Botschaft von Arthos

255
29.11.2018

Der grosse Plan

Arthos über Freiheit des Geistes und den Fall in die Materie, Evolution und Involution, Täler und Gipfel und was den Wanderer vom Bergsteiger unterscheidet. Lebensrichtige Botschaft 255.
Bildquelle: Pixabay / Simon / CC0 Creative Commons

Heute ist ein guter Tag, um dich auf den Weg in die Freiheit zu begeben. Freiheit ist nicht die Freiheit des Egos, das glaubt alles schöpfen zu können, was es will, sondern Freiheit ist die Freiheit des Geistes, der aus der Freiheit in die Unfreiheit gefallen ist. Dieser Fall ist ein Fall aus der Vollkommenheit in die Unvollkommenheit, aus der Liebe in die Nichtliebe, aus dem Licht in die Dunkelheit. Das Wesen des Geistes ist Vollkommenheit, Liebe und Licht. Diese Eigenschaften hat der Geist durch den Fall, der in die Erfahrung der Materie als Schule der Freiheit geführt hat, verdrängt. Somit gilt es, die Schule zu nutzen, um die Freiheit, die dem Geist zugrunde liegt, wiederzuerlangen. Aus der Perspektive des gefallenen Geistes erscheint die menschliche Entwicklung als Evolution. Diese unterliegt den Gesetzen der Materie, die das Lehrmaterial bildet, das durch gefallene Geister hervorgebracht wird. Es gibt aber auch eine höhere Perspektive: den grossen Plan, der die Involution offenbart, den Weg des Geistes zurück in seinen vollkommenen Zustand.

Der grosse Plan sieht vor, dass er sich vollendet. Alles Leben vollendet sich. Die Sichtweise, dass alles mit der Geburt beginnt und mit dem Tod endet, unterliegt der Verhaftung in der Illusion und bezieht sich nur auf die materielle Welt, die es als Schule dem Geist ermöglicht, den Weg zurück in die Freiheit zu gehen. Dein Leben ist eine Schulung, und die Erde ist dein Schulungsplanet. Ziel der Schulung ist deine Meisterschaft: Meisterschaft über dein falsches Selbst, über die Illusionen und über die Materie.

Zu diesem Weg gehört, dass du Prüfungen unterzogen wirst. Die Prüfungen erscheinen aus Sicht des Menschen, der sein Leben als alles betrachtet, was er hat, als Ungerechtigkeiten und Schicksalsschläge. In Wahrheit jedoch wirst du nur geprüft, ob du auf deinem Weg bist, wie sehr du noch in der Materie verhaftet bist, wie weit du den Illusionen unterliegst und wie stark du an das glaubst, was du wirklich bist. Gräme dich nicht, wenn du glaubst, eine Prüfung nicht bestanden zu haben. Das Leben ist keine Strafe, sondern eine Chance. Du hast die Chance, das, was du an Fehlern gemacht hast, zu erkennen und wiedergutzumachen.

Dabei geht es nicht darum, eine Schuld abzutragen, denn du bist nicht schuldig. Du hast als Geist einfach nur deine Wahl getroffen. Du hast deinen freien Willen genutzt und erfährst nun das, was diese Wahl nach sich zieht. Du wolltest erfahren, wie es ist, deinen Willen geschehen zu lassen und hast im Laufe der Zeit vergessen, dass es einen höheren Willen als deinen gibt, der - im Gegensatz zu dir - aus der vollkommenen Liebe heraus handelt, in vollkommener Liebe agiert. Dieser höhere Wille ist selbstlos.

So hast du deine Freiheit, deine Liebe und dein Licht verloren und bist den langen Weg durch die Unfreiheit, Nichtliebe und Dunkelheit gegangen. Du - der vollkommene Geist - hast dich verunvollkommnet, um Selbstsucht zu erfahren. Dadurch hast du dich von der Liebe getrennt, die dein Ursprung und gleichzeitig dein wahres Wesen ist. Wahre Liebe ist selbstlos. Wenn du sagst, du liebst, und damit etwas für dich erreichen möchtest, dann unterliegst du der Illusion der Nichtliebe. Wahre Liebe ist selbstlos. Aber du - wie alle anderen Menschen - bist von der selbstlosen Liebe in die selbstsüchtige Nichtliebe gefallen, hast dich verdichtet und in immer niedere Schwingungen begeben. Jetzt hängst du in diesen niederen Schwingungen fest und findest keinen Weg heraus.

