Botschaften Mit Arthos durch das Jahr

Tagesbotschaft 07. November

Heute ist ein guter Tag, um auf dem schmalen Grat zu bleiben. Der schmale Grat ist der wahrhaftige Mittelweg - der einzige Weg, der dich sicher durch die Einseitigkeiten führt, die …
Bild von Pexels auf Pixabay

Heute ist ein guter Tag, um auf dem schmalen Grat zu bleiben. Der schmale Grat ist der wahrhaftige Mittelweg - der einzige Weg, der dich sicher durch die Einseitigkeiten führt, die auf der einen wie der anderen Seite als tiefe Abgründe erscheinen. Diejenigen, die am Boden dieser Abgründe in der Dunkelheit leben, halten ihre Seite für die lichtvolle Wirklichkeit und alles andere für das Schlechte und Falsche, das um jeden Preis bekämpft werden muss. Und so bekämpfen sie alles, was nicht ihrer Sichtweise und ihrem Weltbild entspricht,  stufen es als gefährlich ein und verteufeln es. Ihr Merkmal ist Einseitigkeit, Gier und Ordnung. EGO. Und die Mittel, die sie für ihren verbitterten Kampf verwenden, heissen Angst, Sorge, Ohnmacht, Zweifel, Ideologie, Anmassung und Lust. ASOZIAL.

Die ASOZIALEN EGOs wollen nicht nur die Besten, sondern auch die Einzigen sein, und so müssen sie gegen den Rest der Welt ankämpfen und alle Widersacher vernichten. Somit sind sie sowohl Ausdruck als auch Werkzeug dieses dunklen und diabolischen Zeitalters. Egal, auf welcher Seite und in welcher Einseitigkeit sie ihren Kampf gegen den Rest der Welt führen, sie können ihn nur führen, indem sie spalten, und sie spalten, indem sie alles verdrehen und zu ihren Gunsten zurechtbiegen.

Das gilt im Grossen, wie im Kleinen, beruflich wie privat, öffentlich, wie zuhause. Sie sind die verdorbenen Früchte eines verdorbenen Baumes, der nur noch das künstliche Licht der Täuschung abbekommt und somit langsam aber sicher abstirbt. Die Menschen, die auf den Ästen dieses Baumes leben, sägen an den Ästen, ohne zu merken, dass es keine Rolle spielt, auf welcher Seite des Astes sie sitzen und sägen. Der Baum stirbt ohnehin, und auch sie werden sterben, und zwar sowohl in der Niederlage, wie auch im scheinbaren Sieg.

Wenn du bereits im Abgrund lebst, die Dunkelheit für das Licht und die Einseitigkeit für die Ganzheit hältst, dann gibt es nur einen Weg hinaus: Hör auf zu sägen, kletter vom toten Baum und begib dich nach oben ins Licht. Dort gibt es einen schmalen Mittelweg, und nur diesen Weg kannst du gehen, wenn du ins Licht der Wahrheit, das das wahre Leben ist, zurückkehren willst.

Wenn du noch nicht in den Abgrund gefallen bist, sieh zu, dass du nicht hinunterfällst. Dafür ist es essentiell, dass du die Pfeile abwehrst, die diejenigen verschiessen, die unten im Dunkeln auf den Ästen sitzen, an denen jederzeit gesägt wird. Sie ertragen das Licht nicht und können auch nichts sehen, aber sie sind gut darin, blind ihre Pfeile zu verschiessen. Wenn du dich auf die Pfeile einlässt, hast du bereits verloren. Du wirst das Gleichgewicht verlieren und in den Abgrund stürzen. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob du links oder rechts herunterfällst. Beides führt in die Gottlosigkeit.

Der schmale Grat erfordert deine volle Aufmerksamkeit und deinen ganzen Einsatz. Du kannst ihn nicht halbherzig gehen, und du kannst ihn auch nicht halbköpfig gehen. Du benötigst das ganze Herz und den ganzen Kopf, um den Weg zu gehen und dich auf ihm zu halten.

Lass dich nicht beeindrucken. Weder von dem säuselnden Flüstern, noch von dem fürchterlichen Schreien, das aus der Tiefe zu dir dringt. Gottlosigkeit versucht dich aus dem Gleichgewicht zu bringen. Dämonen müssen alles daran setzen, dich vom Mittelweg abzubringen. Sie benötigen dich, um ihre Ziele zu verwirklichen - zumindest auf der Erde, die für sie die Möglichkeit darstellt, dich in ihre Welt zu ziehen. Sie brauchen deine Meinung, deine Energie, dein Geld und deine Macht. Sobald du beginnst, irgendetwas davon an sie abzugeben, nehmen sie den kleinen Finger und ziehen daran, bis sie die ganze Hand haben. Sobald sie deine Hand haben, reissen sie dich in ihre Finsternis herab.

Sie leben von Illusionen und fürchten sich vor dem Tod, obwohl sie schon längst gestorben sind. Sobald das Herz nicht mehr lebt, stirbt die Seele ab. Und auch wenn sie nicht so ohne weiteres wirklich sterben kann, da sie Teil der Ewigkeit ist, leidet sie doch auf grausame Art und Weise und wird vom Ego und von der Gerechtigkeit lebendig begraben.

Habe Mitgefühl, aber leide nicht mit. Ergreife ihren kleinen Finger, um die ganze Hand zu bekommen und ziehe sie dann zu dir hoch, wenn sie es zulassen. Wenn sie sich jedoch wehren, dann lass sie. Lass sie alleine und lass sie leiden. Sie müssen leiden, um zu erkennen, und sie müssen erkennen, um ihr Leid zu beenden.

Der schmale Grat erfordert deine Wahrhaftigkeit, deine Liebe und deine Achtsamkeit. Es ist der einzige Weg, der dich nach Hause führt. Gehe ihn und erkenne nur das Licht an, aber verleugne die Dunkelheit nicht. Wenn du das tust, wird dich die Dunkelheit langsam und unmerklich aber unaufhörlich von innen heraus vergiften, und dann bist du plötzlich im freien Fall, noch bevor du dich retten kannst. Wisse, dass die Dunkelheit die Realität der materiellen Welt ist. Auf und in ihr befindet sich der schmale Grat, den du gehen musst, um dich über die Dunkelheit zu erheben. Heute ist ein guter Tag, wenn es dir gelingt, auf diesem schmalen Grat zu bleiben.

ICH BIN der Yogi, der mit dem schmalen Grat verschmilzt, um sich mit Gott zu verbinden.

Zurück

Den Artikel teilen