Botschaften Mit Arthos durch das Jahr

Tagesbotschaft 07. Oktober

Heute ist ein guter Tag, um dem Glück der Seele entgegenzugehen. Damit die Seele das Glück zurückerlangt, das ihr natürlicherweise zusteht, musst du dich zurücknehmen und deine der …
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Heute ist ein guter Tag, um dem Glück der Seele entgegenzugehen. Damit die Seele das Glück zurückerlangt, das ihr natürlicherweise zusteht, musst du dich zurücknehmen und deine der Seele und Gott abgewandten Wünsche zurückstellen. Das wird Entsagung genannt. Dabei geht es nicht darum, dem Natürlichen zu entsagen, sondern dem Unnatürlichen.

Das Natürliche ist im Einklang mit der natürlichen Ordnung, und alle dementsprechenden Gedanken, Gefühle und Wünsche sind auf diesen Einklang und seinen Erhalt ausgerichtet. Das Unnatürliche ist das, was der natürlichen Ordnung widerspricht, sich gegen sie stellt und sie bekämpft. Modern ausgedrückt: Das Unnatürliche will sein eigenes Ding durchziehen - und zwar koste es, was es wolle.

Das, was es die Seele kostet, wenn du das zulässt, ist das Glück, das ihr natürlicherweise zu eigen ist. Um das zu verstehen, musst du verstehen, was Glück eigentlich ist. In dieser Zeit, in der alles Natürliche durch Unnatürliches ersetzt wird, in der anstelle guter Eigenschaften schlechte Eigenschaften ausgebildet werden und vorherrschen und in der das Wissen über wahres Glück in Vergessenheit geraten ist, wird es bereits als Glück angesehen, wenn das Leid, das durch die Nichtbefriedigung unnatürlicher Triebe, Süchte und Wünsche entsteht, beendet wird. In anderen Worten: Die Befriedigung der Illusion wird als Glück betrachtet.

Wenn du unglücklich bist, und dieses Unglück durch die Einnahme von Substanzen, den Erwerb von Dingen, das Erreichen künstlicher Zustände durch natürliche Handlungen oder das Erreichen natürlicher Zustände durch künstliche Handlungen zu beenden versuchst, so machst du doch nichts anderes, als die Realität zu verbiegen, indem du sie verdrängst und zu verdrängen, indem du sie verbiegst. Du ersetzt Wirklichkeit durch Illusion. Der Realität ist das egal, denn sie ist, was sie ist: real.

So aber beendest du das Unglück nicht, sondern forderst es noch heraus, während du dich in den schlaflosen Traum eines Flüchtenden begibst, der weiss, dass diese Realität falsch ist, der gleichzeitig aber nicht weiss, was er dagegen unternehmen soll und kann. Und so unternimmst du das Falsche oder gar nichts, und die Realität wird immer schlimmer. Du erfährst Leid und sehnst dich nach Glück, und dann redest du dir ein, dass du glücklich bist, wenn du gerade einmal nicht leidest.

Vorab: Du bist nicht falsch. Du bist nicht verkehrt. Du bist nicht schlecht. Du hast nur vergessen, was du wirklich bist, wo du wirklich bist, warum du wirklich hier bist und woher du kommst. Durch dieses Vergessen hast du dich auf einen falschen Pfad begeben, und der führt nicht zum Glück hin, sondern vom Glück fort. Du gehst also in die falsche Richtung, willst das aber nicht wahrhaben, weil du davon überzeugt bist, das Wahre wäre falsch und das Falsche sei wahr. Das liegt an der Verdrehung und dem, der alles verdreht: das falsche Ego.

Wahres Glück ist niemals das Glück des Egos, sondern immer das Glück der Seele. Das Glück des Egos ist falsches Glück, das kommt, wenn das falsche Ego mit seinen Trieben, Süchten und Wünschen befriedigt wird. Aber dieses Glück bleibt nicht bei dir. Es ist nicht dein Glück, du, der du die Seele bist. Es ist das vermeintliche Glück des falschen Egos, das sein eigenes Leben führt und mit diesem Leben versucht, das Leben der Seele zu verdrängen. Verstehst du, was das bedeutet?

Es bedeutet, dass du besetzt bist. Du bist vom Unnatürlichen besetzt, das das Natürliche bekämpft. Die Besetzung geschieht nicht mit Waffengewalt, sondern durch Täuschung und Identifikation. Das falsche Ego täuscht dich und bringt dich dazu, dich mit ihm zu identifizieren. Du identifizierst dich mit deinem Geist, seinen Gedanken, Gefühlen und Wünschen, sowie mit dem Körper, seinen Eigenschaften, Vorlieben, Sinnen und Handlungen und erlangst dadurch eine Identität, die nicht dem entspricht, was du eigentlich bist.

