Botschaften Mit Arthos durch das Jahr

Tagesbotschaft 11. Februar

Heute ist ein guter Tag, um den Stolz abzulegen. Stolz ist einer der gefährlichsten Feinde, denn wann immer er dich erst an- und dann ergreift, fällst du aus dem Gleichgewicht und …
Bild von Thomas Wolter auf Pixabay

Heute ist ein guter Tag, um den Stolz abzulegen. Stolz ist einer der gefährlichsten Feinde, denn wann immer er dich erst an- und dann ergreift, fällst du aus dem Gleichgewicht und wendest dich von der Liebe ab. Stolz verleitet dich dazu, andere herabzusetzen und dich über sie zu erheben - auch wenn dir das selber gar nicht bewusst ist. Gleichzeitig erhebst du dich über dein wahres Selbst, und so begibst du dich in die Täuschung. Du hältst dich für etwas Besseres, und dadurch zerschneidest du die Wahrheit mit dem Schwert der Lüge. Du erzeugst Trennung, wo keine Trennung ist, und wo keine Trennung hingehört. Du entzweist die Harmonie der Ganzheit.

Wenn der Stolz dich übermannt, glaubst du, nur weil du eine bestimmte Eigenschaft, eine bestimmte Fähigkeit oder eine bestimmte Sache erlangt hast, über den Dingen und über den anderen zur stehen. Du errichtest dir einen geistigen Thron und fühlst dich wie ein König. Das falsche Ego liebt so etwas, aber du bist nicht das falsche Ego, sondern dein wahres Selbst. Somit entfernst du dich von dir, sobald du dem Stolz unterliegst, der eine Waffe des falschen Egos ist, um dich in den Hochmut zu treiben, der eine seiner liebsten Eigenschaften ist.

Das, was die Sache so gefährlich macht, ist die Tatsache, dass du daraufhin beginnst, dich mit einer Eigenschaft, einer Fähigkeit oder einer Sache zu identifizieren, die deinem falschen Ego ungemein schmeichelt. Da der Weg in die Wahrhaftigkeit durch die Trennung vom falschen Ego führt, kommst du von diesem Weg ab, und so wirst du unwahrhaftig.

Es ist nicht so, dass du nicht etwas Besonderes bist. Natürlich bist du etwas Besonderes, denn du bist eine Individuelle Seele, und da die Seele individuell ist, ist sie auch etwas Besonderes. Aber etwas Besonderes zu sein, heisst nicht, dass du besser bist als andere. Du bist einfach nur anders, und gerade diese Andersartigkeit macht deine Individualität als natürliches Element der Vielfalt der Ganzheit aus. Das Besondere an jeder Seele ist, dass sie etwas Besonderes ist, und dieses Besondere macht sie zu einem wichtigen Teil des Ganzen.

Kommt aber der Stolz aus dem Wolkenkuckucksheim des Egos in dein Bewusstsein hinabgestiegen, dann vergiftet er dein Bewusstsein, und da du als Seele das Bewusstsein bist, vergiftet er dich. Wenn du vergiftet bist, verbreitest du dein Gift und vergiftest deine Mitmenschen ebenfalls, sofern sie nicht dagegen immun sind. Immun sind jedoch nur diejenigen, die den Stolz besiegt haben. Das sind derzeit nur wenige Menschen, da Demut als Schwäche und nicht als Stärke gilt, und die Menschen wollen lieber stark als demütig sein.

Stolz lässt sich nur mit Demut besiegen, und so sind die Demütigen nicht anfällig für das Gift des Stolzes. Sie wissen, dass der Stolze sich für etwas hält, was er nicht ist, und darauf auch noch stolz ist. Daher empfinden sie Mitgefühl für ihn. Sein Gift wirkt nur bei denen, die sich ebenfalls danach sehnen, etwas Besonderes zu sein, da sie nicht wissen, dass sie bereits etwas Besonderes sind. So sind sie empfänglich für das Gift des Stolzes, und dadurch breitet sich der Stolz immer weiter aus.

Wann immer jemand glaubt, etwas erreicht oder erworben zu haben, was ihn zu etwas Besonderem macht, entfernt er sich von seiner natürlichen Individualität als Seele und versucht mehr von dem zu erlangen, was ihn scheinbar besonders macht. So unterliegen die Menschen dem Stolz und verlieren sich im Hochmut ihres falschen Egos, der bekanntlich zum Fall führt.

ICH BIN der Demütige, der erhoben wird, während der Stolze fällt.

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