Bewusstsein Unbegrenzte Möglichkeiten

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Zu einer Zeit, in der es noch keine Zeit gab, und in einem Raum, der noch nicht existierte, weil Niemand da war, der ihn wahrnehmen konnte, war alles nur Potential und nichts Realität. Man stelle sich das einmal vor. Nichts. Nichts ausser Möglichkeiten. Ein endloses Nichts, das alles beinhaltet, was einmal sein wird. Ein endloses Nichts aus dem irgendwann Alles entsteht. Alles, was ist, war zu diesem Zeitpunkt Alles, was sein wird, und somit erst einmal: Nichts.

Das wirft Fragen auf. Unangenehme Fragen. Zumindest deinem Verstand gefallen sie sicherlich nicht. Er will sie nicht hören, denn er kennt keine Antworten. Wenn du ihn allerdings für einen Moment aus- und die Fragen abschalten kannst, erscheint die Sache vielleicht bald in einem neuen Licht.

Ein ungewöhnlicher Knall

Vor der Entstehung des heute bekannten Universums existierte nur das Potential für die Entstehung des heute bekannten Universums. Es gab nichts, aus dem heraus es hätte entstehen können, und doch ist es entstanden. Und es ist nicht nur entstanden, es entwickelt sich sogar bis zum jetzigen Moment immer weiter.

Es muss also einen Anfang gegeben haben. Diesen Anfang bezeichnest du als Urknall, doch mit einem gewöhnlichen Knall hat die Geburt von Allem nichts zu tun. Aus Nichts heraus entstand es einfach: Alles, was ist.

Aus Potential wird Realität

Es war ein plötzlicher Urknall der Möglichkeiten und eine vorher nicht dagewesene Suppe aus Energie und Informationen - und die wurde mit Liebe gekocht. Das ist übrigens ganz ähnlich wie bei einem Gedanken. Auch er kommt aus dem Nichts, auch er ist Energie und Information. (Aber ich gebe zu: Er handelt nur manchmal von einer Suppe und wird auch nur manchmal mit Liebe gekocht…). Nun, vielleicht sind ja Gedanken das sich entwickelnde Potential?

Aber vorab tauchen erst einmal weitere Fragen auf: Wer ist eigentlich der Denker? Wer spielt dieses beeindruckende Spiel? Wer hat den ersten Zug gemacht? Sagen wir es so: Etwas, das man Gott nennen könnte, hat die Möglichkeiten erdacht, die zu Realitäten wurden. Mit jedem Gedanken hat sich dieser Gott selbst neu erfahren, und alles, aber auch wirklich alles, ist das Potential seines Geistes und findet als Gedanke in seinem Bewusstsein statt. So wie sich ein Schriftsteller eine ganze Welt mit allen Akteuren und jedweder Kulisse erdenkt, wobei die einzelnen Charaktere sich nicht darüber bewusst sind, dass sie nur im Geiste des Verfassers existieren. Alles entsteht aus der Ursuppe. Sie hat sich in seinem Bewusstsein ausgedehnt, wurde zu Etwas, und hat so das Bewusstsein erweitert. Eine endlose Ausdehnung von Nichts zu etwas Neuem. Die Suppe dehnt sich aus und wird zu Materie. Elementare Teilchen finden im Tanz einen Partner, vereinigen sich, gehen Verbindungen ein und werden so zu etwas Neuem.

Und das Neue tanzt weiter, findet wieder neue Partner und kreiert neue Tänze, und im Laufe der Ausdehnung bilden sich immer mehr und immer grössere Verbindungen, und einige von ihnen werden zur Heimat des Lebens, das du kennst. Immer mehr Planeten, immer mehr Sonnen, immer mehr Raum, immer mehr Ausdehnung. Mit rasender Geschwindigkeit breitet sich das Potential aus und wird zu dem, wofür Potential gut ist: Realität.

Trennung ist Illusion

Immer mehr Realitäten entstehen, immer mehr Möglichkeiten warten auf ihren Einsatz. Immer mehr Bewusstsein entfaltet sich. Schritt für Schritt entwickelt sich das Potential zu Welten in Welten in Welten in Welten.

Auch wenn es gemessen an einem Menschenleben ewig gedauert hat ging doch alles rasend schnell. Vom Nichts zum Alles, und das sozusagen in einem Wimpernschlag innerhalb der Ewigkeit. Aber was spielt Zeit schon für eine Rolle in diesem universellen Spiel der Ausdehnung und Entfaltung des Bewusstseins? Zeit existiert, um Erfahrungen in Relation setzen zu können. Doch universell betrachtet hat sie keinerlei Bedeutung. Alles findet statt, niemand hat es eilig, keiner schaut auf die Uhr.

Das Universum wächst – auch ohne Uhr. Und es wächst und gedeiht so prächtig, so vielfältig, dass man nur noch staunen kann. So unvorstellbar gross und vielfältig ist die Ausdehnung mittlerweile, dass du dich an deiner eigenen relativ kleinen Realität festhalten musst und das Gefühl hast, vom Grossen und Ganzen, dem Rest, abgetrennt zu sein. Doch diese Trennung ist eine Illusion. Du bist Teil des Grossen und auch Teil des Ganzen. Und somit liegt auch in dir das Potential, dass sich aus Nichts heraus Etwas, dein Alles, entfaltet.