Praxis des Wandels Loslassen

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Das Loslassen ist leicht dahingesagt, aber schwer durchzuführen. Obwohl: Es ist eigentlich nicht schwer, aber es bedarf tatsächlich des Erkennens und des Annehmens, um vollständig loszulassen. Das, was die meisten unter loslassen verstehen, ist das verdrängen. Aber zwischen verdrängen und loslassen gibt es einen wesentlichen Unterschied: Verdrängen ist Wegschieben, und beim Wegschieben wird ein Widerstand und/oder eine Blockade aufgebaut. Das Thema ist nicht aufgelöst, sondern nur aus dem Blickfeld und aus dem Bewusstsein geschoben. Im Unterbewusstsein und auch im Überbewusstsein ist es aber immer noch vorhanden. Und dadurch wirkt es um so nachhaltiger - auch im Körper. So entstehen Krankheiten, denn auf energetischer Ebene wirkt das Thema nach wie vor. Es entsteht ein energetischer Stau, der sich in Form von Beschwerden oder einer Krankheit ausdrückt.

Zum tatsächlichen Loslassen gehört immer die Vergebung, und zwar sich selbst und allen Beteiligten gegenüber. Nur, wenn ich tatsächlich vergeben habe, kann ich vollkommen loslassen - ohne die Vergebung bleibt immer ein Rest des Themas vorhanden, der nicht aufgelöst ist und somit weiterhin Bestand hat und wirkt. Aus diesem Grund ist es ebenso wichtig, nach der vollständigen Vergebung alle eigenen energetischen Anteile aus dieser Situation zurückzuholen und alle fremden Anteile abzugeben. Nur so steht uns unsere volle Lebenskraft zur Verfügung. Es versteht sich von Selbst, das erkennen und annehmen die Grundvoraussetzungen sind, um zu vergeben und loszulassen.

Das Loslassen bezieht sich nicht nur auf die körperliche und mentale Ebene, sondern natürlich auch auf die energetische und somit emotionale Ebene. Jedes Thema, jedes Schuldgefühl, jede Verletzung, jeder Groll etc. ist mit Emotionen verbunden. Auflösen kann ich es also erst dann, wenn jegliche Emotionen und somit emotionale Anhaftungen verschwunden sind. Um dort hin zu gelangen, kann ich mir die Situation aus der Vogelperspektive meines Gottselbst betrachten. Mein wahres und ewiges reines Göttliches Selbst ist immer vollkommen in der Liebe und somit geschützt. Aus dieser Betrachtungsweise muss ich emotional nicht mehr tief einsteigen, sondern habe Verständnis für die Erfahrungsmöglichkeiten aller beteiligten Seelen und begreife, dass wir in unseren Inkarnationen jede Rolle gespielt haben, um uns gegenseitig zu Wachstum zu verhelfen. Ich nehme somit die emotionale Verletzung meiner menschlichen Persönlichkeit und transformiere sie in die bedingungslose Liebe meines ICH BIN. Das bereinigt nicht nur dieses Thema, sondern auch die entsprechenden Auswirkungen im Emotionalkörper. Dieser muss - um weitergehen zu können - von jeglichen Altlasten befreit und somit komplett gereinigt und geklärt werden.

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