, er könne etwas Besseres erschaffen als das, was bereits Alles ist. Und so erschuf er eine verführerische Kopie dessen, was ist, dem aber die Liebe fehlt, die der ursprüngliche Antrieb aller Schöpfung ist. Seine Schöpfung entstand einzig und allein aus dem Geist, und der Geist macht alles möglich, und so wurde auch seine Schöpfung real. Sie befindet sich aber nicht auf der Ebene der Wirklichkeit, sondern auf der Ebene der Illusion, und das bedeutet, dass Illusion die Abwesenheit der Wirklichkeit ist - so, wie Angst die Abwesenheit der Liebe ist.

Du hast beides in dir: Gut und Böse. Nun stellt sich die Frage, was du annimmst. Das ist der Sinn des freien Willens. Dieser dient nicht nur dafür, zwischen verschiedenen Erfahrungen und Möglichkeiten der äusseren Welt zu wählen, sondern dich grundsätzlich zu entscheiden, ob du dich der inneren Wirklichkeit oder ihrer Abwesenheit zuwendest. Der freie Wille dient nicht dafür, die äussere, sondern die innere Welt zu gestalten. Und so, wie es in der äusseren Welt das Gute und das Böse gibt, gibt es das auch in deiner inneren. Auf dieser Entscheidung beruht alles, was in deiner äusseren Welt geschieht. Wenn du dich innerlich von der Wirklichkeit der Liebe abwendest, erfährst du äusserlich die Illusion der Nicht-Liebe. Wenn du dich innerlich von der Illusion der Nicht-Liebe abwendest, erfährst du äusserlich die Wirklichkeit der Liebe.

Du kannst nicht zweier Herren dienen. Du musst dich entscheiden, denn es gibt nur Wirklichkeit oder Illusion, das Gute oder das Böse, die Liebe oder die Nicht-Liebe. Beides zusammen ist nicht möglich, denn die beiden Pole stossen sich ab. Es sind zwei gegensätzliche Kräfte, und es liegt an dir, welcher dieser Kräfte du dich zuwendest, welche du benutzt, welche du annimmst und auch welche du aufnimmst. Erinnere dich: Dein Bewusstsein befindet sich zwischen diesen beiden Polen.

Daher ist unbedingte Achtsamkeit in der Gegenwart eines jeden Moments nötig. Wenn du nicht achtsam bist, öffnest du dich für die Kraft, die darauf aus ist, dich zu beherrschen und dich zu übernehmen. Das Böse schleicht sich unauffällig an und zieht in dich ein, ohne dass du es bemerkst. Es muss deinen Willen besiegen und deine Gedanken und Gefühle kontrollieren, denn nur so kann es herrschen. Es will die Herrschaft, und es bekommt die Herrschaft, wenn du unachtsam bist. Auf der anderen Seite schützt dich die bewusste Zuwendung zum Guten. Wenn du in der Liebe bist, kann die Nicht-Liebe weder in dich einziehen, noch dir etwas anhaben.

Die Wahl, die du triffst, ist kein Lippenbekenntnis, sondern Grundlage für all deine Gedanken, Gefühle und Handlungen. Wenn du das Böse wählst oder auch nur akzeptierst, wird es deine Gedanken, Gefühle und Taten mehr und mehr übernehmen. Wenn du das Gute wählst und das Böse nicht mehr annimmst, wirst du gute Gedanken denken, gute Gefühle fühlen und gute Taten tun. Für beide Entscheidungen stehen entsprechende Erfahrungsräume bereit, und jetzt trennt sich die Spreu vom Weizen. Das ist keine Wertung und keine Verurteilung, denn Gott wertet und verurteilt nicht.  Gott liebt bedingungslos. Er hat in seiner unendlichen Liebe beides zugelassen: Spreu und Weizen - Böse und Gut.

Bedingungslose Liebe ist der Ausdruck des Guten, und dieser Ausdruck kann unendliche Formen annehmen, da die Unendlichkeit des Guten repräsentiert wird. Im Gegensatz dazu trennt das Böse. Trennung führt unweigerlich in die Zerstörung, und so zerstört das Böse nicht nur die natürliche Ordnung, sondern alles und somit auch sich selbst. Das, was unvollkommen ist, kann auch nur Unvollkommenheit hervorbringen.

Die Menschen haben sich angewöhnt, Unvollkommenheit zu akzeptieren, sich der Zerstörung zu unterwerfen und sie als normal zu anzusehen. Zerstörung ist jedoch nicht normal und sollte nicht als Norm angesehen werden. Liebe ist die Norm, denn bedingungslose Liebe ist die natürliche Ordnung. Sie ist Einheit in Vielfalt, und darin ist keiner der vielfältigen individuellen Ausdrücke natürlicher Ordnung besser, schlechter oder wichtiger, als ein anderer. Alles Individuelle wirkt zusammen und bildet das Ganze. Das Ganze ist der Körper Gottes: allumfassendes Bewusstsein der Liebe. In diesem Bewusstsein bedingungsloser Liebe, dient jedes Individuum dem Ganzen, und das ist der Ausdruck des Guten, denn dies führt zu Ausdehnung, Wachstum und Vervollkommnung. Das Böse verhindert dies und spaltet das Ganze, um Zerstörung herbeizuführen.

Du kannst dich für das Böse entscheiden und dich selbst zerstören. Das Ganze jedoch bleibt, denn das Ganze ist ewig. Wenn du dich für das Gute entscheidest, kehrst du in das Ganze zurück und übernimmst deine Aufgabe als verantwortungsvoller Brennpunkt des allumfassenden göttlichen Bewusstseins bedingungsloser Liebe. In dieser Verantwortung handelst du nicht länger selbstsüchtig, sondern stets zum höchsten Wohl des Ganzen.

Du hast die Wahl, und sie liegt in dir. Es spielt keine Rolle, was das Böse im Aussen ausdrückt, und es wird immer einen Ausdruck im Aussen finden, solange es die Möglichkeit hat, ins Innen einzuziehen und dort zu herrschen. Deshalb ist diese Wahl so wichtig, denn deine Wahl erschafft das Äussere. Du kannst das Böse nicht im Aussen bekämpfen, aber du kannst es im Innen in die Liebe zurückführen. Das ist Ziel deiner Einweihung und die wichtigste Herausforderung, der du in deinem Leben aktuell begegnest.

ICH BIN. Meine Botschaft ist die Liebe.

 

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