Der Weg heraus ist eigentlich ganz leicht: Lass alles los, was du festhältst. Du hältst das Leben fest, als wäre es dein Strohhalm. Dabei klammerst du dich an all die erlernten Konzepte vom Leben, die sich vom Leben jedoch dadurch unterscheiden, dass sie nur Konzepte sind. Du hältst am Schmerz fest, als wäre er deine Erlösung und übersiehst dabei, dass dich der Schmerz nur darauf hinweist, wo noch etwas ist, an dem du festhältst. Dadurch wird der Druck grösser, und wenn er zu stark wird, muss er sich als Krankheit entladen. Du hältst an der Nichtliebe fest und glaubst, sie erlösen zu können, indem du sie verdrängst. Aber so funktioniert das nicht.

Ein Körper ist nicht gesund, wenn eine ausgewogene Balance zwischen Gesundheit und Krankheit besteht - ein Körper ist gesund, wenn er gesund ist. Solange Krankheit existiert, ist der Körper nicht gesund. Solange Dunkelheit herrscht, steht etwas dem Licht im Weg. Solange das Böse wirkt, versucht es mit allen Mitteln das Gute zu verhindern. Wer sagt Alles ist gut, denn Gott lässt ja alles zu, irrt, denn das Zugelassene ist nur der Weg des Lernens.

Am Ende dieses Weges vollendet sich der Geist, der den Weg gegangen ist. Wenn dabei jemand sagt Höre auf zu kämpfen, bedeutet dies in Wahrheit Beende den Weg der Wahrhaftigkeit und gib auf. Das sind Einflüsterungen des Bösen, das dich davon abhalten will, den Weg zum Guten zu gehen. Es ist richtig: Höre auf, gegen etwas im Aussen zu kämpfen. Der wahre Kampf ist ein innerer: Es ist der Kampf gegen die eigenen Schatten, gegen die eigene Unvollkommenheit. Es ist der Kampf gegen die Nichtliebe, gegen die Dunkelheit und gegen die Unfreiheit in dir. Für diesen Kampf benötigst du allerdings keine Waffen. Dein Schwert ist die Wahrheit, dein Schild die Erkenntnis und deine Rüstung die Liebe.

Bleibe standhaft, während du deinen Weg gehst, im Wissen, dass du der dir innewohnenden Freiheit, Vollkommenheit und Wahrhaftigkeit entgegengehst. Das Ziel ist die Rückkehr in die natürliche Ordnung und die Vollendung des grossen Plans. Dies gelingt nur, wenn der kleine Plan - dein individueller Plan - vollendet wird, und die Vollendung beginnt, wenn du das, was in dir unvollkommen ist, erkennst, annimmst und loslässt. So löst du es auf, transformierst und integrierst es. Das, was dann bleibt, ist Liebe. Das übrigens kannst du immer nur für dich und niemals für andere tun.

Dein Plan, der Plan deiner Seele, die eine Hülle ist, in der der Geist agiert, der du bist, sieht nicht vor, dass du bestimmte Dinge tust, um dich selbst zu verwirklichen. Er sieht vor, dass du zu unterscheiden lernst zwischen dem wahren und dem falschen Selbst und dann das wahre Selbst verwirklichst. Diese Verwirklichung ist der Weg nach Hause - der Weg zurück in die Reinheit des Geistes, der du bist. Die Rückkehr in die Vollkommenheit erfordert die Bezwingung der Unvollkommenheit. Und darum musst du kämpfen und deine eigene Dunkelheit, deine eigene Nichtliebe, deine eigene Unfreiheit besiegen. Wenn du dafür nicht kämpfst, wirst du von deiner eigenen Schwäche besiegt.

Der Weg zurück nach Hause ist wie der Aufstieg auf einen Berg. Wenn du schon ein Stück Weg gegangen bist, werden dir Herausforderungen begegnen, die dich vom Erreichen des Gipfels abhalten wollen. Wenn du ihnen unterliegst, wirst du nicht zum Gipfel vordringen. Doch mit jeder Herausforderung, die du überwindest, wirst du stärker, und am Ende wird dich deine Stärke auf den Gipfel tragen. Und dann wirst du dort oben stehen und wissen: Ich habe den Berg bezwungen, ich habe meine Feinde besiegt und mich selbst überwunden.

Auf dem Weg zum Gipfel wirst du Wanderer und Bergsteiger sehen. Die Wanderer wollen einfach nur die Aussicht geniessen. Ziellos durchwandern sie die Täler und erfreuen sich an der Schönheit und der Einfachheit, mit der eine solche Wanderung durchzuführen ist. Sie verstehen nicht, warum andere den Gipfel erklimmen wollen und verurteilen diese für ihren Leichtsinn und ihre scheinbare Überheblichkeit, denn sie wollen ja wohl etwas Besseres sein und den anderen beweisen, dass eine einfache Wanderung nur etwas für Schwächlinge ist.