Du hast eine materielle Identität angenommen, obwohl du ein spirituelles Wesen bist. Nun kannst du dir aber unter spirituellem Wesen nichts vorstellen, da du alles, und so auch dich, aus der materiellen Perspektive betrachtest. Und aus dieser Perspektive heraus suchst du nun dein Glück und findest doch immer wieder nur Leid. Das Leid verkleidet sich dabei oftmals als Glück. Es kommt und verschwindet wie ein Fremder, der dich besucht und dir ein Geschenk überreicht, das dich erfreut, bei dem du aber nach kurzer Zeit feststellst, dass es wertlos ist, da es sich vor deiner Nase in Luft aufgelöst hat.

Die Geschenke des Fremden sind Teil eines Täuschungsmanövers. Die Täuschung besteht darin, dass du immer wieder Hoffnung schöpfst. Diese Hoffnung hat jedoch keine Grundlage, denn du bist nicht bereit, den Weg zum Ziel zu gehen. Du erhoffst dir Glück, das über dich hereinbricht, ohne dass du bereit bist, dein Leben dafür hinzugeben. Du willst das Königreich Gottes, ohne Gottesbewusstsein zu erlangen.

Solange du nicht weißt, dass du eine spirituelle Seele bist und dich nicht entsprechend verhältst, lebst du das seelenlose Leben einer bedingten Seele, die sich mit dem falschen Ego identifiziert. Das führt unwiderruflich zu Leid. Die Seele, die ihre wahre Position vergessen hat, leidet, da du aufgrund deines freien Willens einen falschen Weg eingeschlagen hast. Du gehst nicht auf das Glück zu, sondern von ihm weg. Du bist nicht auf dem ewigen natürlichen Weg, sondern du bist von ihm abgekommen.

Um dich dem Glück wieder zuzuwenden, musst du deine Irrtümer erkennen. Die Seele ist und wird nicht glücklich, wenn du so handelst, dass du mit deinen Handlungen auf Früchte abzielst, mit denen die Seele nichts anfangen kann. Das Glück der Seele ist kein materielles Glück, sondern ein spirituelles, und es gibt kein spirituelles Glück ohne Gott. Es gibt kein Königreich Gottes ohne Gottesbewusstsein.

Gottesbewusstsein heisst nicht nur, dir Gottes bewusst zu sein, sondern es heisst auch, deine guten Eigenschaften zu leben, und deine guten Eigenschaften zu leben bedeutet, die Grundsätze der Religion anzuerkennen: Entsagung von allem Falschen, Sauberkeit von Körper und Geist, gelebte Barmherzigkeit und Wahrhaftigkeit in jeder Hinsicht und im wahrsten Sinne des Wortes. Darüber nicht nur Bescheid zu wissen, sondern diese Eigenschaften und Grundsätze zu leben, bedeutet den ewigen Weg der natürlichen Ordnung zu gehen. Dieser Weg führt in Richtung des wahren Glücks, das ewig ist.

Auf diesem Weg bekämpfst du alle dämonischen Eigenschaften in dir und überwindest so das falsche Ego und erhebst dich über die Prinzipien der Gottlosigkeit wie Stolz, Fleischgenuss, Berauschung, unzulässige Sexualität, Glücksspiel und Falschheit. Der Weg ist der Weg konkreter Arbeit an dir selbst. Du kommst auf diesem Weg nicht voran, wenn du nur mit dem Finger auf andere zeigst und sie für dein Leid für schuldig erklärst oder mit der Herde mit- und dem Abgrund entgegenläufst, da du dich den Umständen und der Macht der falschen Hirten machtlos ausgeliefert fühlst. Du bist für dich verantwortlich, und diese Verantwortung endlich zu übernehmen, bringt dich wahrem Glück wieder ein Stück näher.

Und wenn du jetzt noch wissen willst, was wahres Glück nun wirklich ist, so lautet die Antwort: reines Bewusstsein. Reines Bewusstsein ist unverdorben und nicht verunreinigt. Reines Bewusstsein ist klar und äusserst kraftvoll. Es ist das, was du eigentlich bist, wenn du alles Falsche abgelegt hast. Es ist das Bewusstsein hingebungsvoller Liebe, das übrigbleibt, wenn jegliche Selbstsucht überwunden ist. Es ist reines Gottesbewusstsein, und das ist das einzige, das dir Zugang zum Königreich Gottes gewährt.

ICH BIN der Narr, der sein Kostüm der Falschheit ablegt und in die nackte Reinheit der Seele zurückkehrt.

 

Diese Botschaft ist an Selina und mich gerichtet. Wir nehmen sie für uns an, richten uns danach und geben sie hiermit auch an all diejenigen weiter, die ebenfalls bereit sind, an sich zu arbeiten, um sich spirituell zu entwickeln. Spirituelle Entwicklung, das Ziel des Lebens, gipfelt in der Hingabe an Gott. Diese Hingabe setzt die Überwindung des falschen Egos voraus. Damit einher geht die Erkenntnis, nicht der Körper, sondern die Seele zu sein, die ein winziges Teilchen Gottes ist. Philosophische Grundlage dieser Botschaften ist das vedische Wissen von der absoluten Wahrheit Gottes wie es u.a. in der Bhagavad-gītā und im Śrīmad-Bhāgavatam verkündet wird.

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