Botschaften Mit Arthos durch das Jahr

Tagesbotschaft 10. Oktober

Heute ist ein guter Tag, um deinen Keller auszumisten. Wenn du die Tagesbotschaften bereits eine Weile verfolgst, wirst du dir denken können, dass ich nicht den Keller deiner …
Bild von Christoph Schütz auf Pixabay

Heute ist ein guter Tag, um deinen Keller auszumisten. Wenn du die Tagesbotschaften bereits eine Weile verfolgst, wirst du dir denken können, dass ich nicht den Keller deiner Wohnung oder deines Hauses meine - obwohl auch das eine gute Idee wäre. Nein, ich meine den Keller deines Körpers, und zwar grobstofflich und feinstofflich. Konkret bedeutet das: Sieh dir den Müll und Dreck, sowie all die sprichwörtlich unter den Schrank gekehrten Dinge, die du nicht mehr sehen wolltest und es dir daher einfach gemacht hast.

Dass du die Dinge nicht siehst, bedeutet nicht, dass sie nicht mehr da sind. Das gilt sowohl für den feinstofflichen wie den grobstofflichen Bereich. Da du gelernt hast, dass du in einer materiellen Welt lebst, in der nur die materiellen Dinge von Bedeutung sind, hast du dir angewöhnt, das, was du nicht sehen willst, einfach wegzuschieben, dorthin, wo du es nicht sehen kannst.

Aber das funktioniert nicht. Du schleppst sinnbildlich einen ganzen Container an Schutt und Müll mit dir herum und wunderst dich, dass du nicht so recht vorwärts kommst. Wenn du dich nicht länger selber betrügen und es dir weiterhin schwer machen willst, dann ist jetzt, ja genau jetzt, der richtige Zeitpunkt aufzuräumen.

Das, was du nicht loslässt, klebt an dir, wie die Fliegen am Misthaufen. Selbst wenn sie sich einmal kurz lösen und abheben sollten, werden sie doch innerhalb kürzester Zeit zurückkehren, und sie werden sich wieder auf dem Misthaufen breitmachen. Fliegen lieben das halt. Daher leben sie auch nicht lange.

Nun sind deine verdrängten Schwachpunkte aber keine Fliegen. Sie kleben an dir und fristen ein erbärmliches, weil parasitäres Dasein, solange du sie nicht erlöst. Sei so gnädig und gib ihnen den Gnadenstoß. Wenn du das nicht tust, werden sie weiterhin leiden, und sie werden dich in ihr Leid hineinziehen. Du hast aber ohnehin mit den dreifachen Leiden (hervorgerufen durch deinen Körper und Geist, andere Lebewesen und die Natur) ausreichend zu tun. Willst du dir das wirklich auch noch aufhalsen?

Um deinen Keller auszumisten, könntest du strategisch vorgehen. Die beste Strategie, ist die systematische Entrümpelung. Dabei könntest du so vorgehen, dass du dir kompromisslos jeweils ein Thema aus den Bereichen Gegenstände, Abhängigkeiten, Gewohnheiten, Gedanken und Gefühle ansiehst. Finde heraus, was davon jeweils am meisten an dir nagt und nimm dich der Sache an. Vermutlich sind es genau die Angelegenheiten, die du am längsten vor dir herschiebst, ohne etwas zu unternehmen - außer dir zu sagen Ich müsste eigentlich einmal... Stell dich dem Kampf und ziehe in die Schlacht. Jetzt. Besiege deinen ärgsten inneren Feind.

Aber überfordere dich nicht, indem du gleich gegen mehrere Gegner gleichzeitig kämpfst. Nimm dir einen Punkt heraus - am besten das, wovor du dich am meisten fürchtest - und besiege deine Schwäche.

Das kann bedeuten, mit dem Rauchen oder dem Fleischessen aufzuhören, oder alle Bücher oder Kleidungsstücke auszusortieren, die nicht mehr zu dir passen. Vielleicht gilt es aber auch, eine Beziehung zu beenden, einen Job zu kündigen oder einem angeblichen Freund, der schon lange nicht mehr freundlich zu dir ist, endlich einmal die Meinung zu sagen.

Vielleicht gibt es aber auch einen Glaubenssatz, der dafür sorgt, dass du auf der Stelle trittst, oder einen Gedanken, den du immer wieder denkst, der dir aber nicht guttut. Es können auch Rache- bzw. Neidgedanken und -gefühle sein, oder es schwelt noch unbewusster alter Groll in dir - gegen deine Eltern, einen Arbeitskollegen, Freund, Politiker oder den Pfarrer. Egal was es ist: Beende es, indem du dich davon komplett löst. Und zwar in Liebe und Vergebung!

Die Lösung geschieht, indem du die Anhaftung durch Anhaftung an etwas Höheres, Feineres, Besseres ersetzt. Eine bestehende Anhaftung so mir nichts dir nichts auflösen, ist sehr schwer, aber wenn du etwas findest, bei dem es sich lohnt, dich daran anzuheften, weil es deiner Seele guttut und dich somit wirklich weiterbringt, dann fällt das Loslassen des Alten leicht, denn dann weisst du, warum und wofür du loslässt: damit Platz für das Neue ist.

Der effektivste und sinnvollste Ersatz für alles, was dir schadet, was dich hemmt, was dir wehtut oder was dich belastet, ist die Hingabe zu Gott, denn sie erlöst dich von allem. Da diese Hingabe keine materielle Tätigkeit ist, sondern eine spirituelle, verlagert sich dein Bewusstsein auf die transzendentale Ebene. Dadurch verliert alles schwere und dichte der materiellen Welt seinen Reiz, seine Kraft und seine Wirkung.

Arbeite deine Baustellen ab. Stück für Stück und ohne wieder schwach zu werden. Je mehr Ballast und Abfall du Stück für Stück nacheinander aus dem Weg räumst, desto leichter wirst du, und desto leichter fallen die nächsten Schritte. Und wenn du dies tust, um Gott eine Freude zu bereiten, dann gibt es keinen Grund mehr, das, was du tun musst, um dich weiterzuentwickeln und dein wahres Selbst zu verwirklichen, noch länger vor dir herzuschieben, denn wenn du Gott erfreust, kehrt Freude in dein Leben ein. Dann macht es sogar Spass, den Keller auszumisten.

ICH BIN der Feind meiner inneren Feinde, der sie Stück für Stück, nach und nach, besiegt.

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