Das jedoch ist nur deren persönliche Meinung. Den Bergsteiger interessiert diese Meinung nicht, denn er ist auf den Gipfel ausgerichtet. Und so erklären die Wanderer die Bergsteiger für verrückt. Die Bergsteiger rufen ihnen zu: Kommt zu uns hoch, hier habt ihr einen viel besseren Blick auf die überwältigende Schönheit der Welt und des Lebens. Die Wanderer jedoch rufen zurück: Wir sind doch schon so hoch oben und sehen alles. Ihr seid auf dem falschen Weg, und dieser Weg ist gefährlich. Wir sind hoch genug und haben unser Ziel bereits erreicht.

Ein Bergsteiger ist nicht besser als ein Wanderer. Aber sein Ziel ist höher gesteckt, und er ist bereit, alles auf sich zu nehmen und zu überwinden, um das Ziel zu erreichen. Dabei wird er sich nicht von falschen Einflüsterungen davon abhalten lassen, seinen Weg zu gehen, von dem er weiss, dass er ihn auf den Gipfel führen wird. Der Bergsteiger glaubt daran, dass er den Gipfel erreichen wird. Das unterscheidet ihn vom Wanderer, der einfach nur weiss, dass er an seinen Ausgangspunkt zurückkehrt.

Der grosse Plan sieht vor, dass alle Wanderer zu Bergsteigern werden, denn die Vollkommenheit des Plans ist nur vom Gipfel aus zu sehen. Dort entfaltet sich die Vollkommenheit in unvorstellbarer Schönheit. Das ist die neue Erde. Um sie zu erreichen, musst du die Wanderung beenden und den Gipfel erklimmen, dort, wo dein Geist seine Schwächen überwunden hat. Der grosse Plan sieht die Entfaltung der Stärke vor. Dafür muss die Schwäche überwunden werden. Er sieht die Entfaltung des Lichts vor. Dafür muss die Dunkelheit überwunden werden. Er sieht die Entfaltung der Liebe vor. Dafür muss die Nichtliebe überwunden werden.

Mit jeder Überwindung einer Schwäche des Geistes, kehrt er mehr und mehr in seine Stärke zurück. Gesundheit breitet sich aus. Licht breitet sich aus. Liebe breitet sich aus. Der Plan breitet sich aus. Das ist die Entfaltung des Lebens und die Involution des Geistes, der vom Gipfel hinab ins Tal gefallen ist und nun den Weg des Aufstiegs meistert. Am Ende des Aufstiegs wartet die vollkommenste aller Welten auf dich: die Welt Gottes, die dort oben auf dem Gipfel nicht mehr durch gefallene Geister verunreinigt ist.

Gott ist dein Ursprung und dein Ziel. Auf dem Weg vom Ursprung zum Ziel ist er immer an deiner Seite, und du bist immer in ihm. In den Tälern scheint Gott abwesend zu sein, denn sein strahlendes Licht ist in seiner vollen Reinheit und Kraft nur vom Gipfel aus zu sehen. Darum bedarf es eines starken Glaubens an das, was auf der Ebene der Täler nicht bewiesen werden kann.

Dieser Glaube führt dich entgegen aller Unkenrufe des Bösen, die den Glauben für unnötig und als lächerlich erklären, durch die Täler hinauf auf den Gipfel. Von dort erkennst du, dass dein Glaube gerechtfertigt ist, und du weisst: Gott ist gut und Gottes Plan ist gut. Am Ende des Plans steht die Vollkommenheit der Göttlichen Schöpfung. Die Vollendung des Lebens vollzieht sich nicht im Tal, sondern auf dem Gipfel, und darum gehst du den Weg, wenn du glaubst - sei er auch noch so hart und beschwerlich. Du weisst: Die wahre Schule ist nicht dafür da, dich zu töten, sondern dafür, dich zum Leben zu erwecken.

Das, was dich zum Leben erweckt, ist dein Geist, der seine Freiheit wiedererlangt. Du bist ewiges Leben. In deiner Seele wohnt der ewige Geist, der sich Leben für Leben, Schritt für Schritt in seine individuelle Vollkommenheit entfaltet. Diese individuelle Vollkommenheit ist Ausdruck der absoluten Vollkommenheit, die sich nur individuell durch dich ausdrücken kann. Gott braucht dich, und du brauchst Gott, denn: Der Vater und ich sind Eins. Das ist es, was es wirklich zu verstehen gilt, und wenn du es verstehst, verstehst du es im Herzen, und dann wirst du den Weg des Herzens gehen, der dich auf den Gipfel führt, auf dem sich der grosse Plan der Freiheit, Liebe und Vollkommenheit als Wahrheit offenbart.

ICH BIN. Meine Botschaft ist die Liebe.

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