Botschaften Mit Arthos durch das Jahr

Tagesbotschaft 05. April

Heute ist ein guter Tag, um die innere Hürde auf dem Weg zu Liebe und Frieden zu überwinden und den Groll loszulassen, der noch in dir ist. Die Hürde entsteht durch die …
Bild von Goran Horvat auf Pixabay

Heute ist ein guter Tag, um die innere Hürde auf dem Weg zu Liebe und Frieden zu überwinden und den Groll loszulassen, der noch in dir ist. Die Hürde entsteht durch die Verurteilung anderer Menschen. Eine Verurteilung mag gerechtfertigt erscheinen, doch das, was letztendlich zu verurteilen ist, ist immer die Handlung und nicht die Seele, die sie fälschlicherweise begeht. Die Seele an sich ist reines Licht, das aber durch die materielle Energie verunreinigt wird. Eine böse Handlung führt somit nicht die Seele aus, sondern das, was ihr Licht verunreinigt und die Seele somit bedeckt und dadurch zu Fall gebracht hat: das falsche Ego, das der materiellen Energie unterliegt.

Der durch böse Handlungen eines falschen Egos entstehende und sicherlich berechtigte Groll darf nicht verdrängt werden, sondern muss angesehen werden, um ihm die Botschaft zu entnehmen, die er für dich bereithält. Die Botschaft lautet: Die Tat war böse, nicht aber die Seele, die einfach nur in die Dunkelheit gefallen ist. Je böser die Tat, desto schwärzer die Nacht, in der sich die Seele befindet.

Die meisten Menschen identifizieren sich mit dem Groll, anstatt ihm zuzuhören. Wenn du dich mit Groll identifizierst, reisst er dich in einen emotionalen Abgrund, denn dann wird aus dem Groll Hass, wodurch Frieden unmöglich wird. So entsteht der Schatten der Lieblosigkeit und du wirst vom Liebenden zum Hassenden. Das lässt auch dich tiefer in die Dunkelheit fallen.

Wenn du dem Groll zuhören würdest, würdest du verstehen, dass er dir eine Geschichte erzählt. Er erzählt dir die Geschichte deiner eigenen Schwächen und deines eigenen negativen Potentials. Alles ist in dir: das Gute wie auch das Böse, und je nachdem in welcher Erscheinungsweise sich dein Bewusstsein befindet, handelst du tugendhaft, leidenschaftlich oder unwissend. Jede deiner Handlungen spiegelt dein Bewusstsein. Tugend reinigt und erhebt dein Bewusstsein, Leidenschaft bindet es an den Drang, die Sinne zu befriedigen, und Unwissenheit lässt das Bewusstsein tief fallen und Böses tun.

Andere, die Böses tun, die dich verletzen, hintergehen, missbrauchen, verraten oder wie auch immer angreifen, sind nicht das Böse, sondern werden nur vom Bösen benutzt. Das Böse ist kein Lebewesen, sondern die Energie, die sich vom Guten abgewendet hat, und die wirksam wird, sobald eine Seele fällt oder bereit ist zu fallen. Der Fall, um den es geht, ist der Fall aus dem Guten, der Fall aus dem Licht, der Fall aus der Liebe, der Fall aus der Wahrheit. Das ist etwas, was nicht nur anderen geschieht, sondern was auch dir jederzeit geschehen kann und sicherlich auch bereits geschehen ist. Diese Energie ist der Widersacher, denn sie ist gegen Gott gerichtet. Es ist die Energie der Spaltung.

Letztendlich ist der Fall der Seele in ein niederes Bewusstsein nur eine mögliche Folge des freien Willens, denn da, wo freier Wille existiert, kann auch eine Wahl getroffen werden, und wenn eine Wahl getroffen werden kann, kannst du wählen, das Falsche zu tun. Das Falsche ist nicht immer offensichtlich falsch. Es kann verlockend, richtig, gut und vielversprechend wirken, obwohl es das nicht ist. Die materielle Welt besteht aus der Energie der Täuschung, und je mehr sie in niederer Form wie Leidenschaft und Unwissenheit erscheint, desto stärker führt sie dich in die Irre. Maya, die täuschende Energie hat jedoch keinen eigenen Willen. Sie bietet dir nur das, was es braucht, damit du das Ergebnis deiner Wahl erfahren kannst.

Daher erscheint die materielle Energie auf diese drei Arten, die in ihren unzähligen Kombinationen zu allem führen, was es gibt: Tugend, Leidenschaft und Unwissenheit. Diese drei Erscheinungsweisen ermöglichen den Aufstieg, den Verbleib und den Fall der Seele. Sie ermöglichen Schöpfung, Erhalt und Zerstörung. Alles, was du tust, und alles, was du erfährst, befindet sich in einer dieser drei Erscheinungsweisen oder in einer Kombination daraus.

Um die innere Hürde auf dem Weg zu Liebe und Frieden zu überwinden, musst du Verständnis entwickeln, aus dem Mitgefühl resultiert. Wenn du verstehst, dass sich jeder Mensch, der bewusst Böses tut, in der Erscheinungsweise der Unwissenheit und der, der unbewusst Böses tut, in der Erscheinungsweise der Leidenschaft befindet, dann verstehst du auch, dass nicht der Mensch falsch ist, sondern seine Handlung, die durch ein getrübtes Bewusstsein entsteht. Das ist die wahre Bedeutung hinter Hasse die Sünde, aber liebe den Sünder. Den Sünder zu lieben ist die Meisterprüfung der Liebe und nur möglich, wenn du den anderen nicht mit seinen Handlungen gleichsetzt.

Der Mensch ist nicht seine Handlungen, sondern drückt sich durch sie aus. Wenn er sich in einer Form ausdrückt, die als Böse bezeichnet wird, dann ist die Seele umso tiefer in die Dunkelheit der Unwissenheit gefallen. Seele aber ist Seele - ob sie in Tugend, Leidenschaft oder Unwissenheit agiert. Wenn du den anderen nicht mit seinen Handlungen gleichsetzt, sondern als Seele erkennst und betrachtest, dann kannst du ihm Mitgefühl entgegenbringen, auch wenn er Böses getan hat. Voraussetzung dafür ist, dass sich dein Bewusstsein in der Erscheinungsweise der Tugend befindet.

Reine Tugend, die nicht durch Leidenschaft oder Unwissenheit verunreinigt ist, ist nichts, was leicht zu erreichen ist. Sie ist das höchste Ziel, dem du entgegenstreben kannst. Der Weg dorthin besteht darin, Verständnis und Mitgefühl zu entwickeln und dich nicht länger mit dem Groll zu identifizieren. Finde allen Groll in dir, und höre dir seine Geschichten an, um die Schatten aufzulösen. Das Licht der Wahrheit der Liebe löst jeden Schatten auf.

ICH BIN der Balsam der Liebe, der alle Wunden heilt.

 

Diese Botschaft ist an Selina und mich gerichtet. Wir nehmen sie für uns an, richten uns danach und geben sie hiermit auch an all diejenigen weiter, die ebenfalls bereit sind, an sich zu arbeiten, um sich spirituell zu entwickeln. Spirituelle Entwicklung, das Ziel des Lebens, gipfelt in der Hingabe an Gott. Diese Hingabe setzt die Überwindung des falschen Egos voraus. Damit einher geht die Erkenntnis, nicht der Körper, sondern die Seele zu sein, die ein winziges Teilchen Gottes ist. Philosophische Grundlage dieser Botschaften ist das vedische Wissen von der absoluten Wahrheit Gottes wie es u.a. in der Bhagavad-gītā und im Śrīmad-Bhāgavatam verkündet wird.

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