Botschaften Mit Arthos durch das Jahr

Tagesbotschaft 09. Oktober

Heute ist ein guter Tag, um Gott in allem zu sehen. Das bedeutet nicht, dass alles Gott ist. Gott ist in allem, aber nicht alles ist Gott, denn Licht ist nicht Dunkelheit, das Gute …
Bild von Nguyen Dinh Lich auf Pixabay

Heute ist ein guter Tag, um Gott in allem zu sehen. Das bedeutet nicht, dass alles Gott ist. Gott ist in allem, aber nicht alles ist Gott, denn Licht ist nicht Dunkelheit, das Gute nicht das Böse und Lüge nicht die Wahrheit. Es gibt Unterschiede, und nicht alles ist gleich. Die Wahrheit benötigt keine Lüge, das Gute benötigt nicht das Böse und das Licht keine Dunkelheit, um zu existieren. Lüge ist die Abwesenheit von Wahrheit, das Böse die Abwesenheit vom Guten und Dunkelheit die Abwesenheit von Licht. Umgekehrt gilt das nicht. Lerne zu unterscheiden, denn nicht alles ist eins.

Aber Gott ist in allem. Auch wenn du Ihn in deinem Mitmenschen nicht sehen kannst, nicht im Baum, im Tier, im Berg oder im Atom, so ist Gott doch in allen Dingen vorhanden. Der Paramatma ist der als Überseele in allen Wesen und Dingen lokalisierte Aspekt Gottes. In den Upanisaden wird das Beispiel von den zwei Vögeln, die auf einem Baum sitzen, angeführt. Ein Vogel (der jiva oder das Lebewesen) genießt die Früchte des Baumes, und der andere Vogel (Paramatma) sieht lediglich zu. In der Bhagavad-gita (13.23) wird die Höchste Persönlichkeit Gottes in Ihrem Paramatma-Aspekt als upadrasta (der Aufseher) und als anumanta (der Erlaubnisgeber) beschrieben. (Srimad Bhagavatam, Erläuterung von His Divine Grace A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada zu 4.24.64)

Gott ist also in allem, aber nicht alles ist Gott. Gott ist immer anwesend und beobachtet, und wenn es dir gelingt, den Beobachter wahrzunehmen, wie Er das Beobachtete beobachtet, dann erhältst du einen Einblick in die Wirklichkeit, die dem Auge des Ungläubigen verborgen bleibt.

Wenn du dafür Beweise verlangst, dann muss ich dich leider enttäuschen. Es gibt keine Beweise für die Täuschung, der du unterliegst - es sei denn, du glaubst an die absolute Wahrheit, die die Wirklichkeit der Höchsten Persönlichkeit Gottes ist, und von der alles ausgeht. Wenn du daran glaubst, verändert sich dein Bewusstsein. Wenn sich dein Bewusstsein verändert, veränderst du dich, und wenn du dich veränderst, verändert sich die Wahrnehmung des beobachteten Beobachters. Dann wirst du Ihn wahrnehmen können, da Er sich dir irgendwann irgendwie zeigt. Das ist der einzige Beweis, den du erhalten wirst, und du wirst ihn nur erhalten, wenn du ihn nicht brauchst, um zu glauben, da du bereits weisst, was andere nicht zu glauben wagen.

Du kannst jetzt an diesen Sätzen knabbern, bis du sie verstehst, oder du kannst es bleiben lassen und mich beschimpfen. Du kannst aber auch einfach in die Welt hinaus gehen und mit anderen Augen sehen. Betrachte die Welt heute einmal nicht mit den Augen, die das Beobachtete wahrnehmen, sondern mit den Augen, die den Beobachter im Beobachteten zu finden suchen. Wenn dir das gelingt, wirst du feststellen, dass du nur Liebe siehst. Alles was sich jenseits der Schatten der materiellen Welt befindet, ist strahlendes Licht: Liebe in Tätigkeit. Das ist ein wesentlicher Aspekt der absoluten Wahrheit.

ICH BIN der Beobachter, der den Beobachter sucht, der alles beobachtet.

 

Diese Botschaft ist an Selina und mich gerichtet. Wir nehmen sie für uns an, richten uns danach und geben sie hiermit auch an all diejenigen weiter, die ebenfalls bereit sind, an sich zu arbeiten, um sich spirituell zu entwickeln. Spirituelle Entwicklung, das Ziel des Lebens, gipfelt in der Hingabe an Gott. Diese Hingabe setzt die Überwindung des falschen Egos voraus. Damit einher geht die Erkenntnis, nicht der Körper, sondern die Seele zu sein, die ein winziges Teilchen Gottes ist. Philosophische Grundlage dieser Botschaften ist das vedische Wissen von der absoluten Wahrheit Gottes wie es u.a. in der Bhagavad-gītā und im Śrīmad-Bhāgavatam verkündet wird.

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